Sandoz-Aktie: Biosimilars treiben Wachstum, Prognose wird enger
Veröffentlicht am: 02.11.2026 um 10:36 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWSBiosimilars stützen den Ausblick
- Sandoz steigerte den Umsatz in den ersten neun Monaten währungsbereinigt um 5 Prozent auf 8,703 Milliarden US-Dollar.
- Die Biosimilar-Erlöse wuchsen währungsbereinigt um 19 Prozent, während das Generika-Geschäft um 1 Prozent nachgab.
- Für 2026 erwartet Sandoz nun ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 5 bis 6 Prozent und eine Kern-EBITDA-Marge von 23,0 bis 23,5 Prozent.
Sandoz hat am 28. Oktober 2026 seine Zahlen für das dritte Quartal und die ersten neun Monate veröffentlicht. Wie die Deutsche Börse die Unternehmensmitteilung wiedergibt, setzte Sandoz in den ersten neun Monaten 8,703 Milliarden US-Dollar um. Das entspricht einem Plus von 8 Prozent in US-Dollar und einem Wachstum von 5 Prozent zu konstanten Wechselkursen.
Biosimilars bleiben Wachstumsmotor
Das Biosimilar-Geschäft entwickelte sich erneut deutlich stärker als die Generika-Sparte. Die Erlöse mit Biosimilars stiegen in den ersten neun Monaten auf 2,873 Milliarden US-Dollar und damit währungsbereinigt um 19 Prozent. Ihr Anteil am Konzernumsatz erhöhte sich auf 33 Prozent nach 29 Prozent im Vorjahreszeitraum.
Im dritten Quartal erzielte Sandoz mit Biosimilars 998 Millionen US-Dollar Umsatz. Das war ein währungsbereinigtes Plus von 17 Prozent. Die Generika-Erlöse beliefen sich auf 5,830 Milliarden US-Dollar für die ersten neun Monate und gingen währungsbereinigt um 1 Prozent zurück.
Lieferengpaesse bremsen Umsatz
Die starke Nachfrage nach Biosimilars führte im dritten Quartal nach Angaben des Unternehmens vorübergehend zu Lieferengpässen in Europa und internationalen Märkten. Zudem belasteten schwierigere Marktbedingungen in Deutschland die Entwicklung stärker als erwartet. Im Gesamtgeschäft stiegen die Volumina in den ersten neun Monaten um 10 Prozent, während ein Preisrückgang von 5 Prozent einen Teil des Zuwachses ausglich.
Im dritten Quartal lag der Umsatz bei 2,942 Milliarden US-Dollar. Das entsprach einem währungsbereinigten Wachstum von 5 Prozent. Nordamerika war mit einem Plus von 20 Prozent die wachstumsstärkste Region, getragen von Biosimilars.
Umsatzprognose wird enger
Sandoz erwartet für 2026 nun ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 5 bis 6 Prozent. Zuvor hatte der Konzern ein Wachstum im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich in Aussicht gestellt. Als Gründe nennt Sandoz die begrenzten Lieferkapazitäten bei Biosimilars und die ungünstigeren Marktbedingungen in Deutschland.
Gleichzeitig hob das Unternehmen die Prognose für die Kern-EBITDA-Marge an. Sie soll 2026 nun 23,0 bis 23,5 Prozent erreichen. Zuvor war ein Anstieg um rund 100 Basispunkte gegenüber der Marge von 21,7 Prozent im Jahr 2025 erwartet worden. Der günstigere Umsatzmix und die stärkere operative Entwicklung stützen damit die Profitabilität, auch wenn das kurzfristige Umsatztempo durch Engpässe begrenzt wird.
Neue Langfristziele im Blick
Mit der Initiative Bio100 will Sandoz bis 2040 ein Portfolio von mehr als 100 Biosimilars aufbauen. Das Unternehmen bekräftigte zudem seinen mittelfristigen Ausblick bis 2028 und stellte für 2025 bis 2030 ein mittleres bis hohes einstelliges jährliches Umsatzwachstum zu konstanten Wechselkursen sowie eine Kern-EBITDA-Marge von 25 bis 27 Prozent bis 2030 in Aussicht.
Der Realtime-Kurs der Sandoz-Aktie lag am Montag, 2. November 2026, um 10:33 Uhr bei Lang & Schwarz bei 88,99 Euro.
Sandoz Group AG
- ISIN: CH1243598427
- Handelsplatz: SIX Swiss Exchange
- Kurs: 88,99 Euro bei Lang & Schwarz am 2. November 2026, 10:33 Uhr
- Berichtszeitraum: erstes bis drittes Quartal 2026
Am 9. und 10. November 2026 plant Sandoz einen Analysten- und Investorenbesuch in Slowenien. Die Veröffentlichung der Jahreszahlen 2026 ist für den 17. Februar 2027 vorgesehen.
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