Evonik kritisiert BASF-Angebot: 'Merkwürdiger Zeitpunkt'
Veröffentlicht am: 03.11.2026 um 10:05 Uhr | dpa, AD HOC NEWS"Das Sondierungsangebot von BASF kam (...) sehr überraschend für uns und zu einem wirklich merkwürdigen Zeitpunkt. Nämlich genau, nachdem wir melden mussten, dass unser langjähriger Vorstandschef Christian Kullmann krankheitsbedingt vorübergehend ausfallen wird", sagte Finanzvorstand Michael Rauch in einem Video auf dem Netzwerkportal Linkedin. Eine Übersetzung des auf Englisch gehaltenen Statements wurde Journalisten von Evonik zur Verfügung gestellt.
Rauch betonte, dass Evonik "ein starkes Unternehmen, ein weltweit führender Anbieter in der Spezialchemie" sei. Dass man damit für andere Unternehmen interessant sei, sei gut nachvollziehbar. "Genauso klar möchte ich aber sagen: Evonik ist groß genug, Evonik ist stark und wir machen Evonik gerade noch stärker. Unser Portfolio wird nach den Maßnahmen, die wir derzeit umsetzen, noch mal viel attraktiver sein."
Evonik hatte vergangene Woche mitgeteilt, dass man auf der Basis der bis dahin vorliegenden Informationen nicht mit der BASF über eine Übernahme verhandele. "Der Vorstand bleibt auf die strategische Ausrichtung und Weiterentwicklung von Evonik als eigenständiges Unternehmen fokussiert", hieß es in einer Mitteilung. Das Unternehmen signalisierte gleichzeitig die "Bereitschaft zu einem rein informativen und vertraulichen Austausch mit der BASF" über die Positionen der beiden Unternehmen.
