ING Groep-Aktie: Q3-Gewinn steigt, 1,9 Milliarden Euro Rückgabe
Veröffentlicht am: 04.11.2026 um 12:18 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWSQuartalszahlen und Kapitalpolitik im Fokus
- ING steigerte den Nettogewinn im dritten Quartal und meldete weiteres Kunden- sowie Gebührenwachstum.
- Die Bank will ihre Kapitalbasis effizient einsetzen und Wholesale Banking vereinfachen.
- Für 2026 hält das Management an seinem Ausblick fest; ein Strategietag ist für Juni 2027 geplant.
ING hat im dritten Quartal 2026 trotz eines anspruchsvollen Marktumfelds das Geschäft ausgeweitet. Der Nettogewinn stieg im Jahresvergleich um 3,5 Prozent auf 1,85 Milliarden Euro. Zugleich kündigte die niederländische Bank am 29. Oktober eine weitere Kapitalrückgabe von 1,9 Milliarden Euro an. Das geht aus der ING-Mitteilung zum dritten Quartal hervor.
Der Realtime-Kurs der ING Groep-Aktie lag am Mittwoch, 4. November 2026, um 12:11 Uhr bei Lang & Schwarz bei 28,95 Euro, 4,21 Prozent über dem Xetra-Schlusskurs vom Dienstag, 3. November.
Gewinn und Kundenbasis legen zu
Der Gewinn vor Steuern erhöhte sich um 5,7 Prozent auf 2,705 Milliarden Euro. Die Gebühreneinnahmen wuchsen um 9,3 Prozent auf 1,273 Milliarden Euro, während die Gesamterträge um 5,6 Prozent zulegten. Die Zahl der mobilen Hauptkunden nahm im Quartal um 259.000 zu. ING verwies auf starke Beiträge aus Deutschland, den Niederlanden und Rumänien.
Im Privatkundengeschäft stieg das Kreditvolumen um 8,5 Milliarden Euro beziehungsweise auf annualisierter Basis um 6 Prozent. Das Hypothekenportfolio legte um 6,9 Milliarden Euro zu. Im Wholesale Banking wuchs das Kreditgeschäft um 2,5 Milliarden Euro, die Einlagen erhöhten sich um 9,4 Milliarden Euro. Die Bank will diesen Bereich strategisch vereinfachen, um Kunden den Zugang zu ihren Leistungen zu erleichtern.
Kapital bleibt zentraler Anlegerfaktor
Die Kapitalquote CET1 lag zum Quartalsende bei 13,3 Prozent. Zwei Transaktionen zur Übertragung von Kreditrisiken reduzierten die risikogewichteten Aktiva um insgesamt 3,0 Milliarden Euro. Nach Abschluss des im April gestarteten Rückkaufprogramms kündigte ING ein neues Paket an: Davon entfallen 1,65 Milliarden Euro auf einen Aktienrückkauf, weitere 250 Millionen Euro sollen im Januar 2027 in bar ausgeschüttet werden.
Die Eigenkapitalrendite auf Sachanlagen betrug 16,3 Prozent; der gleitende Durchschnitt von vier Quartalen erreichte 14,8 Prozent. Vorstandschef Steven van Rijswijk sprach von anhaltendem Kundenwachstum und sieht die Bank auf Kurs, den Ausblick für 2026 zu erreichen. Die Kapitalmaßnahmen sollen aus bereits außerhalb der CET1-Quote zurückbehaltenen Ergebnissen finanziert werden.
Ausblick bleibt unverändert
ING bestätigte die Ziele für 2026. Die Bank erwartet weiterhin Gesamterträge von mehr als 24,5 Milliarden Euro, ein Kostenvolumen von 12,6 bis 12,8 Milliarden Euro und eine Eigenkapitalrendite auf Sachanlagen von mehr als 15 Prozent. Die kommerziellen Nettozinserträge sollen zwischen 16,8 und 17,0 Milliarden Euro liegen. Für Anleger bleibt damit entscheidend, ob das Gebührenwachstum die Auswirkungen des Zinsumfelds und mögliche höhere Risikokosten ausgleichen kann.
Der bestätigte Ausblick und die zusätzliche Kapitalrückgabe stützen die Ertragsperspektive, zugleich bleibt die Aktie von der Entwicklung der Zinsmargen, der Kreditqualität und der europäischen Konjunktur abhängig. Am 14. Juni 2027 will ING auf dem Capital Markets Day die Strategie aktualisieren.
Das niederländische Marktumfeld lässt sich über den AEX-Index verfolgen.
Weitere Realtime-Kurse der ING Groep-Aktie sowie aktuelle Marktinformationen ergänzen die Einordnung.
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ING Groep N.V. im Überblick
- Unternehmen: ING Groep N.V.
- ISIN: NL0011821202
- Xetra-Ticker: INN1
- Handelsplatz: Xetra
- Lang-&-Schwarz-Kurs: 28,95 Euro am 4. November 2026 um 12:11 Uhr
- Tagesvergleich: 4,21 Prozent über dem Xetra-Schlusskurs vom 3. November 2026
- Xetra-Schlusskurs: 27,78 Euro am 3. November 2026
