Drägerwerk, DE0005550636

Drägerwerk-Aktie: Umsatz und EBIT steigen nach neun Monaten

Veröffentlicht am: 04.11.2026 um 09:22 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Die Drägerwerk-Aktie bleibt nach steigenden Neunmonatszahlen im Fokus. Zollrückerstattungen stützten das Ergebnis, die Jahresziele gelten weiter.

Geschäft wächst, Marge bleibt unter Ziel

  • Drägerwerk steigerte Umsatz und Auftragseingang in den ersten neun Monaten gegenüber dem Vorjahr.
  • Die Sicherheitstechnik entwickelte sich dynamischer als das Medizintechnikgeschäft.
  • Die Jahresziele für Umsatzwachstum und EBIT-Marge gelten unverändert.
Drägerwerk, DE0005550636, Illustration mit AI erstellt.

Drägerwerk hat in den ersten neun Monaten 2026 Umsatz und Ergebnis gesteigert. Der Konzernumsatz stieg währungsbereinigt um 5,3 Prozent auf 2.453,9 Millionen Euro, der Auftragseingang legte um 3,6 Prozent auf 2.673,5 Millionen Euro zu. Das EBIT erhöhte sich von 77,1 auf 111,8 Millionen Euro. Die am 29. Oktober veröffentlichte Deutsche Börse veröffentlichte dazu die EQS-Mitteilung des Unternehmens.

Der Realtime-Kurs der Drägerwerk-Aktie lag am Mittwoch, 4. November 2026, um 09:13 Uhr bei Lang & Schwarz bei 104,10 Euro.

Umsatz wächst in beiden Sparten

Beide Geschäftsbereiche trugen zum Umsatzanstieg bei. Die Medizintechnik erhöhte ihre Erlöse währungsbereinigt um 4,4 Prozent auf 1.367,0 Millionen Euro. In der Sicherheitstechnik wuchs der Umsatz um 6,5 Prozent auf 1.087,0 Millionen Euro. Damit entwickelte sich die Sicherheitssparte stärker und blieb zugleich der profitablere Bereich.

Beim Auftragseingang zeigte sich ein ähnliches Bild. Die Sicherheitstechnik steigerte den Auftragseingang währungsbereinigt um 13,1 Prozent auf 1.242,8 Millionen Euro. In der Medizintechnik sank er um 3,5 Prozent auf 1.430,7 Millionen Euro. Dräger verwies dabei auf einen hohen Vergleichswert aus dem Vorjahr, der durch einen größeren Auftrag für Krankenhausinfrastruktur in Mexiko geprägt war.

Zolleffekt prägt Ergebnisentwicklung

Das EBIT enthielt 27,9 Millionen Euro aus Zollrückerstattungen. Davon entfielen 20,1 Millionen Euro auf das dritte Quartal und 7,8 Millionen Euro auf das zweite Quartal. 3,8 Millionen Euro betrafen Zölle des laufenden Geschäftsjahres und waren damit ergebnisneutral. Gleichzeitig fielen in den USA 25,8 Millionen Euro an nicht erstattungsfähigen Zollaufwendungen an. Der Nettoeffekt der Zölle war im bisherigen Jahresverlauf daher leicht negativ.

Auch ohne die Einmaleffekte verbesserte sich das operative Ergebnis nach Unternehmensangaben. Die Bruttomarge erhöhte sich um 1,7 Prozentpunkte auf 46,8 Prozent, wobei die Zollrückerstattungen rund einen Prozentpunkt beitrugen. Die Funktionskosten stiegen vor allem wegen höherer Personal-, Logistik- und IT-Aufwendungen um 5,6 Prozent.

Drittes Quartal mit gemischtem Bild

Im dritten Quartal wuchs der Umsatz währungsbereinigt nur um 1,0 Prozent auf 850,8 Millionen Euro. Das EBIT sank von 56,7 auf 48,0 Millionen Euro, obwohl die Zollrückerstattungen das Quartalsergebnis mitprägten. Beim Auftragseingang setzte sich dagegen die Dynamik fort: Er stieg währungsbereinigt um 7,0 Prozent auf 926,2 Millionen Euro. Besonders stark entwickelte sich die Sicherheitstechnik mit einem Plus von 20,2 Prozent.

Vor diesem Hintergrund hält Dräger an seiner Prognose für 2026 fest. Der Konzern erwartet weiterhin ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 2,0 bis 6,0 Prozent und eine EBIT-Marge von 6,0 bis 8,0 Prozent. Nach neun Monaten lag die operative Marge mit 4,6 Prozent noch unter dieser Zielspanne. Für Anleger bleibt damit entscheidend, ob das Schlussquartal die Profitabilität weiter erhöht und die Belastungen aus Zöllen und Kosten ausgleicht.

Drägerwerk AG & Co. KGaA

  • ISIN: DE0005550636
  • WKN: 555063
  • Ticker: DRW3
  • Heimatbörse: Frankfurt
  • Lang-&-Schwarz-Kurs: 104,10 Euro am 4. November 2026 um 09:13 Uhr Berliner Zeit
  • Indizes: SDAX und TecDAX
  • Sektor: Medizintechnik und Sicherheitstechnik

Das deutsche Marktumfeld wird im DAX gebündelt.

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