OMV-Aktie: Starkes Q3 treibt Ausblick und Raffineriemargen
Veröffentlicht am: 02.11.2026 um 10:29 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWSStarkes Quartal, höherer Ausblick
- OMV steigerte das CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten im dritten Quartal deutlich.
- Fuels und Energy trugen das Ergebnis, während Chemicals unter dem Vorjahresniveau blieb.
- OMV hob mehrere Preis- und Margenannahmen für 2026 an und plant zugleich höhere Investitionen.
OMV hat am Donnerstag, 29. Oktober 2026, ein starkes drittes Quartal vorgelegt und mehrere Annahmen für das Gesamtjahr angehoben. In der Pressemitteilung von OMV stieg das CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten auf 2.117 Millionen Euro. Der den Aktionären des Mutterunternehmens zurechenbare CCS Periodenüberschuss vor Sondereffekten erreichte 1.153 Millionen Euro.
Raffinerien treiben Ergebnis
Die Umsatzerlöse aus fortgeführten Geschäften erhöhten sich im dritten Quartal um 43 Prozent auf 8.959 Millionen Euro. Der operative Cashflow stieg auf 2.199 Millionen Euro, während der Cashflow vor Veränderungen des Nettoumlaufvermögens um 57 Prozent auf 2.334 Millionen Euro zulegte.
Besonders stark entwickelte sich der Geschäftsbereich Fuels. Das CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten stieg auf 1.124 Millionen Euro, nach 413 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Ausschlaggebend waren deutlich höhere Raffinerie-Referenzmargen in Europa und im Nahen Osten, eine hohe Auslastung und ein günstigerer Produktmix.
Die europäische Raffinerie-Referenzmarge erhöhte sich auf 37,50 US-Dollar je Barrel nach 11,50 US-Dollar im Vorjahresquartal. Die Raffinerien in Europa liefen zu 92 Prozent aus. Im Geschäftsbereich Energy stieg das operative Ergebnis vor Sondereffekten um 51 Prozent auf 936 Millionen Euro. Höhere realisierte Öl- und Gaspreise glichen geringere Verkaufsmengen mehr als aus.
Im Chemiegeschäft fiel das operative Ergebnis vor Sondereffekten dagegen auf 63 Millionen Euro, verglichen mit 222 Millionen Euro im dritten Quartal 2025. OMV verwies auf sinkende Marktpreise nach dem günstigen Umfeld des zweiten Quartals. Der Auslastungsgrad der von OMV betriebenen Steamcracker lag bei 82 Prozent.
OMV hebt Prognosen für 2026
Für 2026 erwartet OMV nun einen durchschnittlichen Brent-Preis von mehr als 95 US-Dollar je Barrel. Zuvor hatte das Unternehmen eine Spanne von 85 bis 95 US-Dollar angenommen. Die Prognose für den durchschnittlich realisierten Gaspreis wurde auf rund 45 Euro je Megawattstunde angehoben, nach rund 40 Euro. Die erwartete europäische Raffineriemarge stieg von rund 20 auf rund 25 US-Dollar je Barrel.
Die Kohlenwasserstoffproduktion soll bei rund 290 kboe/d liegen. Gleichzeitig erhöhte OMV die geplanten organischen Investitionen für 2026 von rund 3,4 auf rund 3,5 Milliarden Euro. Als Grund nannte das Unternehmen vor allem die beschleunigte Umsetzung des Neptun-Deep-Projekts durch OMV Petrom. Die Prognosen stehen unter dem Vorbehalt geopolitischer Entwicklungen.
Der Realtime-Kurs der OMV-Aktie lag am Montag, 2. November 2026, um 10:18 Uhr bei Lang & Schwarz bei 75,15 Euro, 0,86 Prozent unter dem Xetra-Schlusskurs vom Freitag, 30. Oktober.
Für Anleger bleibt damit die Entwicklung der Rohstoffpreise ebenso entscheidend wie die Nachhaltigkeit der hohen Raffineriemargen. Der nächste wichtige operative Schwerpunkt ist die Umsetzung der Investitionsprojekte, insbesondere bei Neptun Deep.
Das österreichische Marktumfeld lässt sich über die aktuellen Entwicklungen im ATX verfolgen.
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OMV im Überblick
- Unternehmen: OMV AG
- ISIN: AT0000743059
- Heimatbörse: Wiener Börse
- L&S-Kurs: 75,15 Euro am 2. November 2026 um 10:18 Uhr
- Xetra-Schluss: 75,80 Euro am 30. Oktober 2026
- CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten: 2.117 Millionen Euro im dritten Quartal 2026
