GSK, GB00BN7SWP63

GSK-Aktie: Specialty Medicines treiben Wachstum im dritten Quartal

Veröffentlicht am: 05.11.2026 um 11:33 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Die GSK-Aktie bleibt nach starken Quartalszahlen im Anlegerfokus. Specialty Medicines wachsen kräftig, während das Impfstoffgeschäft den Konzern bremst.

Wachstum und Ausblick

  • Specialty Medicines waren im dritten Quartal der wichtigste Wachstumstreiber von GSK.
  • Das Impfstoffgeschäft blieb hinter der Entwicklung der Spezialmedikamente zurück.
  • GSK will die Entwicklungspipeline beschleunigen und 2026 insgesamt 22 Phase-III-Studien starten.
GSK, GB00BN7SWP63, Illustration mit AI erstellt.

GSK hat im dritten Quartal 2026 vor allem mit seinen Spezialmedikamenten zugelegt. Der britische Pharmakonzern meldete am 28. Oktober einen währungsbereinigten Umsatzanstieg von 5 Prozent auf 8,9 Milliarden Pfund. Die vollständigen Quartalsangaben veröffentlichte GSK in London.

Der Realtime-Kurs der GSK-Aktie lag am Donnerstag, 5. November 2026, um 11:31 Uhr bei Lang & Schwarz bei 22,49 Euro, 0,79 Prozent unter dem Xetra-Schlusskurs vom Mittwoch, 4. November.

Spezialmedikamente treiben den Konzern

Die Specialty Medicines erzielten im Quartal einen Umsatz von 3,9 Milliarden Pfund und wuchsen währungsbereinigt um 15 Prozent. Das HIV-Geschäft legte um 10 Prozent auf 2,1 Milliarden Pfund zu. Der Bereich Respiratory, Immunology & Inflammation stieg um 21 Prozent auf 1,1 Milliarden Pfund, während die Onkologie um 23 Prozent auf 0,6 Milliarden Pfund wuchs.

Bei den einzelnen Produkten entwickelte sich Cabenuva besonders dynamisch. Auch Nucala, Trelegy und neue Onkologieprodukte trugen zum Wachstum bei. GSK verwies zudem auf neue Zulassungen für Hibsago, Jemperli und Jideytro sowie auf Fortschritte bei weiteren Medikamentenkandidaten.

Impfstoffe bleiben der Schwachpunkt

Das Impfstoffgeschäft ging währungsbereinigt um 2 Prozent auf 2,6 Milliarden Pfund zurück. Der Umsatz mit Shingrix sank um 5 Prozent auf 0,8 Milliarden Pfund, Arexvy fiel um 24 Prozent auf 0,2 Milliarden Pfund. Dagegen wuchs das Meningitis-Impfstoffgeschäft um 12 Prozent auf 0,6 Milliarden Pfund. Die General Medicines blieben mit 2,4 Milliarden Pfund stabil.

Das bereinigte operative Ergebnis stieg um 5 Prozent auf 3,076 Milliarden Pfund, der bereinigte Gewinn je Aktie erhöhte sich um 1 Prozent auf 54,6 Pence. Das berichtete operative Ergebnis sank dagegen um 16 Prozent. GSK begründete dies unter anderem mit Restrukturierungsaufwendungen von 328 Millionen Pfund im Zusammenhang mit dem Accelerate-Growth-Programm.

Ausblick bleibt unverändert

GSK bestätigte die Prognose für 2026. Der Umsatz soll zu konstanten Wechselkursen um 3 bis 5 Prozent wachsen, das bereinigte operative Ergebnis und der bereinigte Gewinn je Aktie jeweils um 7 bis 9 Prozent. Beim Umsatz und beim bereinigten operativen Ergebnis erwartet der Konzern die obere Hälfte der jeweiligen Spanne, beim bereinigten Gewinn je Aktie die untere Hälfte.

Für Specialty Medicines stellt GSK ein Wachstum im niedrigen zweistelligen Prozentbereich in Aussicht. Das Impfstoffgeschäft soll weitgehend stabil bleiben oder im niedrigen einstelligen Prozentbereich wachsen. Bei General Medicines rechnet der Konzern mit einem Rückgang im mittleren bis niedrigen einstelligen Prozentbereich.

Parallel beschleunigt GSK die Forschung. Bis zum Jahresende sollen 22 Phase-III-Studien gestartet werden, 18 davon waren zum Quartalsbericht bereits angelaufen. Das Unternehmen erwartet zudem für 2026 einen operativen Cashflow von rund 10 Milliarden Pfund und hält an seinem Umsatzziel von mehr als 40 Milliarden Pfund für 2031 fest.

GSK plc im Überblick

  • ISIN: GB00BN7SWP63
  • WKN: A3DMB5
  • Handelsplatz: Lang & Schwarz
  • Kurs: 22,49 Euro am 5. November 2026 um 11:31 Uhr
  • Veränderung: 0,79 Prozent unter dem Xetra-Schluss vom 4. November 2026
  • Xetra-Schluss: 22,67 Euro am 4. November 2026
  • 52-Wochen-Spanne: 19,955 bis 26,14 Euro
  • Börsenwert: 97,39 Milliarden Euro
  • Zugehöriger Index: FTSE 100

Das britische Marktumfeld lässt sich im FTSE 100 verfolgen.

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