Drägerwerk, DE0005550636

Drägerwerk-Aktie: Umsatz wächst, Zoll-Effekt hebt EBIT

Veröffentlicht am: 02.11.2026 um 09:35 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Die Drägerwerk-Aktie bleibt nach den Neunmonatszahlen im Fokus. Der Konzern steigerte Umsatz und EBIT, profitierte aber von Zollrückerstattungen.

Dräger steigert Umsatz und EBIT

  • Der Umsatz wuchs in den ersten neun Monaten 2026 währungsbereinigt um 5,3 Prozent auf 2.453,9 Millionen Euro.
  • Das EBIT stieg auf 111,8 Millionen Euro, wobei 27,9 Millionen Euro aus Zollrückerstattungen enthalten waren.
  • Dräger bestätigte für 2026 ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 2,0 bis 6,0 Prozent und eine EBIT-Marge von 6,0 bis 8,0 Prozent.
Drägerwerk, DE0005550636, Illustration mit AI erstellt.

Drägerwerk hat in den ersten neun Monaten 2026 Umsatz und Ergebnis gesteigert. Der Auftragseingang erhöhte sich währungsbereinigt um 3,6 Prozent auf 2.673,5 Millionen Euro, der Umsatz legte um 5,3 Prozent auf 2.453,9 Millionen Euro zu. Das geht aus der am 29. Oktober veröffentlichten Mitteilung hervor, die Börse Online als dpa-Afx-Meldung verbreitete.

Das EBIT stieg auf 111,8 Millionen Euro nach 77,1 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Die EBIT-Marge verbesserte sich damit von 3,3 auf 4,6 Prozent. Das Ergebnis enthielt jedoch 27,9 Millionen Euro aus Zollrückerstattungen. Davon entfielen 7,8 Millionen Euro auf das zweite und 20,1 Millionen Euro auf das dritte Quartal. 3,8 Millionen Euro betrafen Zollaufwendungen des laufenden Geschäftsjahres und waren daher ergebnisneutral.

Sicherheitstechnik bleibt Wachstumstreiber

Beide Segmente trugen zum Umsatzwachstum bei. Die Medizintechnik erhöhte ihren Umsatz währungsbereinigt um 4,4 Prozent auf 1.367,0 Millionen Euro. In der Sicherheitstechnik stieg der Umsatz währungsbereinigt um 6,5 Prozent auf 1.087,0 Millionen Euro. Die Sicherheitstechnik steigerte zudem den Auftragseingang um 13,1 Prozent auf 1.242,8 Millionen Euro.

In der Medizintechnik sank der Auftragseingang währungsbereinigt um 3,5 Prozent auf 1.430,7 Millionen Euro. Dräger verwies dabei auf einen Großauftrag für Krankenhausinfrastruktursysteme aus Mexiko im Vorjahr. Ohne diesen Vergleichseffekt wäre der Auftragseingang in dem Segment währungsbereinigt annähernd stabil geblieben.

Drittes Quartal mit schwächerem EBIT

Im dritten Quartal erhöhte sich der Auftragseingang währungsbereinigt um 7,0 Prozent auf 926,2 Millionen Euro. Der Umsatz wuchs währungsbereinigt um 1,0 Prozent auf 850,8 Millionen Euro. Das EBIT ging dagegen auf 48,0 Millionen Euro nach 56,7 Millionen Euro im dritten Quartal 2025 zurück; die EBIT-Marge sank von 6,8 auf 5,6 Prozent.

Als Gründe nannte Dräger die geringere Umsatzdynamik und einen überproportionalen Anstieg der Funktionskosten. In den ersten neun Monaten lagen diese Kosten 5,6 Prozent über dem Vorjahreswert. Personal, Logistik und IT gehörten zu den wesentlichen Treibern. Vorstandschef Stefan Dräger erklärte, die Nachfrage nach der Technik für das Leben habe sich erhöht und der Konzern sei zuversichtlich, seine Jahresziele zu erreichen.

Prognose für 2026 bestätigt

Für das Gesamtjahr erwartet Dräger weiterhin ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 2,0 bis 6,0 Prozent und eine EBIT-Marge von 6,0 bis 8,0 Prozent. Für Anleger bleibt damit entscheidend, ob das Unternehmen die Ergebnisverbesserung im Schlussquartal auch ohne vergleichbare Zollrückerstattungen fortsetzen kann.

Der Realtime-Kurs der Drägerwerk-Aktie lag am Montag, 2. November 2026, um 09:31 Uhr bei Lang & Schwarz bei 102,00 Euro, 0,00 Prozent über dem Xetra-Schlusskurs vom Freitag, 30. Oktober. Den Realtime-Kurs der Drägerwerk-Aktie können Anleger laufend verfolgen.

Drägerwerk AG & Co. KGaA

  • ISIN: DE0005550636
  • WKN: 555063
  • Ticker: DRW3
  • Kurs: 102,00 Euro bei Lang & Schwarz am 2. November 2026, 09:31 Uhr
  • Vergleich: 0,00 Prozent gegenüber dem Xetra-Schlusskurs vom 30. Oktober 2026
  • Sektor: Medizintechnik und Sicherheitstechnik
  • Indizes: SDAX und TecDAX

Das deutsche Marktumfeld bildet der DAX ab.

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