Ferrari, NL0011585146

Ferrari-Aktie hebt nach starkem Quartal Jahresprognose an

Veröffentlicht am: 04.11.2026 um 11:31 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Ferrari steigert im dritten Quartal Umsatz und Gewinn. Starke Personalisierungen und ein höherwertiger Produktmix tragen zur erneuten Prognoseanhebung bei.

Ferrari steigert Gewinn und Ausblick

  • Ferrari erhöhte im dritten Quartal Umsatz, EBIT, EBITDA und Nettogewinn trotz eines laufenden Modellwechsels.
  • Personalisierungen und der Produktmix mit dem F80 stützten die Profitabilität.
  • Der Auftragsbestand reicht laut Vorstand bis 2028, zudem sind zwei weitere Markteinführungen im laufenden Jahr vorgesehen.
Ferrari, NL0011585146, Illustration mit AI erstellt.

Ferrari hat am Dienstag, 3. November 2026, für das dritte Quartal höhere Erlöse und Gewinne gemeldet und den Ausblick für das Gesamtjahr erneut angehoben. Der Sportwagenhersteller begründet die Entwicklung vor allem mit einem stärkeren Produktmix, dem Hochlauf des F80 und einer höheren Nachfrage nach individuellen Ausstattungen. Die Ferrari-Mitteilung bezieht sich auf vorläufige, ungeprüfte Ergebnisse für das am 30. September 2026 beendete Quartal.

Höhere Erlöse trotz Modellwechsel

Der Umsatz stieg im dritten Quartal um 7 Prozent auf 1,896 Milliarden Euro, währungsbereinigt um 10 Prozent. Auf Autos und Ersatzteile entfielen 1,586 Milliarden Euro, ebenfalls 7 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Ferrari lieferte 3.368 Fahrzeuge aus, während der Konzern die geplante Umstellung seiner Modellpalette fortsetzte.

Das EBIT erhöhte sich um 12 Prozent auf 563 Millionen Euro. Die operative Marge lag bei 29,7 Prozent. Das EBITDA wuchs ebenfalls um 12 Prozent auf 753 Millionen Euro und erreichte eine Marge von 39,7 Prozent. Ferrari verwies dabei auf den positiven Produktmix, insbesondere durch den F80, sowie auf höhere Erlöse aus Personalisierungen. Höhere Abschreibungen wegen des Produktionsstarts neuer Modelle und gestiegene Marketingaufwendungen wirkten dämpfend.

Prognose steigt zum zweiten Mal

Für 2026 erwartet Ferrari nun einen Umsatz von rund 7,65 Milliarden Euro nach zuvor rund 7,60 Milliarden Euro. Das bereinigte EBITDA soll mindestens 3,00 Milliarden Euro erreichen, verglichen mit mindestens 2,97 Milliarden Euro zuvor. Die Prognose für das bereinigte EBIT steigt von mindestens 2,26 Milliarden auf mindestens 2,285 Milliarden Euro.

Auch beim bereinigten verwässerten Ergebnis je Aktie hob Ferrari das Ziel an: von mindestens 9,68 Euro auf mindestens 9,85 Euro. Der industrielle freie Cashflow soll bis zu 1,65 Milliarden Euro erreichen, nach mindestens 1,55 Milliarden Euro in der vorherigen Prognose. Als Grundlage nannte das Unternehmen stärker als erwartete Personalisierungen, geringere Belastungen durch Wechselkurseffekte und den zweiten Platz in der Formel-1-Wertung. Ferrari hebt den Ausblick damit zum zweiten Mal in Folge an.

Auftragsbestand reicht bis 2028

Der Nettogewinn stieg im Quartal auf 431 Millionen Euro. Das verwässerte Ergebnis je Aktie erhöhte sich auf 2,44 Euro nach 2,14 Euro im Vorjahreszeitraum. Der industrielle freie Cashflow lag im Quartal bei 567 Millionen Euro. Vorstandschef Benedetto Vigna erklärte, der Auftragsbestand reiche bis 2028; zudem stünden im laufenden Jahr noch zwei weitere Markteinführungen an.

Der Realtime-Kurs der Ferrari-Aktie lag am Mittwoch, 4. November 2026, um 11:19 Uhr bei Lang & Schwarz bei 368,13 Euro.

Ferrari N.V. im Überblick

  • Unternehmen: Ferrari N.V.
  • ISIN: NL0011585146
  • Ticker: RACE
  • Quartalsumsatz: 1,896 Milliarden Euro im dritten Quartal 2026
  • EBITDA: 753 Millionen Euro im dritten Quartal 2026
  • Realtime-Kurs: 368,13 Euro bei Lang & Schwarz am 4. November 2026 um 11:19 Uhr

Das Marktumfeld an der italienischen Börse lässt sich über den FTSE MIB verfolgen.

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