Etwa 60 Filialen von MĂ€c Geiz schlieĂen, 123 bleiben
Veröffentlicht am: 06.11.2026 um 12:28 Uhr | dpa, AD HOC NEWS123 Standorte seien gesichert, wie das Unternehmen mitteilte. Rund 60 der zuvor noch mehr als 180 Filialen von MÀc Geiz werden den Angaben zufolge im Zuge des laufenden Insolvenzverfahrens geschlossen. Eine Liste der betroffenen GeschÀfte wurde nicht veröffentlicht.
Das Dienstleistungs- und Logistikzentrum am Firmensitz in Landsberg in Sachsen-Anhalt bleibt laut Mitteilung bestehen. 850 ArbeitsplĂ€tze könnten erhalten werden, hieĂ es. Wie viele Menschen ihren Job verlieren, wurde auf Nachfrage nicht genannt. Im FrĂŒhjahr hatte die Handelskette nach eigenen Angaben noch knapp 1.200 BeschĂ€ftigte.
"Wir sind von unserem GeschĂ€ftsmodell ĂŒberzeugt"
Voraussichtlich im Dezember werden die GlĂ€ubiger dem Unternehmen zufolge beim zustĂ€ndigen Amtsgericht Halle (Saale) ĂŒber den Sanierungsplan fĂŒr MĂ€c Geiz abstimmen. Der soll die Grundlage dafĂŒr schaffen, die Gesellschaft zu entschulden und wirtschaftlich solide aufzustellen.
"Wir sind von unserem GeschĂ€ftsmodell ĂŒberzeugt und freuen uns, unseren Kundinnen und Kunden auch kĂŒnftig an vielen Standorten unsere Produktpalette anbieten zu können", sagte RĂŒdiger Grommes, GeschĂ€ftsfĂŒhrer von MĂ€c Geiz. Der Discounter will kĂŒnftig unter anderem mit neuen Produkten und erweiterten Sortimentsbereichen punkten.
Die MĂ€c Geiz Handelsgesellschaft mbH hatte im Mai einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt. Der Discounter begrĂŒndete dies mit der anhaltenden KaufzurĂŒckhaltung. Angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Lage sei es erforderlich, sich grundlegend neu aufzustellen, hieĂ es.
Auch Kodi schloss zahlreiche Filialen
MĂ€c Geiz verkauft Produkte des tĂ€glichen Bedarfs wie Haushaltswaren und Drogerieartikel sowie Schreibwaren. Die Kette konkurriert unter anderem mit HĂ€ndlern wie Action, Tedi und Woolworth. Die Filialen befinden sich ĂŒberwiegend in Ostdeutschland.
MĂ€c Geiz wechselte zu Beginn des Jahres den Besitzer. Die Kodi Beteiligungs GmbH, zu der auch der Discounter Kodi gehört, ĂŒbernahm die Kette. Kodi stellte im Juli dieses Jahres ebenfalls einen Insolvenzantrag. Anfang Oktober wurde bekannt, dass 43 Filialen schlieĂen. Etwa 100 werden den Angaben zufolge weiterbetrieben.
