Pressemitteilung, Kooperation

vbw Pressemitteilung zur Kooperation Versorgungssicherheit fĂŒr Bayern: ZuverlĂ€ssige und bezahlbare Energieversorgung hat ĂŒberragende Bedeutung

28.03.2025 - 12:37:59 | dgap.de

ibw – Informationszentrale der Bayerischen Wirtschaft e. V.

Emittent / Herausgeber: ibw – Informationszentrale der Bayerischen Wirtschaft e. V. / Schlagwort(e): Sonstiges/Sonstiges


28.03.2025 / 12:37 CET/CEST
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ZuverlĂ€ssige und bezahlbare Energieversorgung hat ĂŒberragende Bedeutung
Brossardt: „Ausbau der erneuerbaren Energien und Netze bleibt Daueraufgabe“

(MĂŒnchen, 28.03.2025). Auf einer Kooperationsveranstaltung mit dem grĂ¶ĂŸten Übertragungsnetzbetreiber in Deutschland, TenneT, hat die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. auf die ĂŒberragende Bedeutung einer zuverlĂ€ssigen und bezahlbaren Energieversorgung fĂŒr den Wirtschaftsstandort Bayern hingewiesen. „Nur wenn diese gesichert ist, bleiben wir auch in Zukunft ein starker Industriestandort. Daran hĂ€ngen Wohlstand und ArbeitsplĂ€tze. Unser aktuelles Energiewendemonitoring kommt aber zu einem ernĂŒchternden Ergebnis: Zwar rangiert Deutschland nach wie vor unter den LĂ€ndern mit den geringsten Stromausfallzeiten, beim Ausbau der Netze bleibt der RĂŒckstand aber groß. Die im letzten Jahr erzielten Fortschritte reichen bei weitem nicht aus“, erklĂ€rte vbw HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer Bertram Brossardt.

Die Folgen fĂŒr die System- und Versorgungssicherheit des Freistaats zeigen sich insbesondere bei den PhĂ€nomenen „Hellbrisen“ und „Dunkelflauten“. „Unsere Unternehmen geraten unter Druck, wenn die Solar- und Windeinspeisung zu hoch ist. Das kann zu NetzĂŒberlastungen und Spannungsschwankungen fĂŒhren. Statistisch nicht erfasst werden kurze StromausfĂ€lle von weniger als drei Minuten, von denen viele Betriebe immer mehr registrieren. Das ist insbesondere fĂŒr die Elektronik in modernen Produktionsanlagen ein nicht zu unterschĂ€tzendes Problem. Im umgekehrten Fall muss teurer Strom aus dem Ausland zugekauft werden, weil wir weder grundlastfĂ€hige Alternativen noch Speicher oder passende Backup-KapazitĂ€ten haben. Diese Probleme mĂŒssen wir dringend lösen. Alarmierend ist, dass immer mehr Betriebe auch aufgrund des Versorgungsrisikos zukĂŒnftige Investitionen nicht mehr im Freistaat planen“, betonte Brossardt.

Um der fortschreitenden Deindustrialisierung etwas entgegenzusetzen, fordert die vbw von der kĂŒnftigen Bundesregierung noch grĂ¶ĂŸeres Engagement fĂŒr eine bezahlbare Versorgung mit Energie. „Wir brauchen dafĂŒr erstens einen beschleunigten Ausbau aller erneuerbarer Energien und Netze. Hier stehen klar die großen Übertragungsleitungen aus dem Norden im Fokus, sind sie doch das beste Mittel gegen die drohende Strompreiszonenteilung. Diese gilt es unbedingt zu vermeiden“, erklĂ€rte Brossardt und fĂŒgte hinzu: „Zweitens muss die neue Bundesregierung die Energiekosten fĂŒr die Wirtschaft zĂŒgig senken. Im Vergleich mit unserer internationalen Konkurrenz haben wir einen eklatanten Wettbewerbsnachteil. Die angedachte Deckelung der Netzentgelte kann nur ein erster Schritt sein, die Schaffung eines BrĂŒckenstrompreises fĂŒr energieintensive Unternehmen bleibt zwingend erforderlich.“

Abschließend forderte die vbw fĂŒr eine sichere Stromversorgung bis 2030 ausreichende Backup-KapazitĂ€ten. „Die Lösung sind mehr Gaskraftwerke, die vorĂŒbergehende SchwĂ€cheperioden kompensieren können. In Zukunft mĂŒssen diese Gaskraftwerke dann schrittweise auf Wasserstoff umgestellt werden. Eile ist geboten und wir mĂŒssen jetzt handeln“, so Brossardt.

Kontakt: Tobias Rademacher, Tel. 089-551 78-399, E-Mail: tobias.rademacher@ibw-bayern.de
 


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