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Drägerwerk-Aktie: Umsatz wächst, Zoll-Effekt hebt EBIT

Veröffentlicht am: 30.10.2026 um 10:14 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Die Drägerwerk-Aktie steht nach den Neunmonatszahlen im Fokus. Umsatz und Auftragseingang legten zu, während das Quartals-EBIT sank.

Umsatzplus trotz schwächerem Quartalsergebnis

  • Dräger steigerte den Umsatz in den ersten neun Monaten währungsbereinigt um 5,3 Prozent.
  • Das EBIT profitierte von Zollrückerstattungen, verbesserte sich aber auch operativ gegenüber dem Vorjahr.
  • Die Prognose für Umsatzwachstum und EBIT-Marge im Gesamtjahr bleibt unverändert.
Drägerwerk, DE0005550636, Illustration mit AI erstellt.

Drägerwerk hat in den ersten neun Monaten 2026 Umsatz und Ergebnis gesteigert. Die am 29. Oktober veröffentlichte EQS-Mitteilung bei Deutsche Börse nennt für den Zeitraum einen währungsbereinigten Umsatzanstieg von 5,3 Prozent auf 2.453,9 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum hatte Dräger 2.343,5 Millionen Euro umgesetzt.

Der Auftragseingang erhöhte sich währungsbereinigt um 3,6 Prozent auf 2.673,5 Millionen Euro. Die Sicherheitstechnik entwickelte sich dabei besonders dynamisch: Der Auftragseingang stieg um 13,1 Prozent auf 1.242,8 Millionen Euro. In der Medizintechnik sank er dagegen um 3,5 Prozent auf 1.430,7 Millionen Euro. Dräger verwies auf einen hohen Vergleichswert aus einem mexikanischen Großauftrag im Vorjahr.

Umsatz wächst in beiden Segmenten

Die beiden Geschäftsbereiche trugen zum Umsatzplus bei. In der Medizintechnik nahm der Umsatz währungsbereinigt um 4,4 Prozent auf 1.367,0 Millionen Euro zu. Die Sicherheitstechnik wuchs um 6,5 Prozent auf 1.087,0 Millionen Euro. Vorstandschef Stefan Dräger bezeichnete Nachfrage und Umsatzentwicklung als spürbar verbessert und zeigte sich zuversichtlich, die Jahresziele zu erreichen.

Das EBIT stieg in den ersten neun Monaten auf 111,8 Millionen Euro nach 77,1 Millionen Euro im Vorjahr. Die EBIT-Marge erhöhte sich von 3,3 auf 4,6 Prozent. Im Ergebnis enthalten waren 27,9 Millionen Euro aus Zollrückerstattungen, davon 20,1 Millionen Euro im dritten Quartal. 3,8 Millionen Euro betrafen Zollaufwendungen des laufenden Geschäftsjahres und waren damit ergebnisneutral. Zusätzlich fielen in den USA im laufenden Jahr 25,8 Millionen Euro an nicht erstattungsfähigen Zollaufwendungen an.

Drittes Quartal bleibt unter Vorjahr

Im dritten Quartal erhöhte sich der Auftragseingang währungsbereinigt um 7,0 Prozent auf 926,2 Millionen Euro. Der Umsatz stieg dagegen nur um 1,0 Prozent auf 850,8 Millionen Euro. Das EBIT sank von 56,7 auf 48,0 Millionen Euro, die EBIT-Marge ging von 6,8 auf 5,6 Prozent zurück. In der Sicherheitstechnik nahm der Auftragseingang währungsbereinigt um 20,2 Prozent zu, während die Medizintechnik um 3,0 Prozent nachgab.

Für das Gesamtjahr hält Dräger an einem währungsbereinigten Umsatzwachstum von 2,0 bis 6,0 Prozent und einer EBIT-Marge von 6,0 bis 8,0 Prozent fest. Für Anleger bleibt damit entscheidend, wie viel der Ergebnisverbesserung aus dem operativen Geschäft kommt und wie stark Einmaleffekte aus Zollrückerstattungen das Gesamtjahr prägen.

Der Realtime-Kurs der Drägerwerk-Aktie ist im Realtime-Kurs der Drägerwerk-Aktie abrufbar. Er lag am Freitag, 30. Oktober 2026, um 10:04 Uhr bei Lang & Schwarz bei 103,30 Euro, 1,99 Prozent unter dem Xetra-Schlusskurs vom Donnerstag, 29. Oktober.

Drägerwerk im Überblick

  • Unternehmen: Drägerwerk AG & Co. KGaA
  • ISIN: DE0005550636
  • WKN: 555063
  • Ticker: DRW3.DE
  • Kurs: 103,30 Euro bei Lang & Schwarz am 30.10.2026 um 10:04 Uhr
  • Vergleich: 1,99 Prozent unter dem Xetra-Schlusskurs vom 29.10.2026 bei 105,40 Euro
  • Indizes: SDAX und TecDAX

Das Marktumfeld am deutschen Aktienmarkt lässt sich über den DAX einordnen.

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