Honeywell, US4385162056

Honeywell-Aktie profitiert von angehobener Jahresprognose

Veröffentlicht am: 06.11.2026 um 13:01 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Honeywell-Aktie steht nach einem starken dritten Quartal im Fokus. Der Konzern erhöhte den Ausblick für Umsatz, Gewinn und freien Cashflow.

Honeywell hebt Ausblick nach Quartal an

  • Der Umsatz stieg im dritten Quartal organisch um 7 Prozent, während die bereinigte Ergebniskennzahl je Aktie um 34 Prozent zulegte.
  • Die Jahresprognose für den bereinigten Gewinn je Aktie wurde auf 8,40 bis 8,45 US-Dollar angehoben.
  • Building Automation und Process Automation and Technology wuchsen organisch, während Industrials Automation von Abspaltungen belastet blieb.
Honeywell, US4385162056, Illustration mit AI erstellt.

Honeywell Technologies hat am 22. Oktober 2026 die Zahlen für das dritte Quartal vorgelegt und den Ausblick für das Gesamtjahr erhöht. Der Konzern meldete 4,994 Milliarden US-Dollar Umsatz, ein Plus von 1 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Organisch legten die Erlöse um 7 Prozent zu. Die vollständige Mitteilung des Unternehmens ist im Investor-Relations-Bericht veröffentlicht.

Organisches Wachstum trägt Ergebnisse

Das operative Ergebnis stieg um 79 Prozent auf 740 Millionen US-Dollar. Die operative Marge erhöhte sich von 8,4 auf 14,8 Prozent. Das Segmentergebnis wuchs um 23 Prozent auf 1,062 Milliarden US-Dollar, die Segmentmarge verbesserte sich um 370 Basispunkte auf 21,3 Prozent.

Beim verwässerten Ergebnis je Aktie aus fortgeführten Aktivitäten meldete Honeywell 2,40 US-Dollar nach 2,99 US-Dollar im Vorjahr. Der Rückgang hängt laut Unternehmen vor allem mit einem einmaligen Gewinn aus der Beendigung der Resideo-Vereinbarung im Vorjahr zusammen. Bereinigt stieg das Ergebnis je Aktie dagegen um 34 Prozent auf 2,27 US-Dollar nach 1,70 US-Dollar.

Der freie Cashflow erhöhte sich um 15 Prozent auf 688 Millionen US-Dollar. Der operative Cashflow aus fortgeführten Aktivitäten sank zugleich um 74 Prozent auf 607 Millionen US-Dollar, weil im Vorjahreszeitraum ein einmaliger Zahlungseffekt im Zusammenhang mit Resideo enthalten war.

Prognose steigt für 2026

Honeywell erwartet für 2026 nun einen Umsatz von 20,0 bis 20,1 Milliarden US-Dollar nach zuvor 19,8 bis 20,0 Milliarden US-Dollar. Das Ziel für das organische Umsatzwachstum wurde von 3 bis 4 Prozent auf 4 bis 5 Prozent angehoben. Die Segmentmarge soll bei etwa 20,5 Prozent liegen.

Beim bereinigten Gewinn je Aktie erhöhte das Management die Spanne von 8,05 bis 8,35 US-Dollar auf 8,40 bis 8,45 US-Dollar. Der Mittelpunkt der Prognose steigt damit um 0,23 US-Dollar. Für den freien Cashflow rechnet Honeywell jetzt mit rund 2,1 Milliarden US-Dollar nach zuvor rund 2,0 Milliarden US-Dollar. Im vierten Quartal soll das organische Wachstum 5 bis 6 Prozent erreichen.

Segmente liefern unterschiedliches Bild

Building Automation steigerte den Umsatz um 8 Prozent auf 2,020 Milliarden US-Dollar und erhöhte den Segmentgewinn um 9 Prozent. Process Automation and Technology wuchs um 16 Prozent auf 1,859 Milliarden US-Dollar; organisch lag das Wachstum bei 8 Prozent. Die Marge sank dort wegen des Projektmixes und der Verwässerung durch die Übernahme des Catalyst-Technologies-Geschäfts um 210 Basispunkte.

Industrial Automation kam auf 1,115 Milliarden US-Dollar Umsatz nach 1,450 Milliarden US-Dollar im Vorjahr. Der Rückgang wurde durch Veräußerungen geprägt; organisch wuchs das Segment um 4 Prozent. Verzögerungen bei der Einführung von Zählern im Versorgungsbereich bremsten das Produktgeschäft.

Der Realtime-Kurs der Honeywell-Aktie lag am Freitag, 6. November 2026, um 12:50 Uhr bei Lang & Schwarz bei 191,29 Euro.

Honeywell Technologies im Überblick

  • Unternehmen: Honeywell Technologies
  • ISIN: US4385162056
  • Ticker: HON
  • Heimatbörse: Nasdaq
  • Kurs: 191,29 Euro bei Lang & Schwarz am 6. November 2026 um 12:50 Uhr

Für Anleger stehen nun die Umsetzung des angehobenen organischen Wachstumsziels, die Stabilisierung der Margen im Process-Automation-Geschäft und die Cashflow-Entwicklung im Mittelpunkt. Die Prognose basiert auf bereinigten Kennzahlen, die wegen Einmaleffekten und laufender Abspaltungen nicht direkt mit allen GAAP-Größen vergleichbar sind.

Das US-Marktumfeld lässt sich über den S&P 500 einordnen.

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