Freeport-McMoRan-Aktie: Grasberg treibt Ausblick trotz KĂŒrzungen
Veröffentlicht am: 03.11.2026 um 13:31 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael MĂŒller, Chefredakteur AD HOC NEWSGrasberg bleibt zentraler Wachstumstreiber
- Freeport-McMoRan steigerte den Nettogewinn im dritten Quartal deutlich und ĂŒbertraf beim bereinigten Ergebnis die Vorjahresbasis.
- Der Konzern senkte die Kupferabsatzprognosen fĂŒr 2026 und 2027 wegen operativer Herausforderungen in den USA und Chile.
- FĂŒr Grasberg erwartet das Management bis Ende 2027 eine AnnĂ€herung an die volle KapazitĂ€t.
Freeport-McMoRan hat am 27. Oktober Ergebnisse fĂŒr das dritte Quartal 2026 vorgelegt. Der Bergbaukonzern steigerte den den StammaktionĂ€ren zurechenbaren Nettogewinn auf 1,174 Milliarden US-Dollar nach 674 Millionen US-Dollar im Vorjahresquartal. Der Umsatz erhöhte sich auf 7,546 Milliarden US-Dollar nach 6,972 Milliarden US-Dollar. Die Zahlen stammen aus der von MarketScreener veröffentlichten Ergebnisvorlage.
Gewinn steigt trotz geringerer Kupfermengen
Das verwĂ€sserte Ergebnis je Aktie lag bei 0,81 US-Dollar nach 0,46 US-Dollar im dritten Quartal 2025. Bereinigt um Nachsteuerbelastungen von 101 Millionen US-Dollar, die ĂŒberwiegend mit Stillstands- und Wiederherstellungskosten nach dem Vorfall in der Grasberg-Region zusammenhingen, erzielte Freeport-McMoRan 0,88 US-Dollar je Aktie.
Die operative Entwicklung blieb uneinheitlich. Die Kupferproduktion sank auf 832 Millionen Pfund nach 912 Millionen Pfund im Vorjahreszeitraum. Der Kupferabsatz ging auf 749 Millionen Pfund von 977 Millionen Pfund zurĂŒck. Niedrigere Betriebsraten bei PT Freeport Indonesia wĂ€hrend des Hochlaufs der Grasberg Block Cave und der Zeitpunkt von Lieferungen belasteten die Mengen. Höhere realisierte Metallpreise stĂŒtzten dagegen die Ergebnisentwicklung: Der durchschnittliche Kupferpreis lag bei 6,54 US-Dollar je Pfund nach 4,68 US-Dollar.
Grasberg soll 2027 deutlich wachsen
Im Grasberg-Mineralienbezirk erreichte der Durchsatz im dritten Quartal durchschnittlich 141.000 Tonnen Erz pro Tag und damit 67 Prozent der KapazitĂ€t. Freeport-McMoRan erwartet, Mitte 2027 rund 80 Prozent der KapazitĂ€t zu erreichen und sich bis zum Jahresende 2027 der vollen KapazitĂ€t anzunĂ€hern. Die Modernisierung des Materialtransports soll Anfang 2027 abgeschlossen werden. Zudem laufen Vorbereitungen fĂŒr den Neustart von Produktionsblock 1S bis Mitte 2027.
Der Hochlauf bleibt fĂŒr die Aktie ein zentraler operativer Treiber, erhöht aber zugleich die Bedeutung von AusfĂŒhrungsrisiken. Freeport-McMoRan rechnet bis zur Normalisierung der Anlagen mit einer höheren Differenz zwischen Produktion und Absatz, weil BestĂ€nde in den indonesischen Schmelzbetrieben zurĂŒckgehalten werden.
Kupferausblick fÀllt niedriger aus
FĂŒr 2026 erwartet der Konzern nun einen konsolidierten Kupferabsatz von rund 3,0 Milliarden Pfund. Im vierten Quartal sollen 875 Millionen Pfund Kupfer, 300.000 Unzen Gold und 22 Millionen Pfund MolybdĂ€n verkauft werden. Das Unternehmen erwartet damit beim Kupfer den stĂ€rksten Absatz des Jahres.
Gleichzeitig wurde die Kupferabsatzprognose fĂŒr 2026 um rund 2 Prozent und fĂŒr 2027 um rund 2,5 Prozent reduziert. Als GrĂŒnde nannte das Management niedrigere Produktion in den USA und Chile sowie aktualisierte AbbauplĂ€ne. Die Prognose fĂŒr 2028 blieb unverĂ€ndert. FĂŒr 2026 rechnet Freeport-McMoRan mit operativem Cashflow von 8,5 Milliarden US-Dollar und Investitionen von 4,4 Milliarden US-Dollar, jeweils unter den im Bericht genannten Preisannahmen.
Der Realtime-Kurs der Freeport-McMoRan-Aktie lag am Dienstag, 3. November 2026, um 13:30 Uhr bei Lang & Schwarz bei 54,81 Euro. Den Realtime-Kurs der Freeport-McMoRan-Aktie können Anleger separat verfolgen.
Freeport-McMoRan im Ăberblick
- Unternehmen: Freeport-McMoRan Inc.
- ISIN: US35671D8570
- WKN: 896476
- Ticker: FCX
- Heimatbörse: New York Stock Exchange
- Lang & Schwarz, 3. November 2026, 13:30 Uhr: 54,81 Euro
FĂŒr das US-Marktumfeld bietet der S&P 500 den passenden Ăberblick.
