Metall-Arbeitgeber NRW warnen vor Jobverlusten
Veröffentlicht am: 08.11.2026 um 16:52 Uhr | dpa, AD HOC NEWSWeitere Streiks könnten den Stellenabbau verschÀrfen, warnte der PrÀsident des Verbands, Arndt Kirchhoff, vor der dritten Tarifrunde in Nordrhein-Westfalen im GesprÀch mit der "Welt".
Die Unternehmen befÀnden sich in der schwierigsten wirtschaftlichen Phase seit dem Krieg. "Die Lage war noch nie so angespannt wie heute", sagte Kirchhoff. Vor allem die hohen Arbeitskosten belasteten die WettbewerbsfÀhigkeit des Standorts Deutschland. Viele Betriebe hÀtten zwar wieder AuftrÀge, könnten diese wegen der hohen Kosten aber nicht an deutschen Standorten abwickeln.
Tarifparteien noch weit auseinander
Die IG Metall fordert in der laufenden Tarifrunde fĂŒnf Prozent mehr Lohn. Die Arbeitgeber haben ein Angebot von einem Prozent plus einer Einmalzahlung vorgelegt. WĂ€hrend die Gewerkschaft einen Abschluss mit zwölf Monaten Laufzeit anstrebe, wollen die Arbeitgeber eine Laufzeit von 26 Monaten erreichen.
"Wir mĂŒssen die Deindustrialisierung stoppen. Und den Arbeitsplatzabbau, denn das sind gut bezahlte Stellen. Unsere Leute ... verdienen im Schnitt 72.000 Euro im Jahr. Fallen diese ArbeitsplĂ€tze weg, hat das ĂŒbrigens auch massive Folgen fĂŒr Steuereinnahmen und Sozialkassen", sagte Kirchhoff. Er warnte vor einer weiteren Eskalation des Arbeitskampfs. Ein unbefristeter Streik nach einer Urabstimmung wĂŒrde weitere ArbeitsplĂ€tze kosten.
An diesem Montag kommen Arbeitgeber und Gewerkschaft in Nordrhein-Westfalen zur dritten Verhandlungsrunde zusammen. Kirchhoff sagte, er rechne nicht mit einer Einigung an diesem Tag.
