Erste Group: Starkes operatives Ergebnis - strategischer Fortschritt in Polen
Veröffentlicht am: 30.07.2026 um 07:30 Uhr | dgap.de| Erste Group Bank AG / Schlagwort(e): Halbjahresergebnis (News mit Zusatzmaterial) 30.07.2026 / 07:30 CET/CEST FĂŒr den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich. Kundenkredite im ersten Halbjahr 2026 auf 282,7 Milliarden Euro gesteigert - Gesamtjahresziel von 285 Milliarden Euro nahezu erreicht Jahresziel fĂŒr Kreditvolumen auf rund 290 Milliarden Euro erhöht Einlagen im ersten Halbjahr 2026 auf 323,7 Milliarden Euro gestiegen Verwaltetes Vermögen (exkl. Polen) seit Jahresbeginn um rund 8 % auf knapp 112 Milliarden Euro gesteigert CEE-MĂ€rkte bleiben mit zwei Dritteln des Nettogewinns wichtigste Ergebnistreiber Starke Kernkapitalquote (CET1) von 15,2 % Gute Fortschritte bei der Integration der Erste Bank Polska In den ersten sechs Monaten 2026 hat die Erste Group Bank AG (âErste Groupâ) ihre strategische Position als fĂŒhrender Finanzdienstleister in Zentraleuropa weiter gestĂ€rkt und wichtige Kennzahlen weiter verbessert. Die Konsolidierung der neu erworbenen polnischen Bank verbesserte die Ergebnisse der Bankengruppe im ersten Halbjahr signifikant. Auch unter Ausklammerung des Konsolidierungseffekts zeigen die Zahlen der Gruppe, dass das organische Wachstum weiterhin stark und intakt ist. âDas krĂ€ftige Wachstum unseres Kreditportfolios in den vergangenen sechs Monaten hat uns bereits an unser ursprĂŒngliches Kreditvolumenziel von 285 Milliarden Euro herangefĂŒhrt. Daher erhöhen wir dieses nun auf 290 Milliarden Euro. Mit diesem Wachstumsanspruch und unserer einzigartigen PrĂ€senz mit acht fĂŒhrenden Banken in Zentraleuropa festigen wir unsere Position als unangefochtener Kreditgeber und Finanzierungspartner der Region.â sagt Peter Bosek, CEO der Erste Group. âDamit die Region ihren Wachstumskurs fortsetzen kann, sind Investitionen in die Infrastruktur der Zukunft erforderlich. Wir stehen bereit, Unternehmen und die öffentliche Hand dabei zu unterstĂŒtzen und unseren Beitrag zur weiteren wirtschaftlichen Entwicklung und wachsendem Wohlstand in Zentraleuropa zu leisten.â ErtrĂ€ge profitieren vom starken KundengeschĂ€ft in robusten Volkswirtschaften Das organische Wachstum und robuste Volkswirtschaften der Region lieĂen das Kreditvolumen trotz der geopolitisch bedingten VolatilitĂ€t seit Jahresbeginn auf vergleichbarer Basis (ohne Polen) um 4,0 % steigen. Dieses Wachstum zeigte sich in nahezu allen MĂ€rkten, wobei die Nachfrage der Kund:innen nach Finanzierungen insbesondere in Tschechien, Ungarn, Kroatien und Ăsterreich hoch war. EinschlieĂlich des Kreditportfolios der Erste Bank Polska in Höhe von 41,4 Milliarden Euro stiegen die Kundenkredite um 21,9 % und erreichten ein Gesamtvolumen von 282,7 Milliarden Euro (Dezember 2025: 232,0 Milliarden Euro). Die Tochtergesellschaften der Erste Group ohne Polen vergaben 60.000 neue Wohnbaukredite und trugen damit zu einem insgesamt gewachsenen KreditgeschĂ€ft im Privatkundensegment bei. Im Firmenkundensegment spiegelte das NeugeschĂ€ft von mehr als 4 Milliarden Euro eine gestiegene Nachfrage nach Investitionsfinanzierungen wider. Bei den Einlagen konnte im ersten Halbjahr auf vergleichbarer Basis (ohne Polen) ein Plus von 4,5 % verzeichnet werden. Ausschlaggebend fĂŒr die positive Entwicklung in den etablierten MĂ€rkten der Erste Group waren vor allem gestiegene Einlagen im FirmenkundengeschĂ€ft in Tschechien und Ăsterreich sowie positive Wechselkurseffekte bei Einlagen in Ungarn. Unter Einbeziehung der Einlagen der Erste Bank Polska, die sich auf 59,3 Milliarden Euro belaufen, stieg das Einlagenvolumen der Gruppe um 27,9 % auf 323,7 Milliarden Euro (Dezember 2025: 253,0 Milliarden Euro). Vor dem Hintergrund des verĂ€nderten Zinsumfelds im Euroraum sowie in anderen WĂ€hrungsrĂ€umen unterstĂŒtzte das Wachstum im KundengeschĂ€ft die erfreuliche Entwicklung der KernertrĂ€ge. Ohne die Erste Bank Polska konnte der ZinsĂŒberschuss um 6,1 % gesteigert werden. EinschlieĂlich der polnischen Bank wuchs der ZinsĂŒberschuss gegenĂŒber dem Vorjahr um 42,3 % auf 5,4 Milliarden Euro (H1 2025: 3,8 Milliarden Euro). Der ProvisionsĂŒberschuss wuchs auf vergleichbarer Basis um 8,8 %. Unter Einbeziehung Polens stieg er um 25,1 % auf 1,9 Milliarden Euro (H1 2025: 1,5 Milliarden Euro). Neben der Konsolidierung der Erste Bank Polska war dafĂŒr auch ein AufwĂ€rtstrend im WertpapiergeschĂ€ft ausschlaggebend. Das von der Erste Asset Management verwaltete Vermögen (AuM) stieg seit Dezember 2025 um 7,6 % auf knapp 112 Milliarden Euro. Nicht berĂŒcksichtigt sind dabei rund 7,7 Milliarden Euro an verwaltetem Vermögen der polnischen Fondsgesellschaft Erste TFI. Das hohe Interesse der Kund:innen an Wertpapierveranlagungen zeigte sich auch bei den monatlichen FondssparplĂ€nen: Ihre Zahl stieg gegenĂŒber dem Vorjahr um 21,4 % auf insgesamt 2,2 Millionen. Im Jahresvergleich trug diese Wachstumsdynamik zu einem Anstieg der BetriebsertrĂ€ge um 8,3 % auf vergleichbarer Basis bei. ZĂ€hlt man den Beitrag der Erste Bank Polska hinzu, legten die BetriebsertrĂ€ge sogar um 40,4 % auf knapp 8,0 Milliarden Euro zu (H1 2025: 5,7 Milliarden Euro). Die Betriebskosten stiegen im Jahresvergleich auf vergleichbarer Basis um 3,4 %. Das entspricht den Erwartungen und ist auf höhere Personalaufwendungen und FremdwĂ€hrungseffekte zurĂŒckzufĂŒhren. Inklusive der Erste Bank Polska lagen die Betriebsaufwendungen bei insgesamt 3,5 Milliarden Euro (H1 2025: 2,7 Milliarden Euro). Sie stiegen damit um 30,7 %. Entsprechend wuchs das Betriebsergebnis im Jahresvergleich auf vergleichbarer Basis um 12,7 % an. Rechnet man die Erste Bank Polska hinzu, stieg das Betriebsergebnis um 49,3 % auf 4,4 Milliarden Euro (H1 2025: 3,0 Milliarden Euro). Im Ergebnis verbesserte sich die Kosten-Ertrags-Relation auf 45,6 % auf vergleichbarer Basis oder auf 44,4 %, wenn man Polen mit einbezieht (H1 2025: 47,7 %). Starke operative Performance stĂ€rkt die Kapitalbasis Aufgrund erwarteter Einmaleffekte im ersten Quartal durch die Integration der Erste Bank Polska stiegen die Risikokosten im ersten Halbjahr auf 583 Millionen Euro. Die nach IFRS 9 erfassten Einmaleffekte beliefen sich auf 302 Millionen Euro. Weitere 60 Millionen Euro entfielen auf das bestehende Kreditportfolio der Erste Bank Polska. Trotz volatiler MĂ€rkte und geopolitischer Unsicherheiten blieben die Risikokosten in den etablierten MĂ€rkten der Erste Group mit 221 Millionen Euro auf konsistent niedrigem Niveau (H1 2025: 182 Millionen Euro). Die QualitĂ€t des Kreditportfolios blieb ebenfalls robust. Die NPL-Quote bewegte sich mit 2,3 % ebenfalls auf einem weiterhin niedrigen Niveau (Dezember 2025: 2,4 %). Die Belastung durch Bankensteuern verdoppelte sich nahezu im ersten Halbjahr auf 392 Millionen Euro (H1 2025: 197 Millionen Euro). Ausschlaggebend dafĂŒr waren höhere Belastungen in Ungarn (109 auf 189 Millionen Euro) und RumĂ€nien (20 auf 39 Millionen Euro) sowie die erstmalige Verbuchung der Bankenabgabe in Polen (98 Millionen Euro). DarĂŒber hinaus fallen in der Slowakei Bankensteuern von 33 Millionen Euro an, die in der Position Steuern vom Einkommen verbucht wurden (H1 2025: 32 Millionen Euro). Der Nettogewinn der Erste Group stieg auf vergleichbarer Basis um 7,6 %. EinschlieĂlich der Erste Bank Polska und der Einmaleffekte belief sich der Nettogewinn auf 2,0 Milliarden Euro, was einem Anstieg von 18,6 % entspricht (H1 2025: 1,7 Milliarden Euro). Trotz der Effekte aus der Erstkonsolidierung der polnischen Tochtergesellschaft blieb Zentraleuropa der klare Ergebnistreiber der Gruppe und steuerte zwei Drittel zum gesamten Nettogewinn bei. Die starke Entwicklung des KerngeschĂ€fts der Gruppe stĂ€rkte die Kapitalausstattung der Gruppe. Die harte Kernkapitalquote (CET1) lag bei 15,2 % (Dezember 2025: 19,3 %). âDie Konsolidierung unserer neuen polnischen Tochterbank hat sich erwartungsgemÀà positiv in den ausgewiesenen Zahlen niedergeschlagen. Gleichzeitig sind wir auch in unseren etablierten MĂ€rkten im KerngeschĂ€ft stark gewachsenâ, sagte Stefan Dörfler, CFO der Erste Group. âUnsere soliden Ergebnisse geben uns den Spielraum, weiter konsequent in unsere Plattform zu investieren. Damit werden wir als Gruppe effizienter, schneller und skalierbarer â und können fĂŒr unsere 23 Millionen Kundinnen und Kunden sowie unsere Investoren weiterhin bestmögliche Leistungen zu erbringen.â Erste in Polen: Markenaufbau auf Kurs, KundenloyalitĂ€t bleibt hoch Die Ăbernahme eines beherrschenden 49 %-Anteils der Erste Bank Polska wurde im JĂ€nner 2026 erfolgreich abgeschlossen. Seither verlĂ€uft die Integration der polnischen Tochtergesellschaft in die Erste Group planmĂ€Ăig. Mit einer umfassenden Rebranding-Kampagne im April 2026 wurde die Marke Erste erfolgreich im polnischen Markt eingefĂŒhrt. Die mehr als 300.000 Neukund:innen, die die Erste Bank Polska im ersten Halbjahr 2026 gewinnen konnte, unterstreichen das Vertrauen der polnischen Kund:innen in das kundenorientierte Banking der Erste. Aufbauend auf der starken Position der Erste Bank Polska im Privat- und FirmenkundengeschĂ€ft sieht die Erste Potenzial, ihr Angebot fĂŒr Firmenkunden in der Region weiter auszubauen. Mit dem planmĂ€Ăig voranschreitenden Rebranding geht die Integration der Erste Bank Polska nun in die nĂ€chste Phase. Im Mittelpunkt steht dabei die vollstĂ€ndige technische Anbindung der Bank an die Infrastruktur der Erste Group. Parallel dazu schreitet die rechtliche und organisatorische Integration der Erste-Tochtergesellschaften in Polen voran. Dazu zĂ€hlen die Eingliederung der Erste TFI in die Erste Asset Management sowie der Erste Securities Polska in die Erste Bank Polska. Ausblick fĂŒr 2026 auf vergleichbarer Basis ohne Polen angehoben FĂŒr das GeschĂ€ft der Erste Group in ihren sieben etablierten KernmĂ€rkten (Ăsterreich, Tschechien, Slowakei, RumĂ€nien, Ungarn, Kroatien und Serbien) wird ein gesundes Kreditwachstum von 6-8 % erwartet (gegenĂŒber mehr als 5 % in der bisherigen Prognose). Die GeschĂ€ftsentwicklung, gemessen am Betriebsergebnis, sollte sich gegenĂŒber dem Vorjahr verbessern: Der ZinsĂŒberschuss sollte um etwa 5 % steigen, der ProvisionsĂŒberschuss sollte um 7-9% (statt mehr als 5 %) steigen. Die Betriebskosten dĂŒrften um etwa 3 % zulegen. Entsprechend sollte sich die Kosten-Ertrags-Relation von 48 % im Jahr 2025 auf unter (statt rund) 47 % im Jahr 2026 verbessern. Bei den Risikokosten wird mit 20 bis 25 Basispunkten ein Ă€hnlich niedriges Niveau wie 2025 erwartet. 2026 Ausblick mit Polen erhöht FĂŒr die nunmehr acht KernmĂ€rkte (inklusive Polen) wird ein Anstieg der Kundenkredite auf rund 290,0 Milliarden Euro (statt mehr als 285,0 Milliarden Euro) erwartet. FĂŒr 2026 rechnet die Erste Group heuer mit einer Eigenkapitalverzinsung (ROTE) von ĂŒber 20 % (statt circa 19 %). Das Ergebnis je Aktie soll somit um mehr als 20 % steigen. Vergleichsbasis dafĂŒr ist der um Einmaleffekte bereinigte Nettogewinn 2025. Dieser wird mit dem ausgewiesenen Nettogewinn 2026 verglichen. Finanzambition bis 2030: Verdoppelung von Gewinn je Aktie auf ĂŒber 15 Euro angepeilt ZusĂ€tzlich zum angehobenen Ausblick fĂŒr 2026 hat die Erste Group ihre finanziellen Ambitionen bis 2030 veröffentlicht. Die Gruppe strebt eine Verdoppelung des Ergebnisses je Aktie (EPS) bis 2030 auf ĂŒber 15 Euro an. Ausgangsbasis fĂŒr diesen Vergleich ist der bereinigte Gewinn je Aktie von 2025 in Höhe von 7,72 Euro. Angepeilt wird somit eine durchschnittliche, jĂ€hrliche EPS-Wachstumsrate (CAGR) von ca. 15% im Zeitraum von 2025 bis 2030. Gleichzeitig strebt die Erste Group eine Eigenkapitalverzinsung (ROTE) von ĂŒber 20 % wĂ€hrend des Prognosezeitraums an. Die finanziellen Ziele stĂŒtzen sich auf nachhaltiges Wachstum im Kredit-, Einlagen- und Asset-Management-GeschĂ€ft, getragen von der starken Wirtschaftsentwicklung in Zentraleuropa. DarĂŒber hinaus setzt die Erste Group auf mögliche Akquisitionen in Polen und der Region, weitere Effizienzgewinne durch ihre GröĂe, ein solides Kreditumfeld sowie eine attraktive KapitalausschĂŒttung mit Dividenden und AktienrĂŒckkĂ€ufen. Den Annahmen liegt ein weiterhin positives Zinsumfeld zugrunde. Zudem wird von einer weitgehend stabilen geopolitischen Lage ĂŒber den gesamten Prognosezeitraum sowie von unverĂ€nderten Rahmenbedingungen bei Bankenabgaben, regulatorischen Anforderungen und der allgemeinen Steuerbelastung ausgegangen. Ăber die Erste Group Die Erste Group ist die fĂŒhrende Bankengruppe in Zentraleuropa. Seit ihrer GrĂŒndung als erste österreichische Sparkasse im Jahr 1819 steht sie fĂŒr finanzielle Teilhabe und die Förderung wirtschaftlichen Wohlstands. Heute betreut die Gruppe mehr als 23 Millionen Kund:innen in acht KernmĂ€rkten: Kroatien, Ăsterreich, Polen, RumĂ€nien, Serbien, Slowakei, Tschechien und Ungarn. Die Erste Group bietet Privat?, Firmen? und institutionellen Kund:innen ein breites Spektrum an Bank? und Finanzdienstleistungen â von Retail? und Private Banking ĂŒber Corporate und Transaction Banking bis hin zur Vermögensverwaltung. Dabei kombiniert die Erste Group digitale Innovationen mit einem starken Filialnetz. Im ersten Halbjahr 2026 erzielte die Gruppe einen Nettogewinn von 2,0 Milliarden Euro. Die CET1?Quote lag bei 15,2 %. Mehr als 55.000 Mitarbeiter:innen tragen zum Erfolg der Gruppe bei. Die Bilanzsumme lag bei 461,1 Milliarden Euro. Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.erstegroup.com   Zusatzmaterial zur Meldung: Datei: Peter Bosek_c Pavel Becker Datei: Stefan Dörler_c Pavel Becker 30.07.2026 CET/CEST Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht, ĂŒbermittelt durch EQS Group Originalinhalt anzeigen: EQS News |
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