Neuer Prozess gegen Ex-MilliardÀr René Benko
Veröffentlicht am: 04.11.2026 um 05:50 Uhr | dpa, AD HOC NEWSBei der Verhandlung im Landesgericht Innsbruck geht es am Mittwoch (8.45 Uhr) unter anderem um den Verdacht des schweren Betrugs. Laut Anklage soll Benko die Privatstiftung des Industriellen Hans Peter Haselsteiner um rund fĂŒnf Millionen Euro betrogen haben, indem er dem Investor eine "wahrheitswidrige Garantie" zur RĂŒckzahlung der Millionensumme gegeben habe. Haselsteiner und Benko waren jahrelang geschĂ€ftlich eng verbunden.
Der 82-jĂ€hrige Haselsteiner, Ex-Chef des Baukonzerns Strabag AT000000STR1, ist am ersten von zwei geplanten Prozesstagen als Zeuge geladen. Benko wird erstmals nicht aus dem GefĂ€ngnis in den Gerichtssaal kommen. Seit Mitte Oktober darf er seine Untersuchungshaft mit einer FuĂfessel in einer Privatwohnung absitzen.
Es geht auch um ein teures Gewehr
Der 49-JĂ€hrige ist auĂerdem erneut wegen SchĂ€digung seiner GlĂ€ubiger angeklagt. Er hat laut Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) ein Jagdgewehr im Wert von 80.000 Euro dem Zugriff seiner GlĂ€ubiger entzogen. Der Strafrahmen der Anklagepunkte betrĂ€gt ein bis zehn Jahre Haft. Benko, der seit Januar 2025 in Untersuchungshaft ist, bestreitet alle VorwĂŒrfe. Ihm drohen weitere Anklagen.
Benko hatte den Immobilienkonzern Signa gegrĂŒndet, den er im Lauf von rund zwanzig Jahren zu einer als Top-Adresse geltenden Firma ausbaute. Der Einstieg in den stationĂ€ren Handel bei den deutschen Kaufhausketten Kaufhof und Karstadt, steigende Zinsen, verlorenes Vertrauen der Banken und Managementfehler trieben die Signa schlieĂlich in die Insolvenz.
