Markus Hill

www.finanzplatz-frankfurt-main.de: Family Offices, Vermögensverwalter, Sichtbarkeit & Information Overflow – LinkedIn im institutionellen Fondsvertrieb und der Faktor X (INTERVIEW – Susanne Schönefuß)

15.06.2026 - 18:58:23 | dgap.de

Markus Hill

Emittent / Herausgeber: Markus Hill / Schlagwort(e): Fonds/Konferenz
www.finanzplatz-frankfurt-main.de: Family Offices, Vermögensverwalter, Sichtbarkeit & Information Overflow – LinkedIn im institutionellen Fondsvertrieb und der Faktor X (INTERVIEW – Susanne Schönefuß)

15.06.2026 / 18:58 CET/CEST
FĂŒr den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.


FONDSBOUTIQUEN & LINKEDIN: Family Offices, Vermögensverwalter, Sichtbarkeit & Information Overflow ist nicht Vertrauen – LinkedIn im institutionellen Fondsvertrieb und der Faktor X (INTERVIEW – Susanne Schönefuß) LinkedIn hat sich auch im institutionellen Fondsvertrieb vom reinen Karrierenetzwerk zu einem sichtbaren Resonanzraum der Branche entwickelt. Asset Manager, Fondsselektoren, Vermögensverwalter, Family Offices und Berater beobachten dort Themen, Personen und Positionierungen – mal aktiv, oft aber eher leise, aufmerksam und mit professioneller Distanz. Gleichzeitig wĂ€chst der Markt fĂŒr LinkedIn-Dienstleistungen rund um den Fondsvertrieb deutlich. Versprochen werden Sichtbarkeit, Reichweite, digitale Leads und neue Investorenkontakte. Doch nicht alles, was modern klingt, ĂŒberzeugt auch inhaltlich. Gerade Investoren und Fondsselektoren berichten immer wieder von unpassenden Kontaktanfragen, standardisierten Botschaften und BeitrĂ€gen, die eher nach Vertriebsaktionismus als nach fachlicher Substanz wirken. Damit stellt sich eine naheliegende Frage: Ist LinkedIn im institutionellen Umfeld tatsĂ€chlich ein seriöses Instrument fĂŒr Sichtbarkeit, Positionierung und Vertriebsanbahnung – oder wird der Kanal in Teilen ĂŒberschĂ€tzt? Markus Hill spricht mit Susanne Schönefuß, die mehr als 25 Jahre Erfahrung in der Fondsbranche mit digitaler LinkedIn- und KI-Expertise verbindet, ĂŒber Chancen, Grenzen und typische Fehlannahmen. Im Mittelpunkt des GesprĂ€chs steht nicht die Frage, wie man möglichst laut wird, sondern wie digitale Kommunikation im Fondsvertrieb sinnvoll, glaubwĂŒrdig und investorenorientiert eingesetzt werden kann. LinkedIn im institutionellen Kontext Hill: Viele Fondsanbieter fragen sich, ob LinkedIn im institutionellen Umfeld ĂŒberhaupt eine Rolle spielt. Wie ordnen Sie das ein? Schönefuß: LinkedIn ersetzt keine persönlichen Kontakte. Aber es ist inzwischen ein sichtbarer digitaler Treffpunkt der Branche. Vermögensverwalter, Fondsselektoren, Family Offices – sie alle sind dort prĂ€sent. Nicht zwingend mit eigenen BeitrĂ€gen, aber sehr hĂ€ufig als aufmerksame Beobachter. Man sieht, wer sich mit welchen Themen beschĂ€ftigt, welche Diskussionen gefĂŒhrt werden und wer sich in welchem Netzwerk bewegt. Wer Kapital einwerben möchte, muss diesen Raum nicht permanent bespielen – er sollte ihn aber verstehen. Frankfurt & Zagreb: „Digitaler Gedankenaustausch“ – Markus Hill & Susanne SchönefußLinkedIn – Marketing oder Vertrieb? Hill: Viele Fondsanbieter sehen LinkedIn vor allem als Marketing-Kanal. Performanceberichte werden gepostet, Pressemitteilungen geteilt oder Inhalte vom Unternehmensprofil repostet. Warum sollte sich ein Portfoliomanager oder Vertriebsverantwortlicher damit ĂŒberhaupt beschĂ€ftigen? Schönefuß: Weil LinkedIn eben mehr sein kann als Marketing oder PR. Richtig eingesetzt, ist es ein strategisches Vertriebsinstrument. Man kann relevante Zielinvestoren identifizieren, Kontakte systematisch aufbauen und Schritt fĂŒr Schritt einen belastbaren digitalen Erstkontakt herstellen – lange bevor es zu einem persönlichen GesprĂ€ch kommt. Genau darin liegt der Unterschied. Wer LinkedIn nur als Content-BĂŒhne versteht, nutzt das Potenzial des Kanals nur sehr begrenzt. Wer es dagegen als Teil eines strukturierten Vertriebsprozesses begreift, kann deutlich gezielter arbeiten. Warum viele Initiativen scheitern Hill: Gleichzeitig hört man von Investoren, dass sie von LinkedIn-Anfragen eher genervt sind. Schönefuß: Das liegt meist nicht am Kanal selbst, sondern an der Art der Ansprache. Viele Nachrichten wirken wie Massenmails. Andere landen bei Personen, die fĂŒr den betreffenden Fonds gar nicht als Investor infrage kommen. Im Fondsvertrieb geht es aber nicht um schnelle Reichweite, sondern um Vertrauen. Und Vertrauen entsteht nicht durch Standardansprache, sondern durch Relevanz, Timing und mehrere glaubwĂŒrdige AnknĂŒpfungspunkte vor dem ersten GesprĂ€ch. Bevor man jemanden kontaktiert, sollte man sich eine einfache, aber entscheidende Frage stellen: Warum sollte sich genau dieser Investor mit unserem Fonds beschĂ€ftigen? Wer darauf keine gute Antwort hat und einfach drauflos postet oder anschreibt, produziert eher Ablehnung als GesprĂ€chsbereitschaft. Hill: Trotzdem hört man oft den Einwand, LinkedIn bestehe vor allem aus Selbstdarstellung und oberflĂ€chlichen Kommentaren. Ist das nicht ein berechtigter Vorbehalt? Schönefuß: Teilweise schon – aber man darf den eigenen Feed nicht mit einem objektiven Gesamtbild der Branche verwechseln. LinkedIn zeigt verstĂ€rkt Inhalte, mit denen man interagiert. Wer vor allem Gratulationen, Selbstdarstellung oder oberflĂ€chliche BeitrĂ€ge anklickt, bekommt davon mehr. Wer sich dagegen bewusst mit fachlich hochwertigen Inhalten beschĂ€ftigt, trainiert den Algorithmus in eine andere Richtung. Mit der Zeit entsteht so ein individuell kuratierter Fachfeed. Das heißt: Die QualitĂ€t dessen, was man auf LinkedIn wahrnimmt, hĂ€ngt auch stark vom eigenen Nutzungsverhalten ab. Was LinkedIn realistisch leisten kann Hill: Wenn man es nĂŒchtern betrachtet – welchen Beitrag kann LinkedIn dann tatsĂ€chlich leisten? Schönefuß: LinkedIn kann helfen, ein erstes Bild vom Portfoliomanager zu vermitteln und einen Vertrauensraum zu öffnen. Ein Investor schaut nicht nur auf Zahlen, sondern auch darauf, wie die Person denkt, die seine Investition verantwortet. Welche Marktmeinung vertritt sie? Wie argumentiert sie? Welche Themen setzt sie? Welche Haltung zeigt sie in schwierigen Marktphasen? NatĂŒrlich ersetzt das keine Due Diligence. Aber es schafft Orientierung. Und genau das kann gerade in frĂŒhen Phasen eines Kennenlernprozesses sehr wertvoll sein. Zudem kann LinkedIn den Vertrieb dabei unterstĂŒtzen, systematisch neue Kontakte im relevanten Zielinvestorenkreis aufzubauen – nicht als einmalige Aktion, sondern als fortlaufenden Vertriebsprozess. Ein Praxisbeispiel Hill: Können Sie das bitte konkretisieren? Schönefuß: Gern. Eine Privatbank wollte ihre Investorenbasis gezielt verbreitern. Statt wahllos Kontakte aufzubauen, haben wir zunĂ€chst gemeinsam definiert, welche Investorengruppe ĂŒberhaupt realistisch infrage kommt. In diesem Fall lag der Fokus auf Family Offices mit klarer Anlagestruktur und professionellem Due-Diligence-Prozess. Entscheidend war nicht die Zahl der Kontakte, sondern die Passung zwischen Fondsprofil und Investmentlogik der Zielinvestoren. Auf dieser Grundlage wurde das Netzwerk systematisch erweitert. Parallel dazu wurde das persönliche LinkedIn-Profil des Portfoliomanagers geschĂ€rft – nicht werblich, sondern fachlich. ZusĂ€tzlich haben wir die inhaltliche Ausrichtung seiner BeitrĂ€ge begleitet. Ziel war keine Verkaufsrhetorik, sondern eine sachliche, fundierte Einordnung der eigenen InvestmentĂŒberzeugungen. Das Ergebnis waren mehrere hundert relevante Family-Office-Kontakte und eine deutlich höhere Sichtbarkeit im passenden Investorenkreis. Daraus entstanden qualifizierte GesprĂ€che, die ohne diese gezielte Vorarbeit wahrscheinlich nicht zustande gekommen wĂ€ren. Woran seriöse AnsĂ€tze erkennbar sind Hill: Wie erkennen Fondsboutiquen, ob ein digitaler Ansatz seriös ist? Schönefuß: Ein seriöser Ansatz beginnt nicht mit Content-Planung oder Posting-Frequenz, sondern mit der Frage: Wen wollen wir eigentlich erreichen? Im Fondsvertrieb stehen nicht Reichweite oder Interaktionszahlen im Mittelpunkt, sondern Investorenselektion und Produktpassung. Genau dort muss die Arbeit beginnen. Wenn im ersten GesprĂ€ch ĂŒber Impressionen, Likes oder Posting-Rhythmen gesprochen wird, aber nicht ĂŒber Zielinvestoren, Investmentlogik, Vertriebsprozess oder regulatorische Rahmenbedingungen, sollte man genau hinschauen. LinkedIn ist kein Selbstzweck. Es ist ein Instrument im Vertrieb. Technologie – auch KI – kann Prozesse strukturieren und effizienter machen. Sie ersetzt jedoch kein MarktverstĂ€ndnis, keine Erfahrung und kein GespĂŒr fĂŒr die richtige Ansprache. Hill: Hat sich Ihr Blick auf den Fondsvertrieb durch Ihre internationale Arbeit bzw. Ihren Standortwechsel verĂ€ndert? SchönefĂŒĂŸ: Ja, definitiv. Gerade durch meinen Wechsel nach Zagreb und die damit verbundene Fokussierung auf den digitalen Vertrieb habe ich einen sehr klaren Blick auf den Markt gewonnen: Viele Fondsboutiquen scheitern heute nicht an fehlender Sichtbarkeit – sondern an fehlender Vertriebsarchitektur. Der Ortswechsel hat mich im Grunde dazu gezwungen, den Vertrieb komplett neu zu denken – weg von gewachsenen Netzwerken, hin zu einem systematischen, digitalen Ansatz. Und genau daran zeigt sich sehr schnell, wo die eigentlichen EngpĂ€sse liegen. Fazit LinkedIn ist im Fondsvertrieb weder Allheilmittel noch Spielerei. Der Kanal ist auch kein Ersatz fĂŒr persönliche GesprĂ€che, keine AbkĂŒrzung zu Vertrauen und schon gar kein Argument fĂŒr Substanz, wo keine vorhanden ist. FĂŒr Fondsboutiquen mit klarer Positionierung, fachlicher Tiefe und professioneller Vertriebsstrategie kann LinkedIn jedoch ein wirkungsvoller Zugang zu relevanten Investoren sein – vorausgesetzt, Zielgruppe, Ansprache und Prozess sind sauber durchdacht und sinnvoll in den bestehenden Vertrieb integriert. Am Ende entscheiden nicht Follower, Impressionen oder Likes ĂŒber Kapitalaufbau, sondern ProduktqualitĂ€t, GlaubwĂŒrdigkeit und Vertrauen. Vertrauen entsteht im persönlichen GesprĂ€ch. LinkedIn kann aber helfen, genau diese GesprĂ€che gezielt vorzubereiten, besser zu rahmen und systematisch anzubahnen.

Hill: Vielen Dank fĂŒr das GesprĂ€ch.

Link zum Interview mit Susanne Schönefuß auf FONDSBOUTIQUEN.DE Susanne Schönefuß ist Juristin und seit mehr als 25 Jahren in der Fondsbranche tĂ€tig. Sie kennt das GeschĂ€ft aus unterschiedlichen Perspektiven – von der Investorenkommunikation und TreuhandgeschĂ€ftsfĂŒhrung ĂŒber Fondsauflagen bis hin zum institutionellen Vertrieb. Heute unterstĂŒtzt sie Fondsboutiquen mit Substanz und Ambition dabei, ihren Kapitalaufbau digital, beziehungsgetrieben und KI-gestĂŒtzt zu beschleunigen. Sie lebt und arbeitet in Zagreb, Kroatien, und betreut von dort aus Fondsanbieter im deutschsprachigen Raum. Der Wechsel ins Ausland und der damit verbundene Fokus auf digitalen Vertrieb haben ihren Blick auf den Markt zusĂ€tzlich geschĂ€rft: Viele Fondsboutiquen scheitern weniger an fehlender Sichtbarkeit als an einer unzureichend entwickelten Vertriebsarchitektur. Susanne Schönefuß Welche Themen aus Zagreb könnten auf LinkedIn zusĂ€tzlich interessant sein und im Zusammenhang mit dem Interview stehen? Die Wachstumsphase zwischen 20 und 80 Mio. AUM Warum viele Fonds genau hier ins Stocken geraten – und welche Rolle strukturierter Vertrieb dabei spielt. Distribution im Wettbewerb um Aufmerksamkeit Weshalb neue Fonds selten gegen andere Anbieter antreten, sondern gegen bestehende Allokationen und gewachsene Beziehungen. LinkedIn im Fondsvertrieb – Erwartung und RealitĂ€t Welche Rolle der Kanal tatsĂ€chlich spielen kann – und warum nachhaltiger Erfolg selten kurzfristig sichtbar wird. Dialog & Information: FINANZPLATZ FRANKFURT AM MAIN auf LINKEDIN – KANAL FINANZPLATZ FRANKFURT AM MAIN auf LINKEDIN – GRUPPE FONDSBOUTIQUEN auf LINKEDIN – KANAL FONDSBOUTIQUEN & DACH-REGION: Finanzplatz Frankfurt & Value Investing, Rohstoffe, Endowment-Ansatz „Austria“, Swiss Value Day & Natural Resources Day (INTERVIEW – Alex J. Rauchenstein, SIA Asset Management) „Gemeinsam werden wir aktuelle Entwicklungen an den KapitalmĂ€rkten und die Perspektiven des Value Investing beleuchten“ Value Investing galt lange Zeit als anstrengende Disziplin in einem Marktumfeld, das stark von Wachstumstiteln, LiquiditĂ€t und kurzfristigen Modethemen geprĂ€gt war. Inzwischen rĂŒcken Substanz, Bewertungsdisziplin und reale Vermögenswerte wieder stĂ€rker in den Fokus vieler Investoren. Beim Fondskongress in Mannheim zeigte sich nach EinschĂ€tzung von Alex Rauchenstein (SIA Asset Management) erneut ein wachsendes Interesse an Value-Strategien und Rohstoffaktien – insbesondere bei Family Offices, unabhĂ€ngigen Vermögensverwaltern und Investoren, die frei von strukturellen ZwĂ€ngen entscheiden können. Im GesprĂ€ch mit Markus Hill erlĂ€utert Rauchenstein fĂŒr FINANZPLATZ FRANKFURT, warum der direkte Dialog mit Investoren fĂŒr SIA zentral bleibt, welche Rolle Energie- und Rohstoffaktien im aktuellen geopolitischen Umfeld spielen und welche Themen beim Swiss Value Day am 11. Juni in ZĂŒrich sowie bei weiteren Veranstaltungen im Jahr 2026 im Mittelpunkt stehen. Hill: Beim Fondskongress in Mannheim ergaben sich zahlreiche spannende Diskussionen rund um Value Investing und Rohstoffe. Welche Themen standen aus Ihrer Sicht im besonderen Fokus der Fondsselektoren vor Ort?
Rauchenstein: Der Fondskongress in Mannheim war erneut ein voller Erfolg. Seit vielen Jahren veranstalten wir gemeinsam mit der Frankfurt Asset Management (FAM) am ersten Kongresstag eine MittagsprĂ€sentation. Dabei konnten wir feststellen, dass beide unsere Anlagethemen Value- und Rohstoffaktien wieder auf deutlich gestiegenes Interesse stoßen – insbesondere bei Investoren, die unabhĂ€ngig und ohne strukturelle EinschrĂ€nkungen Anlageentscheidungen fĂŒr ihre Kunden treffen können. Ein wesentlicher Grund dafĂŒr ist die ĂŒberzeugende Entwicklung unserer Strategien: Seit nunmehr fast sechs Jahren erzielen unsere beiden Fonds der SIA LTIF Classic und der SIA LTIF Natural Resources eine signifikante Outperformance gegenĂŒber dem globalen Aktienmarkt und bieten dadurch eine attraktive Diversifikationsmöglichkeit. Auch im aktuellen geopolitischen Umfeld hat sich daran nichts geĂ€ndert. Unsere konsequente Positionierung im Energiesektor, insbesondere in Ölunternehmen, hat sich weiterhin bewĂ€hrt und konnte die jĂŒngsten Korrekturen an den AktienmĂ€rkten spĂŒrbar abfedern. DarĂŒber hinaus profitiert unser Fonds SIA LTIF Natural Resources davon, dass Investoren verstĂ€rkt nach einer soliden Basisanlage im Rohstoffsektor suchen, die zugleich aktiv und konsequent nach Value-Kriterien gemanagt wird. Hill: Ein kurzes Stimmungsbild von Ihrer Seite: Sind Family Offices nach wie vor die idealen Investoren fĂŒr Value Investing?
Rauchenstein: Ja, diese EinschĂ€tzung gilt weiterhin. Wie bereits erwĂ€hnt, stoßen unsere AnsĂ€tze insbesondere bei Investoren auf Interesse, die frei von strukturellen ZwĂ€ngen eigenstĂ€ndig Anlageentscheidungen fĂŒr ihre Kunden treffen können. Dies trifft in besonderem Maße auf Family Offices sowie unabhĂ€ngige Vermögensverwalter zu. Anders formuliert: Je nĂ€her wir am tatsĂ€chlichen Investor sind, desto besser wird unser unternehmerisch geprĂ€gter Investmentansatz verstanden und konsequent mitgetragen.

Hill: Welche Themen stehen in diesem Jahr beim Swiss Value Day im Vordergrund?
Rauchenstein: Am 11. Juni findet in ZĂŒrich die fĂŒnfte Ausgabe des Swiss Value Day statt. Vor rund sechs Jahren entstand die Idee zu dieser Veranstaltung vor dem Hintergrund, dass Value Investing vielerorts bereits als ĂŒberholt galt. Gemeinsam mit einem Mitbewerber haben wir uns damals bewusst dafĂŒr entschieden, diesem Trend entgegenzuwirken und eine Plattform zu schaffen, die die Relevanz von Value-Strategien wieder stĂ€rker in den Fokus rĂŒckt. Inzwischen konnten wir aufzeigen, dass es sich weiterhin – oder aus unserer Sicht heute mehr denn je – lohnt, konsequent an Value-Strategien festzuhalten. Auch in diesem Jahr setzen wir auf hochkarĂ€tige externe Referenten: Neben Mark Dittli von „The Market“ begrĂŒĂŸen wir Kim Shannon, GrĂŒnderin von Sionna Capital in Toronto, sowie den renommierten Wirtschaftshistoriker Edward Chancellor, der Anfang dieses Jahres sein neuestes Buch veröffentlicht hat. Gemeinsam werden wir aktuelle Entwicklungen an den KapitalmĂ€rkten und die Perspektiven des Value Investing beleuchten.

Hill: Welche Themen stehen zusÀtzlich im Jahr 2026 bei Ihnen auf der Agenda?
Rauchenstein: Neben unseren inhaltlichen Schwerpunkten stehen auch in diesem Jahr zahlreiche Veranstaltungen im Mittelpunkt, bei denen wir den direkten Austausch mit Investoren pflegen. Am 12. Mai steht unsere Veranstaltung im MainNizza in Frankfurt an. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen mit Ihnen vor Ort, vorab vielen Dank fĂŒr die Moderation. Wie vorher erwĂ€hnt, der Swiss Value Day steht dann im Juni vor der TĂŒr, wir freuen uns auf den Gedankenaustausch in ZĂŒrich. Ein weiteres Highlight wird auch im Herbst wieder der Natural Resources Day sein, dieser findet ebenfalls in ZĂŒrich am 10. September statt. ZusĂ€tzlich finden noch verschiedene Veranstaltungen mit Stockwaves und der FFB in Deutschland statt. Wir sind ĂŒbrigens am 12. November nochmals in Frankfurt (FFB), vielleicht sehen wir uns ja auch dort wieder. Diese Termine unterstreichen unseren Anspruch, im engen Dialog mit unseren Investoren zu bleiben und unsere Anlagestrategien kontinuierlich zu erlĂ€utern und weiterzuentwickeln.

Hill: Vielen Dank fĂŒr das GesprĂ€ch.

Link zum Interview mit Alex Rauchenstein, SIA Asset Management Dialog & Information: FINANZPLATZ FRANKFURT AM MAIN auf LINKEDIN – KANAL FINANZPLATZ FRANKFURT AM MAIN auf LINKEDIN – GRUPPE FONDSBOUTIQUEN auf LINKEDIN – KANAL FONDSBOUTIQUEN & DACHFONDS: NACUBO Commonfund Study of Endowments, Private Equity, KĂŒnstliche Intelligenz & Herausforderungen fĂŒr Stiftungen und Family Offices (INTERVIEW – Martin Friedrich, Lansdowne Partners Austria GmbH) „Es ist das Wesentliche eines gut ausbalancierten Portfolios, dass eigentlich keine einzelne Assetklasse den Charakter des Vehikels prĂ€gt“ „Die Tugend ist die Mitte zwischen zwei Extremen (Aristoteles)“. Stiftungen, Family Offices und andere langfristig orientierte Investoren stehen vor einer anspruchsvollen Gemengelage: höhere AusschĂŒttungserwartungen, verĂ€nderte Korrelationen zwischen Aktien und Anleihen, Konzentrationsrisiken in den globalen AktienmĂ€rkten und die Frage, wie echte Diversifikation heute noch hergestellt werden kann. Der sogenannte Endowment-Ansatz, bekannt aus dem Umfeld großer US-UniversitĂ€tsstiftungen, liefert hierfĂŒr seit Jahren wichtige DenkanstĂ¶ĂŸe – nicht als modisches Produktetikett, sondern als disziplinierte Kombination aus strategischer Asset Allocation, Risikobudgetierung, Rebalancing und Managerselektion. Markus Hill sprach fĂŒr FINANZPLATZ FRANKFURT mit Martin Friedrich, Lansdowne Partners Austria GmbH, ĂŒber die jĂŒngsten Ergebnisse der NACUBO Commonfund Study of Endowments, ĂŒber StĂ€rken und Grenzen des Endowment-Ansatzes, ĂŒber Katastrophenanleihen, Schwellen- und FrontiermĂ€rkte, Private Equity, kĂŒnstliche Intelligenz und die Herausforderungen, vor denen Stiftungen und Family Offices im Jahr 2026 stehen. Im Mittelpunkt steht dabei weniger die kurzfristige Marktmeinung als vielmehr die Frage, wie institutionelle Anleger langfristige Robustheit, ausreichende Ertragskraft und echte Diversifikation miteinander verbinden können. Hill: Wie beurteilen Sie die Ergebnisse der 2025 NACUBO Commonfund Study of Endowments?
Friedrich: Die NACUBO ist die Dachorganisation und Interessensvertretung der US-amerikanischen UniversitĂ€ten. Deren Stiftungen – besser als Endowments bekannt – sind strategisch wichtige Kapitalreserven, welche zugleich Wertsicherung fĂŒr kĂŒnftige Generationen und AusschĂŒttungen fĂŒr den laufenden Hochschulbetrieb bereitstellen. Die jĂ€hrliche Umfrage hinsichtlich der InvestmentertrĂ€ge und -strategien dieser Bildungseinrichtungen ist vor allem im eigenen Interesse der ĂŒber 650 Mitglieder dieser Vereinigung. Sie ermöglicht ein unabhĂ€ngiges Benchmarking der Investmentresultate und zeigt Trends in der Industrie auf. Dies ist auch fĂŒr uns wichtig, denn wir versuchen, die Alleinstellungsmerkmale dieses in Europa sonst nicht zugĂ€nglichen Anlagestils mit liquiden Instrumenten nachzubilden.
Die jĂŒngste, im Februar veröffentlichte Studie zeigt drei interessante Entwicklungen auf. Zum einen haben die großen und grĂ¶ĂŸten Endowments wieder den Spitzenplatz in der Hackordnung der ErtrĂ€ge zurĂŒckgewonnen, nachdem die extreme Aktienrallye in den beiden Vorjahren kleineren Endowments, welche höhere Anteile am S&P 500 halten, einen vorĂŒbergehenden Vorteil verschafft hatte.
Zweitens zeigt sich, dass Private-Equity-Allokationen bei den grĂ¶ĂŸten Institutionen auf hohem Niveau stagnieren, bei mittleren und kleinen Endowments jedoch wieder abnehmen. Drittens finden wir es bemerkenswert, dass Zuwendungen um rund 9% zurĂŒckgegangen sind, was jedoch ausschließlich auf die großen Endowments zurĂŒckzufĂŒhren ist. Einrichtungen mit einem Vermögen unter 1 Mrd. US-Dollar verzeichneten nĂ€mlich eine weitere Zunahme der SpendentĂ€tigkeit. Über die GrĂŒnde fĂŒr diese Entwicklung können wir nur spekulieren; es könnte aber zum Beispiel sein, dass die politischen Attacken der aktuellen Regierung auf einige UniversitĂ€ten manche Spender scheu gemacht haben.
Im Ergebnis können wir zusammenfassen, dass in einer Zeit, wo die Kosten der UniversitĂ€ten rascher steigen als die Einnahmen, die AbhĂ€ngigkeit von den eigenen Kapitalreserven noch weiter zunimmt. Deshalb ĂŒberrascht es nicht, dass die durchschnittlichen AusschĂŒttungen weiter erhöht wurden und mittlerweile einen Wert von jĂ€hrlich fast 5,0% erreicht haben. Dies bedeutet wiederum, dass die LeistungsfĂ€higkeit der Investmentstrategien in den kommenden Jahren auf eine harte Probe gestellt wird.

Hill: Welche Rolle spielt bei Ihrem Ansatz die strategische Asset Allocation im Vergleich zu taktischen Entscheidungen? Wo entsteht der eigentliche Mehrwert?
Friedrich: Es mag sie ĂŒberraschen, aber beim Anlagestil von Großinvestoren wie Stiftungen stehen taktische Wetten nicht im Fokus. Es geht vielmehr darum, erstens ausreichend Risiko zu nehmen, um langfristig die angestrebten ErtrĂ€ge darstellen zu können – und zweitens, durch Diversifikation ein Maximum an Portfolioeffizienz darzustellen. Das schaffen Sie vor allem durch strategische Asset Allokation in Kombination mit rigorosem Risikomanagement.
Auch in unserer Strategie entsteht der hauptsĂ€chliche Mehrwert in der langfristigen Asset Allokation, welche im zeitlichen Verlauf monatlich rebalanciert und dadurch stabil gehalten wird. Dabei stellen wir zusĂ€tzlich taktische Neigungen in das Portfolio, welche zwar ebenfalls ZusatzertrĂ€ge liefern, aber im Gesamtkontext eine untergeordnete Rolle spielen. Wichtiger als die Taktik ist hingegen die Umsetzung im Portfolio: Denn die strategische Allokation wird mit Hilfe von Assetklassen-Indizes errechnet, welche direkt nicht investierbar sind. Zudem sind nicht in allen Anlageklassen passive Strategien verfĂŒgbar. Wir verbringen deshalb sehr viel Zeit mit der richtigen Auswahl und Kombination von aktiven Fondsprodukten, mit dem Ergebnis, dass wir auch durch die Managerselektion einen zusĂ€tzlichen Mehrwert fĂŒr unsere Investoren schaffen.

Hill: Auf der anderen Seite, worin bestehen die Nachteile des Endowment Ansatzes?
Friedrich: Ein wesentlicher Eckpfeiler der von Endowments verfolgten Strategie besteht darin, Kapitalmarktrisiken bewusst zu akzeptieren, um dadurch langfristig ausreichend hohe ErtrĂ€ge zu erwirtschaften. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, auch in unvorteilhaftem Umfeld – also in Verlustphasen – investiert zu bleiben. Unsere Investmentphilosophie verwendet aus diesem Grund keine Stop-Loss-Limits und investiert in keinerlei kapitalgarantierte Produkte. Auch bei der Berechnung von Risikoparametern fokussieren wir bewusst auf lĂ€ngerfristige Kennzahlen. Obwohl die starke Diversifikation von Endowment-Portfolios die Verlustneigung mittel- und langfristig reduziert, können bei plötzlichen EinbrĂŒchen dadurch auch die Benchmark ĂŒberschießende Verluste entstehen. Dies ist zum Beispiel im MĂ€rz 2020 geschehen. Um es klar zu nennen: Es handelte sich um vorĂŒbergehende Verluste. Aber kurzfristig sind natĂŒrlich auch solche Episoden stets schmerzhaft. Hill: Welche Assetklassen stehen fĂŒr Sie aktuell im Vordergrund des Interesses?
Friedrich: Es ist das Wesentliche eines gut ausbalancierten Portfolios, dass eigentlich keine einzelne Assetklasse den Charakter des Vehikels prÀgt. Wir verfolgen ein mittleres Risikoprofil, welches durch einen hÀlftig aus Aktien und Anleihen entwickelter MÀrkte zusammengesetzten Index approximiert werden kann.
Aufgrund der von uns ermittelten Ertrags- und Risikoeigenschaften der 17 im Einsatz stehenden Assetklassen ergibt sich ein Ergebnisportfolio, welches sehr international geprĂ€gt ist. Aktien der Eurozone finden sich zum Beispiel nur mit einer niedrigen einstelligen Allokation wieder. DafĂŒr finden sich durchgerechnet rund 150 LĂ€nder im Portfolio reprĂ€sentiert. Rund 30% des Portfolios sind auf diese Art in Schwellen- und FrontiermĂ€rkten angesiedelt, wobei sich in diesem Teil unseres Fonds doppelt so viele Anleihen- wie Aktienfonds befinden.
Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal sind Katastrophenanleihen, welche mit einer Allokation von 10-15% einen nicht unwesentlichen Portfoliobestandteil darstellen. Es handelt sich um eine ertragsstarke und dekorrelierte Anlageform, welche allerdings von vielen Anlegern gemieden wird. Der Grund dafĂŒr sind unregelmĂ€ĂŸig auftretende, aber sehr plötzliche Verluste, welche heftig sein können und deshalb Unbehagen bereiten. FĂŒr uns ergibt sich daraus eine Chance.

Hill: Vor welchen Herausforderungen stehen Stiftungen und Family Offices in diesem Jahr?
Friedrich: FĂŒr 2026 sehen wir sowohl Chancen als auch Risiken. In Summe ĂŒberwiegen wahrscheinlich letztere, weshalb wir auch im Augenblick eher defensiv positioniert sind. Die Herausforderungen sind mannigfaltig: Zum Beispiel messen wir – Ă€hnlich wie seit 2022 – eine positive Korrelation zwischen Aktien und Anleihen. Dies ist ein klassisches Kennzeichen eines stagflationĂ€ren makroökonomischen Regimes, in dem wir uns zurzeit befinden. Die Situation wird dadurch erschwert, dass in den letzten Monaten auch Gold begonnen hat, im Gleichschritt mit Aktien zu schwanken. Ein weiteres Problem stellen die enormen Konzentrationsrisiken dar, welche in AktienmĂ€rkten lauern. Die grĂ¶ĂŸten 10 Titel im S&P 500 machen bereits fast 40% der Kapitalisierung aus. Technologie und soziale Medien dominieren nicht nur die Narrative, sondern auch die Investmentportfolios der meisten Anleger.
Diese Dominanz des Technologiesektors ist ĂŒbrigens keineswegs auf liquide Anlagen beschrĂ€nkt: Aus einer aktuellen Studie von JP Morgan geht hervor, dass die Gewichtung von Technologie bei Private Equity oder Private Credit Anlagen ebenfalls zwischen 35% und 40% liegt und damit die Exponierung des S&P sogar noch ĂŒbertrifft. Ich denke daher, dass das Ziel einer effektiven Diversifikation eine der schwierigsten, aber auch wichtigsten Aufgaben fĂŒr die Investmentverantwortlichen darstellt.

Hill: Über welche Themen werden Sie am 12. Mai in Frankfurt sprechen?
Friedrich: Wir werden einerseits die bereits diskutierten Inhalte vertiefen, und ich werde zeigen, wie wir die Aufgabe der Diversifikation zu lösen versuchen. ZusĂ€tzlich wurde ich eingeladen, am Nachmittag im Rahmen einer Panel-Diskussion ĂŒber die Herausforderungen der kĂŒnstlichen Intelligenz zu sprechen. Ich werde dabei bewusst in die Rolle des Skeptikers schlĂŒpfen und so hoffentlich einen spannenden Diskurs fördern. Der jĂ€hrlich stattfindende „Credit Day“ der Firma Frankfurt Asset Management bietet den organisatorischen Rahmen hierfĂŒr.

Hill: Welche weiteren AktivitĂ€ten stehen fĂŒr Sie 2026 im Fokus?
Friedrich: Ich trete davor schon, am 5. und 6. Mai, beim ‚DACH Investors Retreat‘ der Markets Group auf, um Chancen und Risiken in AktienmĂ€rkten zu erörtern. Im Juni bin ich dann fĂŒr das IMPower Fundforum in Monaco angefragt worden. Im Herbst folgen dann noch Investorentage, eine Konferenz in Trier und das Petersberger Treffen von Drescher & Cie.

Hill: Vielen Dank fĂŒr das GesprĂ€ch. Dialog & Information: FINANZPLATZ FRANKFURT AM MAIN auf LINKEDIN – KANAL FINANZPLATZ FRANKFURT AM MAIN auf LINKEDIN – GRUPPE FONDSBOUTIQUEN auf LINKEDIN – KANAL FINANZPLATZ-FRANKFURT-MAIN.DE, DACHLI-Region & FONDSBOUTIQUEN.DE (2026) – Themen, Interessen, Dialog (Auswahl & „Snapshots“) 25.2.2026, Frankfurt – „Finanzplatz Frankfurt am Main meets Wealthmanagement“ (Markus Hill – Moderation: Christian Neuhaus – FINVIA, Sven Karkossa – Capitell Vermögens-Management AG, Noel Zeh – Wunderland Capital) 26.2.2026, Frankfurt – „Forum fĂŒr Digitale Vermögenswerte (FDV)“ Redaktion – Themenspecial „Finanzplatz Frankfurt am Main meets Wealthmanagement & Digital Assets“ (Interviews / GastbeitrĂ€ge, “Support” & MORE: info: markus-hill.com) 17.3.2026, Frankfurt – Private Markets Excellence Forum – „Private Markets, Family Offices & Stiftungen – Due Diligence & Ausblick 2026” (Markus Hill – Fireside Chat: J. Paulo Dos Santos – GeschĂ€ftsfĂŒhrer, VIRATIO GmbH) Interview mit Christian Hommens – SMART IMPACT INVESTING & PRIVATE MARKETS FrĂŒhjahr 2026: Investorenstudie „PrĂ€ferenzen institutioneller Investoren bei Immobilien & Alternative Investments“ (Markus Hill – Moderation, Podcast: Sebastian ThĂŒrmer, “artis & x” – Beispiel 2025) 16.4.2026 – „köln let’s talk“ – Bettina Timmler – Immobilien & Dialog (Medienpartnerschaft) 12.5.2026, Frankfurt: „Value Investing & Rohstoffe & MORE“ (Markus Hill – Moderation & Kurzintro „Fondsboutiquen & USA-Formel“ – Alex J. Rauschenstein & Urs Marti, SIA FUNDS AG – FINANZPLATZ SCHWEIZ) 17.6.2026, ZĂŒrich: Insights – “Family Offices & Fondsboutiquen” – The Mountain Talks Summit – FUNDPLAT (Vortrag – Markus Hill) 10.11.2026, Frankfurt: „Finanzplatz Frankfurt am Main meets Finanzplatz Liechtenstein“ (Markus Hill – Moderation – LAFV Liechtensteinischer Anlagefondsverband: Panel & VortrĂ€ge) Input, Ideen & Anregungen zu den oben genannten Themen sind willkommen: info@markus-hill.com / +49 (0) 163 4616 179 Link zum Interview mit Martin Friedrich, LPA

FONDSBOUTIQUEN & KOMMUNIKATION - Fondsboutiquen, Asset Management und Dialog – „Anhauen, umhauen, abhauen“ vs. Langfristdenke und Interesse am Investor? (Markus Hill) Die Asset-Management-Branche betrachtet sich als kreativ. Neue Strategien, Spezialisierungen, Datenquellen, regulatorische Anforderungen und technologische Möglichkeiten haben das Angebot so breit und differenziert gemacht wie selten zuvor. Nach vielen GesprĂ€chen mit Investoren bleibt oft ein Eindruck bestehen: Der Markt wird fĂŒr diese nicht automatisch besser, nur weil er immer neue Produkte hervorbringt. Das Leben fĂŒr Fondsboutiquen wird nicht leichter beim Ringen um Aufmerksamkeit. Vielleicht verwechselt die Branche Innovation aber zu oft mit Verpackung. Neue Begriffe, neue Etiketten, neue PrĂ€sentationen, neue Buzzwords – doch nicht immer entsteht daraus ein echter Fortschritt fĂŒr den Investor.

Asset Management, KĂŒnstliche Intelligenz & Information Overflow
Investoren leiden heute nicht unter einem Mangel an Auswahl, sondern eher unter einem Übermaß an Information. Die Entwicklung im Bereich KĂŒnstliche Intelligenz wirkt zusĂ€tzlich als „Brandbeschleuniger“. Wie unterscheidet man Relevantes von Irrelevantem?

Asset Management ist eben nicht nur ProduktgeschĂ€ft. Es ist immer auch VertrauensgeschĂ€ft und zunehmend Übersetzungsarbeit. Denn was nĂŒtzt die beste Strategie, wenn sie vom GegenĂŒber nicht in dessen Entscheidungsrahmen eingeordnet werden kann? Was nĂŒtzt eine hoch spezialisierte Investmentlösung, wenn sie nicht anschlussfĂ€hig ist an die reale Denk- und Arbeitswelt derjenigen, die Kapital allokieren?

Authentisches Interesse an Langfristbeziehung versus „Schnelles Ticket“
Gute Allokationsentscheidungen entstehen nur selten durch ProduktprĂ€sentationen allein. Sie entstehen im Dialog. Nicht als Small Talk, sondern als ernsthafter Austausch ĂŒber Ziele, Restriktionen, Governance, RisikoverstĂ€ndnis, LiquiditĂ€tsanforderungen, Zeithorizonte und die Rolle einer Strategie im Gesamtportfolio. Investoren suchen keine Folienkaskaden.

Der Markt ist komplexer geworden. Viele Anbieter reagieren darauf mit noch stĂ€rkerer Spezialisierung. Das ist nachvollziehbar und oft sinnvoll. Aber Spezialisierung allein reicht nicht. Wer heute ĂŒberzeugen will, muss komplexe Sachverhalte nicht nur beherrschen, sondern auch verstĂ€ndlich machen. Die FĂ€higkeit zur Einordnung wird damit fast so wichtig wie die FĂ€higkeit des Produktmanagements.

Das gilt besonders bei erklĂ€rungsbedĂŒrftigen Themen wie zum Beispiel Private Markets – Stichworte: Infrastruktur, Private Debt, ESG, Impact Investing, Real Assets oder Digital Assets. In all diesen Bereichen entscheidet nicht allein die QualitĂ€t des Konzepts ĂŒber den Markterfolg, sondern auch die QualitĂ€t des Dialogs. Wer lediglich sendet, wird leicht ĂŒberhört.

„Trusted Advisor“, Partnerschaft & Marathon
Aus vielen GesprĂ€chen, nicht nur am Finanzplatz Frankfurt, nehme ich genau diese Entwicklung wahr. Investoren reagieren sensibel auf standardisierte Vertriebsroutinen und austauschbare Produktbotschaften. Sichtbarkeit allein reicht nicht. Wiedererkennbarkeit entsteht erst dann, wenn Kompetenz, „Haltung“ und Kommunikationsstil zusammenpassen. Vertrauen entsteht nicht durch LautstĂ€rke, sondern durch Konsistenz. Gerade dann zeigt sich, wer Produkte anbietet – und wer mit Orientierung, Einordnung und Haltung Mehrwert schafft. Thema hier ist Vertrieb, nicht PR.

Die entscheidende Frage lautet daher nicht: Welches Produkt ist neu? Sondern: Wer hilft Investoren wirklich, Relevantes von Irrelevantem zu unterscheiden? Wer kann KomplexitĂ€t reduzieren, ohne Inhalte zu vereinfachen? Eine Kernfrage fĂŒr Sales: Nimmt man sich Zeit fĂŒr Vertrauensaufbau mit dem Investor („Trusted Advisor“) oder möchte ich bei der Ansprache nur eruieren, ob kurzfristig die Wahrscheinlichkeit fĂŒr ein Ticket besteht?

Asset Management braucht diesen Dialog – nicht als weiche ErgĂ€nzung, sondern als harten Erfolgsfaktor. Am Ende wird nicht der lauteste Anbieter gewinnen, sondern derjenige, dem es gelingt, Kompetenz, VerstĂ€ndlichkeit und Vertrauen glaubwĂŒrdig miteinander zu verbinden: Marathon versus Sprint!

Link zum Kommentar von Markus Hill Dialog & Information: FINANZPLATZ FRANKFURT AM MAIN auf LINKEDIN – KANAL FINANZPLATZ FRANKFURT AM MAIN auf LINKEDIN – GRUPPE FONDSBOUTIQUEN auf LINKEDIN – KANAL FINANZPLATZ FRANKFURT, DEUTSCHLAND & INDIEN - Frankfurt als BrĂŒcke fĂŒr Wirtschaft, Innovation und Community (Interview – Ajit Ranade, INDIA EUROPE BUSINESS DESK) Indien, Deutschland und Europa rĂŒcken wirtschaftlich, technologisch und kulturell zunehmend nĂ€her zusammen. Frankfurt am Main spielt dabei als internationaler Finanzplatz, Verkehrsdrehscheibe und Standort einer großen indischen Community eine besondere Rolle. Auch in diesem Jahr findet der India-Europe Business Day wieder statt. Am 13.6.2026 ergibt sich die Gelegenheit zum Gedankenaustausch in der Mainmetropole. Im GesprĂ€ch mit Markus Hill erlĂ€utert Ajit Ranade, INDIA EUROPE BUSINESS DESK, warum er sich seit Jahren fĂŒr die Verbindung zwischen Indien und Deutschland engagiert, welche Branchen in Zukunft besonders interessant werden und weshalb Frankfurt fĂŒr viele indische Unternehmer, FachkrĂ€fte und Studierende ein natĂŒrliches Sprungbrett nach Deutschland ist. Hill: Warum engagieren Sie sich sehr intensiv fĂŒr die Kooperation von Indien und Deutschland? Ranade: Persönlich bin ich davon ĂŒberzeugt, dass Indien und Deutschland natĂŒrliche Partner und Freunde sind. Beide LĂ€nder teilen viele Werte, ergĂ€nzen sich in ihren StĂ€rken und haben ĂŒber viele Jahre hinweg voneinander gelernt.Ich lebe seit mehr als einem Jahrzehnt in Deutschland und Europa und war in dieser Zeit in verschiedenen sozialen, kulturellen und gesellschaftlichen Initiativen aktiv. Zudem habe ich zahlreiche Veranstaltungen organisiert und mich in der Vergangenheit auch in der Frankfurter Stadtpolitik engagiert. Durch all diese sĂ€mtlichen Erfahrungen habe ich immer wieder wahrgenommen, dass Indien und Deutschland eine starke, positive Beziehung verbindet – geprĂ€gt von gegenseitigem Respekt, Vertrauen und Interesse aneinander.Auch aus wirtschaftlicher Sicht sind die Chancen enorm. Die Zahl indischer FachkrĂ€fte und Studierender in Deutschland wĂ€chst kontinuierlich. Gleichzeitig haben beide LĂ€nder einander viel zu bieten – bei Handel, Investitionen, Innovation und beim Austausch zwischen Menschen, Unternehmen und Institutionen. Genau aus dieser Überzeugung heraus unterstĂŒtze ich Plattformen wie den India-Europe Business Day. Ziel ist es, Unternehmen, Fachleute, politische Entscheider und Vertreter der Community zusammenzubringen und Verbindungen zu schaffen, aus denen langfristige Kooperationen entstehen können.

Auch persönlich gibt es fĂŒr mich eine besondere Verbindung: Ich komme aus Pune, einer Stadt, die oft als „deutsche Hauptstadt Indiens“ bezeichnet wird. Pune pflegt seit langer Zeit enge Beziehungen zu Deutschland. Der Deutschunterricht begann dort bereits vor mehr als hundert Jahren, und heute sind in der Region zahlreiche deutsche und europĂ€ische Unternehmen vertreten. WĂ€hrend meiner beruflichen Laufbahn in Pune, insbesondere zwischen 2005 und 2012, konnte ich aus nĂ€chster NĂ€he beobachten, wie deutsche Global Capability Centers und deutsche Investitionen in Indien gewachsen sind.

Diese Erfahrungen haben meine WertschĂ€tzung fĂŒr die indisch-deutsche Partnerschaft stark geprĂ€gt. Sie motivieren mich bis heute, meinen kleinen Beitrag dazu zu leisten, diese Beziehung durch wirtschaftliches, kulturelles und gesellschaftliches Engagement weiter zu stĂ€rken. Hill: Auf welchen Feldern sehen Sie in den nĂ€chsten Jahren das grĂ¶ĂŸte Potenzial fĂŒr die Zusammenarbeit von Indien und Deutschland? Ranade: Die klassischen Sektoren wie Automobilindustrie, Automobilzulieferer, Pharma, Life Sciences, Maschinenbau, Engineering und industrielle AusrĂŒstung bilden seit vielen Jahren das RĂŒckgrat der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Indien und Deutschland. In diesen Bereichen gibt es bereits ein starkes Fundament, das ĂŒber Jahrzehnte gewachsen ist. Gleichzeitig sehe ich auch dort weiterhin erhebliches Potenzial fĂŒr Wachstum, Vertiefung und neue Formen der Zusammenarbeit. Ein besonders interessantes Feld ist aus meiner Sicht der Verteidigungssektor. Indien und Deutschland haben in den vergangenen Jahren begonnen, in diesem Bereich enger zusammenzuarbeiten. Wir sehen bereits wichtige Vereinbarungen und strategische Partnerschaften zwischen Unternehmen und Institutionen beider LĂ€nder. Dieser Bereich kann in Zukunft deutlich an Bedeutung gewinnen. Ein weiteres Feld mit großem Potenzial sind Textilien und Leder. Indien ist weltweit fĂŒr QualitĂ€t, Skalierung und LeistungsfĂ€higkeit seiner Textilindustrie bekannt. LĂ€nder wie Deutschland und Italien verfĂŒgen wiederum ĂŒber hochentwickelte Fertigungstechnologien. Gerade technische Textilien bieten daher große Chancen: Hier können indische Produktionskompetenz und europĂ€ische Technologie- und InnovationsstĂ€rke sehr sinnvoll zusammenkommen. Auch die Lederindustrie bietet Möglichkeiten fĂŒr Wissenstransfer, technologische Modernisierung und verbesserten Marktzugang auf beiden Seiten. DarĂŒber hinaus sehe ich sehr große Chancen bei Start-ups und innovationsgetriebenen Unternehmen. Deutsche und indische Start-ups können viel voneinander lernen. Deutschland steht fĂŒr Ingenieurskunst, Forschung, PrĂ€zision und industrielle QualitĂ€t. Indien bringt enorme StĂ€rken bei Skalierung, digitaler Innovation und Unternehmertum mit. Wenn diese FĂ€higkeiten zusammengefĂŒhrt werden, können Lösungen entstehen, die international wettbewerbsfĂ€hig sind und fĂŒr beide Seiten Nutzen stiften. Weitere wichtige Zukunftsfelder sind Halbleiter, Energie, Nachhaltigkeit, Advanced Manufacturing und technologische Innovation. Insgesamt liegt die Zukunft der indisch-deutschen Zusammenarbeit nicht nur darin, traditionelle Industrien weiter zu stĂ€rken, sondern auch, neue Sektoren wie Verteidigung, technische Textilien, nachhaltige Technologien, Start-ups und innovationsorientierte GeschĂ€ftsmodelle systematisch auszubauen. Hill: Welche Bedeutung hat Frankfurt als BrĂŒcke zwischen Indien und Deutschland? Ranade: Frankfurt ist eine sehr interessante Stadt. Obwohl Frankfurt nur die fĂŒnftgrĂ¶ĂŸte Stadt Deutschlands ist, spielt sie eine außerordentlich wichtige Rolle – als Sitz der EuropĂ€ischen Zentralbank, als Standort vieler internationaler Banken und als einer der bedeutendsten FinanzplĂ€tze Europas. Die Stadt ist seit Jahrzehnten Heimat einer großen indischen Community. Frankfurt gilt zudem als sehr offen und einladend, gerade fĂŒr Expats. Viele Menschen fĂŒhlen sich hier sicher, willkommen und gut eingebunden. Im Unterschied zu manchen traditionelleren deutschen StĂ€dten ist Frankfurt sehr international geprĂ€gt. Menschen aus vielen Nationen leben und arbeiten hier, es werden zahlreiche Sprachen gesprochen, und diese kulturelle Vielfalt macht die Stadt lebendig, dynamisch und global. Ein weiterer entscheidender Vorteil ist die KonnektivitĂ€t. Der Frankfurter Flughafen gehört zu den wichtigsten Passagier- und FrachtflughĂ€fen Europas. FĂŒr viele Inder ist Frankfurt der erste Ankunftsort in Deutschland. Ein erheblicher Teil der Reisenden aus Indien kommt ĂŒber Frankfurt nach Deutschland. Durch die guten Flugverbindungen sind wichtige indische Metropolen wie Mumbai oder Delhi in etwa acht bis neun Stunden erreichbar. Das schafft eine besondere NĂ€he zu Indien, die viele Menschen sehr schĂ€tzen. Hinzu kommt die zentrale Lage innerhalb Deutschlands und Europas. Ob man nach Norden, SĂŒden, Osten oder Westen reist – viele Ziele sind von Frankfurt aus gut und schnell erreichbar. Diese Kombination aus InternationalitĂ€t, wirtschaftlicher Bedeutung, starker Infrastruktur, guter Erreichbarkeit und einer offenen AtmosphĂ€re macht Frankfurt zu einem besonderen Ort, um zu leben, zu arbeiten und Verbindungen zwischen Indien und Deutschland aufzubauen. Hill: Vielen Dank fĂŒr das GesprĂ€ch. Gerne unterstĂŒtzen wir vom FINANZPLATZ FRANKFURT AM MAIN und auch INVESTING IN INDIA Ihr interessantes Format. Einen Extra-Dank noch an Andreas Heuberger an dieser Stelle, er hatte uns auf Ihr Format aufmerksam gemacht. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen und auf interessante GesprĂ€che in Frankfurt.

Link zum Interview auf FONDSBOUTIQUEN.DE Finance & Future: AI, Blockchain, Longevity, Robotics, Sustainability (FUNDPLAT.COM - Thomas Caduff - 17.6.2026) Der exklusive Boutique-Finanz-Event (vormals «The Mountain Talks») fĂŒr FĂŒhrungskrĂ€fte auf dem ZĂŒrcher Uetliberg bietet ein sorgfĂ€ltig kuratiertes Programm im stilvollen Rahmen des Hotel UTO KULM. Rund 40 ausgewĂ€hlte Persönlichkeiten diskutieren beim Mittagessen und in den Nachmittagsrunden aktuelle und zukunftsweisende Themen rund um «Finance & Future» in inspirierender AtmosphĂ€re.

MITTWOCH, 17.06.2026
11:00 – 17:15 REGISTRIERUNG & WILLKOMMENS-DRINKS @HOTEL UTO KULM
11:00 – 11:40 UNTERHALTUNG
ALPHORN ENSEMBLE ENGIADINA ST. MORITZ
11:40 – 11:55 BEGRÜSSUNG
‱ THOMAS J. CADUFF, FUNDPLAT GMBH, ZÜRICH &
‱ MARKUS BAUMGARTNER, B-PUBLIC AG, ZÜRICH
12:00 – 12:10 NETWORKING-PINSA-ESSEN & FOTOSHOOTING
12:15 – 13:30 UNTERHALTUNG
ALPHORN ENSEMBLE ENGIADINA ST. MORITZ
13:35 – 13:45 INSIGHT
DETLEF GLOW, LONDON STOCK EXCHANGE GROUP (LSEG), FRANKFURT:
DIE FONDSBRANCHE IM UMBRUCH - WELCHE TRENDS PRÄGEN DIE ENTWICKLUNG DES MARKTES?
13:50 – 14:10 INSIGHT
VERA CLAAS, NXTASSETS, FRANKFURT:
KRYPTO IN PORTFOLIOS: VOM RANDTHEMA ZUR STRUKTURIERTEN ALLOKATION – WAS JETZT WIRKLICH ZÄHLT
14:15 – 14:35 INSIGHT
ANNA FISCHER, RF, ZÜRICH:
WEALTH PROTECTION CH/UAE
14:40 – 15:00 INSIGHT
FABRIZIO BALSARINI, SWISS HELICOPTER AG, SAMEADAN:
SO BEWAHRE ICH JEDEN TAG VOLLE KONZENTRATION – UND HABE STETS EINEN PLAN B PARAT
15:05 – 15:25 NETWORKING-PAUSE
15:30 – 16:10 INSIGHT
ALEXANDRA WECK, A. WECK CONSULTING, DAVOS DORF:
IN MEINEN KONTAKTANFRAGEN SIND MEHR CEOS ALS IN EURER LEAD-DATENBANK – SALES 4.0 FÜR FINANZDIENSTLEISTER
16:15 – 16:35 INSIGHT
MARKUS HILL, MH SERVICES, FRANKFURT:
FONDSBOUTIQUEN, FAMILY OFFICES & FINANZPLÄTZE – WARUM SPRICHT MAN GERNE MITEINANDER?
16:40 – 17:00 AUF WIEDERSEHEN
THOMAS J. CADUFF, FUNDPLAT GMBH, ZÜRICH
17:05 – 17:15

LINK ZUM EVENT: Finance & Future: AI, Blockchain, Longevity, Robotics, Sustainability:

Finance & Future: AI, Blockchain, Longevity, Robotics, Sustainability


VERANSTALTUNGSHINHWEIS: Virtuelle Tag fĂŒr das Stiftungsvermögen - VTFDS (Tobias Karow, STIFTUNGSMARKTPLATZ.EU) - 16.6.2026 bis 17.6.2026

Keine Barrieren fĂŒr Stiftungsvermögen mehr, die 4% Ertrag im Wege stehen Wir haben es uns mit dem #vtfds Festival zum Ziel gesetzt, jede Stiftung zu befĂ€higen, ihre Stiftungskapitalien so zu bewirtschaften, dass hinten 4% als fĂŒr den Zweck zu verwendendem Ertrag rauskommen – mindestens. Hierbei spielen ordentliche ErtrĂ€ge sicherlich die Hauptrolle, aber auch ErtrĂ€gen aus WertzuwĂ€chsen fĂ€llt hier kĂŒnftig eine gewichtigere Rolle zu. Unser Anliegen mit der Mission 4% ist es, dass es keine Barrieren mehr in Stiftungen gibt, die diese davon abhalten, ihr Stiftungsvermögen so anzulegen, dass im Ergebnis eben 4% herauskommen. Klar, Stiftungen können grundsĂ€tzlich anlegen wie sie möchten und die Stiftungsverantwortlichen haben dabei alle Freiheitsgrade. Aber werden diese auch genutzt?

Pflichten verstehen, Grundlagen schaffen, Handwerk versorgfĂ€ltigen Oft genug existieren stiftungsinterne wie -externe Barrieren, die davon abhalten, Stiftungskapitalien als Raum der Möglichkeiten zu interpretieren und dann alles daran zu setzen, diesen Raum der Möglichkeiten so groß wie möglich zu machen – wozu wiederum eine bestimmte Art von sorgfĂ€ltigem Handwerk gehört. DĂ€chten Stiftungen generell das ihnen „mitgegebene“ Stiftungsvermögen und die daraus resultierenden Pflichten zu Ende, dann wĂŒrden sie oftmals andere Grundlagen fĂŒr das Management von Stiftungsvermögen schaffen. Diese wĂ€ren dann wiederum die Basis, um robustere Anlageziele zu formulieren, breitere DiversifikationsansĂ€tze zu wĂ€hlen und das Stiftungskapital professioneller zu investieren. Das Ergebnis wĂ€ren resilientere Vermögensmassen, also Stiftungskapitalien, die durch jedwede gesellschaftlichen, ökonomischen und politischen UmstĂ€nde hindurch wirtschaftlich stehfĂ€hig blieben.

GefĂ€hrdet eine Stiftung das Steuerprivileg, gefĂ€hrdet sie das Steuerprivileg aller Stiftungen Mission 4% bedeutet in diesem Sinne, Stiftungen instand zu setzen, um ihrer Verantwortung aus dem Steuerprivileg heraus gerecht zu werden. Denn es ist im Sinne der res publica, dass ein vergebenes Steuerprivileg auch jene gewĂŒnschte gesamtgesellschaftliche Wirkung entfaltet. Jedes einzelne Stiftungsvermögen hat die Pflicht (und damit hat jede Stiftung und obliegt den Stiftungsverantwortlichen diese Pflicht), in diesem Sinne investiert zu werden. Diskussionen rund um das Modell Stiftungen rĂŒhren sich im Kern um die Frage, ob das Privilegieren eines Kapitalkörpers gesamtgesellschaftlich die erwarteten positiven Effekte zum Ergebnis gehabt hat. Jedes Stiftungsvermögen muss sich dieser Aufgabe verschreiben, jedes Stiftungsvermögen, das sich dem verweigert, gefĂ€hrdet das Steuerprivileg aller Stiftungen.

45.000 gemeinnĂŒtzige Stiftungen bedeutet 45.000 Vermögens-Setups DemgemĂ€ĂŸ ist #vtfds Mission 4% unser intrinsisches Anliegen, jedem Stiftungsvermögen und jedem Stiftungsverantwortlichen die TĂŒr zu Handwerk und Inspiration rund um das Management von Stiftungsvermögen zu öffnen. In Deutschland, Österreich und der Schweiz zĂ€hlen wir mehr als 45.000 gemeinnĂŒtzige Stiftungen, und damit entsprechend mehr als 45.000 Stiftungsmitarbeiter, die die SphĂ€re Vermögen verantworten. Entsprechend mĂŒssen ĂŒber 45.000 stiftungsindividuelle Setups fĂŒr das Management des Stiftungsvermögen gefunden werden. Mission 4% will dabei helfen, die Dinge rund um Stiftungsvermögen vorzudenken und zu Ende zu denken – und den EntscheidungstrĂ€gern in Stiftungen damit Grundlagen an die Hand geben, Entscheidungen treffen zu können. #vtfds Mission 4% – damit Stiftungen das tun können, was sie sagen, und wofĂŒr es sie gibt.

INFORMATION ZUR VERANSTALTUNG "VTFDS - Virtuelle Tag fĂŒr das Stiftungsvermögen - Programm & Anmeldung:

VTFDS - Programm & Anmeldung Information zu Tobias Karow & STIFTUNGSMARKTPLATZ.EU

Finanzplatz Frankfurt & Finanzplatz Schweiz: „US Direct Lending und europĂ€isches Private Debt laufen zwar unter dem gleichen Begriff – sind aber strukturell zwei verschiedene MĂ€rkte“ (Interview –  Mario Almer & Florian Wegmann, DANEO Partners AG)
Private Debt ist in der institutionellen Kapitalanlage lĂ€ngst kein Randthema mehr. Gerade im aktuellen Marktumfeld wird jedoch genauer hingeschaut: Welche Segmente bieten noch attraktive risikoadjustierte Renditen? Wo entstehen SpĂ€tzyklus-Signale? Und wie unterscheiden sich US Direct Lending und europĂ€ische Corporate-Credit-Strategien in Struktur, Wettbewerb, Covenants und NĂ€he zum Kreditnehmer? Markus Hill sprach fĂŒr FINANZPLATZ FRANKFURT mit Mario Almer und Florian Wegmann, DANEO Partners AG, ĂŒber die zunehmende Differenzierung innerhalb der Anlageklasse, ĂŒber Chancen im europĂ€ischen und DACH-fokussierten Mittelstand sowie ĂŒber die Fragen, die institutionelle Investoren in Deutschland und der Schweiz derzeit besonders beschĂ€ftigen. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht Marketing-Schlagworte, sondern KreditqualitĂ€t, Selektion, Besicherung, Monitoring und die Frage, wo Private Debt im Portfolio langfristig sinnvoll eingesetzt werden kann.

Hill: GegenwĂ€rtig wird in der Fachpresse hĂ€ufig das Thema „US Direct Lending versus Private Debt in Europa“ kritisch diskutiert. Was gibt es hier zu beachten, was sind die wesentlichen Unterschiede bei dieser Betrachtung aus Ihrer Perspektive?

Wegmann: US Direct Lending und europĂ€isches Private Debt laufen zwar unter dem gleichen Begriff – sind aber strukturell zwei verschiedene MĂ€rkte. Das wird von vielen Investoren aktuell erst richtig wahrgenommen. Der US-Markt ist tiefer, reifer und standardisierter. Genau das ist heute aber auch sein Problem: Der Wettbewerb ist massiv gestiegen, Spreads haben sich komprimiert, Covenants wurden aufgeweicht und Leverage-Niveaus sind gestiegen. Ein Großteil des Kapitals fließt in große, sponsor-getriebene Transaktionen (also von Private-Equity-Fonds gehaltene Firmen) mit aggressiven EBITDA-Adjustments und zunehmenden Payment-in-Kind-Strukturen – Mechanismen, die wirtschaftliche SchwĂ€che beim Kreditnehmer verschleiern können. Bereinigt man die Ausfallraten um diese Instrumente, liegt die sogenannte ‘Shadow Default Rate’ im US-Markt mittlerweile bei rund 5–6% – deutlich höher als die offiziell kommunizierten Zahlen und ein klassisches Zeichen spĂ€ter Kreditzyklen.
Europa ist fragmentierter, weniger effizient – und genau deshalb aus unserer Sicht heute attraktiver. Banken dominieren noch immer einen Großteil der Unternehmensfinanzierung, ziehen sich aber regulierungsbedingt zunehmend zurĂŒck – Basel IV beschleunigt diesen Trend. In der Schweiz kommt ein weiterer struktureller Faktor hinzu: Mit dem Wegfall der Credit Suisse ist ein bedeutender Kreditgeber im mittleren Marktsegment verschwunden. Das spĂŒren Unternehmen und IntermediĂ€re im Markt direkt und schafft Raum fĂŒr spezialisierte Private-Credit-Anbieter, insbesondere im Lower Mid Market Bereich. EuropĂ€ische Transaktionen weisen typischerweise konservativere Leverage-Niveaus, stĂ€rkere Covenants und attraktivere risikoadjustierte Spreads auf – und fĂŒr Euro-Investoren entfĂ€llt das WĂ€hrungsabsicherungsproblem, das einen vermeintlichen US-Renditevorteil hĂ€ufig neutralisiert. Genau hier finden wir Situationen, die wir direkt mit den EigentĂŒmern und Unternehmern aushandeln und maßgeschneidert strukturieren können – meist erstrangig besichert, mit starken Covenants und attraktivem Pricing, abseits des GedrĂ€nges im US-dominierten Direct-Lending-Markt.
Almer: Was ich in GesprĂ€chen mit institutionellen Investoren ergĂ€nzen wĂŒrde: Auch in Europa muss man differenzieren. Große (Private-Equity-)Sponsor-getriebene Deals im Upper Mid Market zeigen nach unserer EinschĂ€tzung zunehmend dieselben Tendenzen wie in den USA. Entscheidend sind Selektion und der Fokus auf das richtige Segment. Wir bei Daneo Partners sind seit 2018 ausschließlich im europĂ€ischen, DACH-fokussierten Mittelstand aktiv – im Finanzierungssegment zwischen 10-75 Mio. Euro, wo große angelsĂ€chsische Plattformen nicht effizient skalieren können und lokale Banken zu klein oder zu reguliert sind.

Hill: Welche Rolle sollte Private Debt bei der Allokation generell bei institutionellen Investoren einnehmen?

Almer: Private Debt hat sich auch in Europa von einer Nischenstrategie zu einer etablierten Anlageklasse entwickelt. Insbesondere in Deutschland wird Private Debt mittlerweile bei vielen institutionellen Investoren als Kernbaustein in einem gut diversifizierten Portfolio betrachtet. Senior besicherte Direktkredite kombinieren dabei geringe VolatilitĂ€t mit Renditen, die mit eigenkapitalĂ€hnlichen ErtrĂ€gen konkurrieren können. FĂŒr Pensionskassen und Vorsorgewerke ist zudem entscheidend, was Public Credit strukturell nicht leisten kann: direkte Vertragsbeziehung zum Kreditnehmer, aktives Monitoring und die Möglichkeit, frĂŒhzeitig zu intervenieren und Einfluss zu nehmen, wenn sich eine Situation verĂ€ndert. Dies bietet eine sinnvolle ErgĂ€nzung zu bestehenden Public-Credit-Allokationen. Die Allokation sollte strategisch erfolgen – mit klarem Fokus auf QualitĂ€t des Managers und der Strukturen. Wir beobachten zudem ein steigendes Interesse europĂ€ischer institutioneller Investoren an europĂ€ischen Managern, mit dem Ziel, Exposure aus dem US-Markt in die hiesigen MĂ€rkte umzuschichten. Das bestĂ€tigt uns in der Überzeugung, dass wir mit unserer Strategie richtig aufgestellt sind.

Hill: Als Schweizer Fondsboutique stehen Sie im Dialog mit institutionellen Investoren in der gesamten DACH-Region. Welche Themen stehen hier im Vordergrund?

Almer: Die GesprĂ€che mit institutionellen Investoren drehen sich momentan stark um Risiken und weniger um Rendite. Drei Themen dominieren klar. Dominant ist aktuell die kritische Berichterstattung rund um Private Debt in den USA: Investoren haben selber substantiellen USA-Exposure oder lesen die Presse, nehmen die Warnsignale wahr und fragen gezielt nach, wie wir uns von diesen Entwicklungen abgrenzen – Stichworte Covenant-lite, hohe Leverage, Payment-in-Kind.
Zweitens das makroökonomische und geopolitische Umfeld: Wie resilient ist das Portfolio bei einer weiteren konjunkturellen EintrĂŒbung? Was passiert bei einem Workout? Wie schnell kann man reagieren, und welchen Schutz bieten die Strukturen?
Drittens das Thema Bewertung und Leverage: Viele Investoren machen sich Sorgen um Exposure in stark ĂŒberbezahlten, hochverschuldeten Unternehmen – oft in großen Sponsor-Deals (Thema US Sponsored SaaS Firmen). Die Frage, ob und wie man dort investiert ist, und wie man das Thema sieht, wird zunehmend kritisch beurteilt.
Wegmann: Speziell bei deutschen Investoren kommt ein weiteres Thema hinzu: Viele haben in den vergangenen Jahren unter dem Label „Private Credit“ insbesondere in immobilienbesicherte Finanzierungen – Mezzanine, Whole Loans – in Deutschland investiert und dabei schmerzhafte Erfahrungen gemacht. Das hat das Vertrauen in die Anlageklasse teilweise belastet und fĂŒhrt zu berechtigten Fragen rund um Abgrenzung und StrukturqualitĂ€t. Wir erklĂ€ren dann gerne unsere Corporate Credit Strategie: mittelstĂ€ndische Unternehmen in der DACH-Region, erstrangig besichert, ohne exzessiven Leverage und mit direktem Zugang zum Management.

Hill: Sie vertiefen aktuell den Dialog mit Investoren in Deutschland. Gibt es hier Unterschiede bei der Betrachtung von Private Debt, Finanzplatz Deutschland versus Finanzplatz Schweiz?

Almer: Ja, durchaus. In Deutschland ist die strategische Allokation institutioneller Investoren in Private Credit bereits deutlich weiter fortgeschritten, als in der Schweiz. Deutsche Pensionskassen und Versorgungswerke haben die Anlageklasse frĂŒher und breiter in ihre Portfolios integriert. Laut dem aktuellen Investor Survey des Bundesverbands Alternative Investments (BAI) liegt die durchschnittliche strategische Allokation in Private Debt bereits bei 3,3%. In der Schweiz ist die Durchdringung noch geringer – das Thema gewann aber die letzten Jahre klar an Dynamik. Inhaltlich unterscheiden sich die Fragen kaum: Beide MĂ€rkte interessieren sich fĂŒr Sicherheit, Transparenz und Track Record. AuffĂ€llig ist zudem, dass Pensionskassen – sowohl in Deutschland als auch in der Schweiz – zunehmend Interesse zeigen, mittelstĂ€ndische Unternehmen im heimischen Markt direkt zu unterstĂŒtzen. So wurde in der Schweiz per 1. Januar 2022 die Anlagerichtlinien fĂŒr Vorsorgeeinrichtungen erweitert. Seither dĂŒrfen diese „nichtkotierte schweizerische Anlagen“ als eigene strategische Anlageklasse fĂŒhren. ZulĂ€ssig ist die Kapitalvergabe gegenĂŒber Schuldnern (Private Debt) und im Sinne von Beteiligungen (Private Equity).

Hill: Wo sehen Sie gegenwĂ€rtig die grĂ¶ĂŸten Chancen und Herausforderungen im Private Debt-Markt?

Wegmann: Wir sehen derzeit besonders attraktive Chancen im europĂ€ischen Lower Mid Market Bereich, einem strukturell mit Fremdkapital unterversorgten Segment. WĂ€hrend sich Banken zunehmend zurĂŒckziehen, können große internationale Plattformen und Manager in diesem Bereich hĂ€ufig nicht effizient skalieren. Gleichzeitig ist in den vergangenen Jahren ein großer Teil des Kapitals in großvolumige, sponsorgetriebene Transaktionen geflossen. Dies hat zu intensivem Wettbewerb, steigenden Leverage-Niveaus und einer Erosion der Kreditstandards (und Margen) gefĂŒhrt – insbesondere im US-Markt. Europa wird aktuell nach unserer Beobachtung von institutionellen Investoren klar bevorzugt: Das Fundraising fĂŒr europĂ€ische Private-Credit-Fonds erreichte 2025 einen Rekordwert und der europĂ€ische Mid-Market gilt als „Lender’s Market” mit besseren Strukturen und stĂ€rkeren Covenants. Allerdings beobachten wir auch hier einen zunehmenden Deployment-Druck: Große Fonds mit erheblichem „Dry Powder” drĂ€ngen in kleinere Segmente, was den Wettbewerb auch im „Core“ Mid-Market erhöht und die SelektivitĂ€t beim Underwriting umso wichtiger macht. Vor diesem Hintergrund sehen wir eine klare OpportunitĂ€t in weniger kompetitiven Transaktionen mit solider Struktur, attraktivem Pricing und stĂ€rkerem Einfluss auf die Kreditgestaltung.
Almer: Als grĂ¶ĂŸte Herausforderung sehen wir die zunehmende Verunsicherung – geopolitisch, aber auch innerhalb der Anlageklasse selbst. Sollten sich die Spannungen im US-dominierten Segment weiter zuspitzen, könnten Verwerfungen entstehen, die das Vertrauen der Investoren in Private Debt generell belasten und die Kapitalbeschaffung erschweren. Wir sehen uns jedoch gut positioniert – auch in einem schwierigeren Umfeld: Als lokal verwurzelter DACH-Manager mit proprietĂ€rem Dealflow, Fokus auf den Lower-Mid-Market und konsequent stark besicherten Strukturen.

Hill: Vielen Dank fĂŒr das GesprĂ€ch.

www.fondsboutiquen.de
  Dialog & Information: FINANZPLATZ FRANKFURT AM MAIN auf LINKEDIN – KANAL FINANZPLATZ FRANKFURT AM MAIN auf LINKEDIN – GRUPPE FONDSBOUTIQUEN auf LINKEDIN – KANAL
  FINANZPLATZ-FRANKFURT-MAIN.DE, DACHLI-Region & FONDSBOUTIQUEN.DE (2026) – Themen, Interessen, Dialog (Auswahl & „Snapshots“) 25.2.2026, Frankfurt – „Finanzplatz Frankfurt am Main meets Wealthmanagement“ (Markus Hill – Moderation: Christian Neuhaus – FINVIA, Sven Karkossa – Capitell Vermögens-Management AG, Noel Zeh – Wunderland Capital) 26.2.2026, Frankfurt – „Forum fĂŒr Digitale Vermögenswerte (FDV)“ Redaktion – Themenspecial „Finanzplatz Frankfurt am Main meets Wealthmanagement & Digital Assets“ (Interviews / GastbeitrĂ€ge, “Support” & MORE: info: markus-hill.com) 17.3.2026, Frankfurt – Private Markets Excellence Forum – „Private Markets, Family Offices & Stiftungen – Due Diligence & Ausblick 2026” (Markus Hill – Fireside Chat: J. Paulo Dos Santos – GeschĂ€ftsfĂŒhrer, VIRATIO GmbH) Interview mit Christian Hommens – SMART IMPACT INVESTING & PRIVATE MARKETS FrĂŒhjahr 2026: Investorenstudie „PrĂ€ferenzen institutioneller Investoren bei Immobilien & Alternative Investments“ (Markus Hill – Moderation, Podcast: Sebastian ThĂŒrmer, “artis & x” – Beispiel 2025) 16.4.2026 – „köln let’s talk“ – Bettina Timmler – Immobilien & Dialog (Medienpartnerschaft) 12.5.2026, Frankfurt: „Value Investing & Rohstoffe & MORE“ (Markus Hill – Moderation & Kurzintro „Fondsboutiquen & USA-Formel“ – Alex J. Rauschenstein & Urs Marti, SIA FUNDS AG – FINANZPLATZ SCHWEIZ) 17.6.2026, ZĂŒrich: Insights – “Family Offices & Fondsboutiquen” – The Mountain Talks Summit – FUNDPLAT (Vortrag – Markus Hill) 10.11.2026, Frankfurt: „Finanzplatz Frankfurt am Main meets Finanzplatz Liechtenstein“ (Markus Hill – Moderation – LAFV Liechtensteinischer Anlagefondsverband: Panel & VortrĂ€ge) Input, Ideen & Anregungen zu den oben genannten Themen sind willkommen: info@markus-hill.com / +49 (0) 163 4616 179 Foto: Finanzplatz Frankfurt am Main QUELLE: IPE D.A.CH „Die Stiftungsverantwortlichen sind keine Finanzprofis, sondern Profis in ihrem Stiftungsbereich und Stiftungszweck“ (10.03.2026 –  Markus Hill im GesprĂ€ch mit J. Paulo M. dos Santos, VIRIATO GmbH)
Wenn man mit Stiftungen ĂŒber Kapitalanlage spricht, fĂ€llt hĂ€ufig ein Spannungsfeld auf: Auf der einen Seite der Wunsch nach Sicherheit und StabilitĂ€t, auf der anderen Seite die RealitĂ€t der KapitalmĂ€rkte mit Zinswende, Inflation und neuen Anlageklassen. Viele StiftungsvorstĂ€nde stehen vor der Herausforderung, langfristig Vermögen zu erhalten und gleichzeitig ausreichend ErtrĂ€ge fĂŒr den Stiftungszweck zu erwirtschaften. Dabei geht es nicht nur um Produkte, sondern um Struktur, Governance und Entscheidungsprozesse. Ein GesprĂ€ch ĂŒber Anlagerichtlinien, Business Judgement Rule, Private Debt, Infrastruktur und die oft unterschĂ€tzte Rolle der Finanzpsychologie bei Stiftungsentscheidungen. Markus Hill sprach fĂŒr IPE D.A.CH darĂŒber mit J. Paulo M. dos Santos vom VIRIATO Family Office im Vorfeld des Veranstaltungsformats Smart Exellence Forum (Impact Investing & Private Markets).
IPE D.A.CH: 
de | boerse | 69546331 |