Micron Technology-Aktie: Apple erwartet weiter steigende Speicherpreise
Veröffentlicht am: 04.11.2026 um 13:26 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael MĂŒller, Chefredakteur AD HOC NEWSSpeicherpreise bleiben zentral
- Apple rechnet ĂŒber das Dezemberquartal hinaus mit weiter steigenden Preisen fĂŒr Speicherchips.
- Microns DRAM-Umsatz erreichte im vierten GeschÀftsquartal einen Rekord und dominierte das GeschÀft.
- Das Unternehmen stellt fĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2027 sequenzielles Umsatzwachstum in jedem Quartal in Aussicht.
Apple rechnet auch nach dem Dezemberquartal mit weiter steigenden Preisen fĂŒr Speicherchips. Das erklĂ€rte Apple-Chef John Ternus nach dem von Yahoo Finance aufgegriffenen QuartalsgesprĂ€ch des iPhone-Konzerns. FĂŒr Micron Technology rĂŒckt damit die Frage in den Mittelpunkt, wie lange die hohen Speicherpreise die Gewinne tragen können.
Apple verschÀrft den Kostendruck
Ternus bezeichnete die aktuellen Speicherpreise als beispiellos. Apple-Chefstratege Kevan Parekh fĂŒhrte zudem aus, dass die erwartete Margenbelastung im Dezemberquartal vor allem auf höhere Speicherkosten zurĂŒckgehe. Apple stellt fĂŒr das Quartal eine Bruttomarge von 45 bis 46 Prozent in Aussicht, nachdem im Septemberquartal 47,9 Prozent erreicht wurden.
Nach Darstellung des Berichts könnte Apple wegen der krĂ€ftigen Nachfrage nach Macs und iPads im Dezemberquartal weniger GerĂ€te ausliefern. Apple nannte keine einzelnen Lieferanten. Die Aussage ist deshalb ein Signal fĂŒr den Speichermarkt, aber kein Beleg fĂŒr einen bestimmten Auftrag an Micron.
DRAM trÀgt Microns Erholung
Micron erzielt den gröĂten Teil seines GeschĂ€fts mit DRAM, dem Arbeitsspeicher fĂŒr laufende Anwendungen. Im vierten GeschĂ€ftsquartal, das am 3. September endete, erreichte der DRAM-Umsatz laut dem Bericht 39,8 Milliarden US-Dollar. Das entsprach einem Plus von 343 Prozent zum Vorjahreszeitraum und 73 Prozent des Konzernumsatzes.
Der Flash-Bereich kam auf 26 Prozent des Umsatzes. Mehr als zwei Drittel davon entfielen auf Laufwerke fĂŒr Rechenzentren. Damit ist Micron zwar ebenfalls vom NAND-Markt abhĂ€ngig, der Schwerpunkt liegt jedoch auf dem DRAM-GeschĂ€ft, das stĂ€rker von Anwendungen fĂŒr kĂŒnstliche Intelligenz profitieren kann.
Der Preisanstieg bei DRAM verlangsamte sich allerdings. Nach einem Zuwachs im niedrigen zweistelligen Prozentbereich im dritten GeschĂ€ftsquartal legten die Preise im vierten Quartal nur noch im hohen einstelligen Prozentbereich zu. Das erhöht die Bedeutung der nĂ€chsten Margenentwicklung fĂŒr die Aktie.
Ausblick trifft auf hohe Erwartungen
Micron erwartet laut dem Bericht fĂŒr jedes Quartal des GeschĂ€ftsjahres 2027 ein sequenzielles Umsatzwachstum. Die Prognose fĂŒr das erste GeschĂ€ftsquartal sieht ein bereinigtes Ergebnis je Aktie von rund 38 US-Dollar vor, nach rund 33 US-Dollar im vierten Quartal. Der Ausblick setzt damit voraus, dass die Speicherpreise trotz nachlassender Dynamik weiter stĂŒtzen.
Der Bericht verweist zugleich auf das Risiko, dass höhere Komponentenpreise die Nachfrage bremsen. Kioxia erwartet fĂŒr das Dezemberquartal nur einen moderaten Preisanstieg bei Flash-Speichern. Anleger mĂŒssen daher zwischen dem starken DRAM-Ausblick und möglichen Anzeichen einer nachlassenden Preisdynamik im gesamten Speichermarkt abwĂ€gen.
Der Realtime-Kurs der Micron Technology-Aktie lag am Mittwoch, 4. November 2026, um 13:15 Uhr Berliner Zeit bei Lang & Schwarz bei 746,15 Euro, 1,56 Prozent unter dem Xetra-Schlusskurs vom Dienstag, 3. November.
Micron Technology im Ăberblick
- Unternehmen: Micron Technology, Inc.
- ISIN: US5951121038
- Ticker: MU
- Heimatbörse: Nasdaq
- Lang & Schwarz: 746,15 Euro am 4. November 2026 um 13:15 Uhr Berliner Zeit
- Xetra-Schluss: 758,00 Euro am 3. November 2026
- VerÀnderung zur Xetra-Basis: -1,56 Prozent
FĂŒr das Marktumfeld bleibt die Entwicklung des S&P 500 ein wichtiger Referenzpunkt fĂŒr US-Technologiewerte.
