Playmobil-Werk soll zu Rechenzentrum werden
Veröffentlicht am: 28.10.2026 um 11:32 Uhr | dpa, AD HOC NEWSWo noch bis vor kurzem Playmobil-Spielwaren produziert wurden, entsteht jetzt ein Hochleistungs-Rechenzentrum: Die Playmobil-Mutter Horst-BrandstĂ€tter-Group baue auf dem GelĂ€nde ihres Werks in Dietenhofen einen Rechen-Campus, der auf eine Leistung von 100 Megawatt ausgelegt sei und Potenzial darĂŒber hinaus habe, wie das Unternehmen mitteilte.
Modulares System
BrandstĂ€tter stellt die Infrastruktur, Partner sollen die jeweiligen Anwendungen teils in Eigenregie bewerkstelligen. Die Angebote reichen vom bloĂen Bereitstellen der FlĂ€chen mit entsprechender Netzanbindung bis zur fertigen Rechenleistung.
Die Sparte Playmobil digital sei ein neuer, eigenstÀndiger Zweig in der Unternehmensgruppe. Bau und Betrieb des Campus werden von einem Team verantwortet, das mehr als 25 Jahre Erfahrung in den Bereichen Rechenzentren und IT aufweise.
GĂŒnstige Netzanbindung
Der Standort in Dietenhofen biete gute Voraussetzungen fĂŒr ein Rechenzentrum. Auf dem Playmobil-Areal bestehe bereits eine Anbindung an eine 110-Kilovolt-Leitung. Der Netzbetreiber N-ERGIE in NĂŒrnberg habe die entsprechenden NetzkapazitĂ€ten zugesichert.
"Wo ĂŒber Jahrzehnte Playmobil produziert wurde, wollen wir kĂŒnftig eine der wichtigsten Infrastrukturen der digitalen Zukunft ermöglichen", sagte BrandstĂ€tter-Vorstand Matthias Fauser. GroĂe Rechnerleistungen sind vor allem fĂŒr Anwendungen der KĂŒnstlichen Intelligenz in Zukunft mehr und mehr von Bedeutung.
Spielwaren-Produktion geschlossen
Das GelÀnde in Dietenhofen war bis zum Sommer das einzige deutsche Werk, in dem Playmobil Spielwaren produziert hatte. Es wurde Ende Juni geschlossen, die Produktion wurde ins Ausland verlagert. 350 Mitarbeitende verloren ihren Arbeitsplatz. Die Marke Playmobil steht bereits seit lÀngerer Zeit wirtschaftlich unter Druck.
