Bombendrohungen, PassagierflĂŒge

Mehrere Bombendrohungen gegen PassagierflĂŒge in Europa

Veröffentlicht am: 05.11.2026 um 12:37 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
ÉVREUX - Zum zweiten Mal in dieser Woche sind mehrere europĂ€ische FlĂŒge von Bombendrohungen betroffen.

(Neu: letzter Absatz - auch Bulgarien und RumÀnien betroffen)

ÉVREUX (dpa-AFX) - Zum zweiten Mal in dieser Woche sind mehrere europĂ€ische FlĂŒge von Bombendrohungen betroffen. Wegen einer Bombendrohung ist unter anderem ein Linienflug zwischen Dublin und Rom nach Frankreich umgeleitet worden. Die Maschine landete am MilitĂ€rflughafen Évreux, wie das Amt des französischen Premierministers mitteilte. Die 151 Passagiere und 6 Crew-Mitglieder wĂŒrden in Sicherheit gebracht. Sprengstoffexperten seien nun im Einsatz.

Évreux liegt etwa 100 Kilometer nordwestlich der französischen Hauptstadt Paris. Bereits am Dienstag hatte es Bombendrohungen gegen kommerzielle FlĂŒge in Europa gegeben.

Flugzeug von italienischen Kampfjets eskortiert

ZwischenfĂ€lle gab es zudem in Italien: Nach anonymen Hinweisen auf einem mutmaßlichen Bombenalarm an Bord eines Finnair-Fliegers aus Helsinki, der gegen 9.30 Uhr von Kampfjets der italienischen Luftwaffe eskortiert am Flughafen Rom-Fiumicino landete, leiteten Sprengstoffexperten der Polizei die vorgesehenen Sicherheitskontrollen ein. Diese dauern weiterhin an, wie die Nachrichtenagentur Ansa meldete.

Eine Maschine, die am Morgen am Airport Mailand-Malpensa gestartet war, wurde nach Angaben von Ansa wegen einer wÀhrend des Fluges eingegangenen Bombendrohung nach Wien umgeleitet und landete dort.

Ein österreichischer Polizeisprecher bestĂ€tigte die Landung der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage. Zuvor sei in Polen eine E-Mail mit einer Bombendrohung eingegangen. In Wien wurde jedoch keine GefĂ€hrdung festgestellt. Das Flugzeug sei mittlerweile unterwegs nach Warschau, hieß es. Der Sprecher sprach von einer "abstrakten" Drohung und verwies auf Ă€hnliche VorfĂ€lle in der jĂŒngsten Vergangenheit.

DĂ€nemark und Tschechien ebenfalls betroffen

Am Flughafen Kopenhagen gab es Drohungen gegen zwei FlĂŒge. Bei der Durchsuchung der Flugzeuge sei aber nichts VerdĂ€chtiges gefunden, teilte die Polizei der Nachrichtenagentur Ritzau mit: "Nach unserer EinschĂ€tzung besteht beziehungsweise bestand keine Gefahr fĂŒr Passagiere oder andere Personen, die sich am Flughafen aufhalten." Um welche FlĂŒge es sich handelte, wollte ein Sprecher demnach nicht sagen.

Mehrere Bombendrohungen haben auch den Flugverkehr in Prag beeintrĂ€chtigt. Man habe Warnungen ĂŒber improvisierte SprengsĂ€tze an Bord von vier Flugzeugen erhalten, teilte die tschechische Polizei bei X mit. Nach der Landung auf dem internationalen Vaclav-Havel-Flughafen wĂŒrden die Maschinen von Spezialisten durchsucht. Gleichwohl stufe man die Relevanz der Drohungen als niedrig ein.

Bombendrohungen auch bei FlĂŒgen nach Bulgarien und RumĂ€nien

Drei Maschinen der Gesellschaft Ryanair bekamen auf dem Weg nach Bulgarien Bombendrohungen, berichtete die bulgarische Nachrichtenagentur BTA unter Berufung auf das Verkehrsministerium in Sofia. Eine Maschine aus London wurde auf den Flughafen Plowdiw umgeleitet. Die zwei weiteren Flugzeuge - aus Kopenhagen und Madrid - landeten planmĂ€ĂŸig in Sofia. Einen Ă€hnlichen Fall gab es im Nachbarland RumĂ€nien: Eine Maschine der Gesellschaft Wizz Air bekam auf ihrem Flug von Mailand nach Bukarest eine Bombendrohung, landete aber sicher und planmĂ€ĂŸig in RumĂ€niens Hauptstadt, berichtete die rumĂ€nische Nachrichtenagentur Mediafax. Der Inlandsgeheimdienst SRI untersuche nunmehr das Flugzeug, hieß es.

Disclaimer...
de | boerse | 70463142 |