KWS SAAT SE & Co. KGaA / Schlagwort(e): Jahresbericht
23.09.2026 / 07:00 CET/CEST FĂĽr den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.
Profitabilität trotz geringerer Anbauflächen behauptet und Bilanz gestärkt Umsatz* sinkt um 3 % auf 1,63 (1,68) Mrd. € (organisch: –1 %) EBITDA-Marge* erreicht 21,1 % inkl. Sondereffekt (bereinigt: 19,3 %) Ergebnis je Aktie* steigt auf 4,80 (4,24) € Freier Cashflow* mit 122,5 (123,2) Mio. € auf hohem Vorjahresniveau Nettoverschuldung mit 8,7 (61,6) Mio. € nahezu vollständig abgebaut Verlässliche Dividendenpolitik fortgesetzt und Dividende erneut erhöht Vorschlag an Hauptversammlung 2026: Erhöhung auf 1,30 (1,25) € je Aktie Ausschüttungsquote von ca. 29 % liegt im Rahmen der im Vorjahr angehobenen Bandbreite Wesentliche Fortschritte in der Umsetzung der Unternehmensstrategie erzielt Führende Marktpositionen bei wesentlichen Kulturarten in der Anbausaison 2026 gefestigt Deutlicher Zuwachs bei Raps – stärkste Kulturart im Getreidesegment und führende Position in Europa Erneut über 500 neue Sorten weltweit zugelassen Kommerzialisierung aller Gemüsearten im neuen Geschäftsjahr geplant Prognosen für Geschäftsjahr 2026/2027 im Rahmen der gesetzten Mittelfristziele Organisches Umsatzwachstum von ca. 3 % bei sich erholenden Agrarmärkten erwartet EBITDA-Marge zwischen 19 und 20 % angestrebt *aus fortgeführten Aktivitäten „Im Geschäftsjahr 2025/2026 wurde erneut deutlich, wie angespannt das Umfeld für die Landwirtschaft weltweit bleibt. Klimatische Extreme, zunehmender Krankheitsdruck und volatile Agrarmärkte stellen Landwirtinnen und Landwirte vor große Herausforderungen. Diese machen deutlich, welchen Beitrag die moderne Pflanzenzüchtung leistet: Mit leistungsfähigen, resilienten Sorten schaffen wir die Grundlage für stabile Erträge und eine nachhaltigere Landwirtschaft. Als KWS investieren wir weiterhin konsequent in unsere Forschung und Entwicklung, um Innovationen schneller in die Praxis zu bringen und damit einen Beitrag zur Ernährungssicherung zu leisten“, kommentierte Dr. Felix Büchting, Vorstandssprecher von KWS. Dr. Jörn Andreas, Finanzvorstand von KWS, ergänzte: „Wir haben im Geschäftsjahr 2025/2026 mit konsequentem Kostenmanagement unsere Profitabilität behauptet, den freien Cashflow auf hohem Niveau gehalten und unsere Finanzposition weiter gestärkt. Gleichzeitig haben wir KWS entlang unserer langfristigen Prioritäten weiterentwickelt. Damit sind wir gut aufgestellt, künftige Wachstumschancen gezielt zu nutzen. Für das neue Geschäftsjahr erwarten wir unter der Annahme verbesserter Marktbedingungen die Rückkehr zu organischem Wachstum im Rahmen unserer Mittelfristziele.“  Wesentliche Kennzahlen im Überblick (fortgeführte Aktivitäten) | in Mio. € |  | GJ 2025/26 | GJ 2024/25 |  +/- | | Umsatz |  | 1.626,8 | 1.676,6 | –3,0 % | | EBITDA |  | 343,1 | 350,5 | –2,1 % | | EBIT |  | 239,0 | 247,6 | –3,5 % | | Finanzergebnis |  | 1,1 | –35,4 | >100 % | | Ergebnis vor Steuern |  | 240,1 | 212,2 | 13,1 % | | Ertragsteuern |  | 81,7 | 72,2 | 13,2 % | | Ergebnis nach Steuern |  | 158,4 | 140,0 | 13,1 % | | Ergebnis je Aktie | in € | 4,80 | 4,24 | 13,1 % |
 Geschäftsentwicklung 2025/2026 Der Umsatz der KWS Gruppe ging im Geschäftsjahr 2025/2026 um 3 % auf 1.626,8 (1.676,6) Mio. € zurĂĽck. Auf vergleichbarer Basis (ohne Währungs- und Portfolioeffekte) entspricht dies einem RĂĽckgang um 1,0 %. Wesentlich hierfĂĽr waren ein RĂĽckgang der Anbauflächen in den Kulturarten ZuckerrĂĽben und Mais. Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) der KWS Gruppe sank um 2,1 % auf 343,1 (350,5) Mio. €. Die EBITDA-Marge stieg leicht auf 21,1 (20,9) % an. Im EBITDA des Berichtsjahres war ein positiver Sondereffekt von 29,0 Mio. € aus der VeräuĂźerung von Lizenzrechten im Rahmen des Verkaufs des nordamerikanischen Maisgeschäftes enthalten. Im Vorjahr war das EBITDA dagegen von der Auflösung einer RĂĽckstellung fĂĽr umsatzsteuerliche Risiken in Höhe von 7,7 Mio. € positiv beeinflusst. Bereinigt um diese beiden Sondereffekte betrug das EBITDA 314,1 (342,8) Mio. € bei einer EBITDA-Marge von 19,3 (20,4) %. DarĂĽber hinaus wirkten sich im Berichtszeitraum eine RĂĽckstellung fĂĽr ein Rechtsrisiko im mittleren einstelligen Millionen-Euro-Bereich sowie negative Währungseffekte in Höhe von ca. 14 Mio. € negativ auf das EBITDA aus. Infolge der Umsatzentwicklung ging das Bruttoergebnis um 5,8 % auf 995,8 (1.057,4) Mio. € zurĂĽck. Die Bruttomarge betrug 61,2 (63,1) %. Diesem Ergebnis standen geringere Aufwendungen fĂĽr Vertrieb, Verwaltung sowie Forschung & Entwicklung (F&E-Quote: 21,0 %) gegenĂĽber. Das Finanzergebnis verbesserte sich deutlich auf 1,1 (–35,4) Mio. €. Hierzu trug insbesondere ein höheres Beteiligungsergebnis von 10,0 (–33,7) Mio. € bei. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag beliefen sich auf 81,7 (72,2) Mio. €. Daraus ergab sich ein Ergebnis nach Steuern aus fortgefĂĽhrten Geschäftsbereichen in Höhe von 158,4 (140,0) Mio. € bzw. 4,80 (4,24) € je Aktie. Der freie Cashflow der fortgefĂĽhrten Geschäftsbereiche lag mit 122,5 (123,2) Mio. € auf dem Niveau des Vorjahres. Teilzahlungen aus dem Verkauf der nordamerikanischen Maisaktivitäten kompensierten dabei teilweise den RĂĽckgang des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit auf 172,6 (227,7) Mio. €. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich auf 61,2 (59,8) %, die Nettoverschuldung ging auf 8,7 (61,6) Mio. € zurĂĽck. Geschäftsentwicklung nach Segmenten Der Umsatz des Segments ZuckerrĂĽben ging im Geschäftsjahr um 2,0 % auf 854,2 (871,8) Mio. € zurĂĽck. Auf vergleichbarer Basis1 lag der Umsatz trotz eines deutlichen RĂĽckgangs der Anbaufläche auf Vorjahresniveau (–0,6 %). Die weltweite MarktfĂĽhrerschaft bei ZuckerrĂĽben hat KWS im Geschäftsjahr weiter ausgebaut. Der Anteil der nachhaltigen Produktinnovationen CONVISO® SMART und CR+ am Segmentumsatz erhöhte sich auf rund 63 (61) %. Das EBITDA des Segments ging auf 358,1 (397,0) Mio. € zurĂĽck. Im Vorjahreszeitraum war im Segmentergebnis ein positiver Sondereffekt von 7,7 Mio. € aus der Auflösung einer RĂĽckstellung fĂĽr umsatzsteuerliche Risiken enthalten. Die EBITDA-Marge blieb mit 41,9 (45,5) % weiterhin auf hohem Niveau, jedoch unterhalb des Vorjahres. Im Segment Mais ging der Umsatz in einem herausfordernden Marktumfeld in Europa um 5,3 % auf 433,6 (458,1) Mio. € zurĂĽck, auf vergleichbarer Basis1 lag der RĂĽckgang bei 1,6 %. Im Bereich Silomais ist KWS weiterhin MarktfĂĽhrer, bei Körnermais der drittgrößte Anbieter in Europa. Der Marktanteil im gesamten europäischen Maismarkt stieg auf 13 (11) %. Das EBITDA des Segments erhöhte sich deutlich auf 92,2 (52,7) Mio. €. Die EBITDA-Marge verbesserte sich auf 21,3 (11,5) %. Das EBITDA enthält einen positiven Sondereffekt von 29,0 Mio. € aus der VeräuĂźerung von Lizenzrechten im Zusammenhang mit dem Verkauf des nordamerikanischen Maisgeschäfts. Ohne diesen Sondereffekt lag die EBITDA-Marge bei 14,6 % und damit ebenfalls ĂĽber dem Vorjahresniveau. Im Segment Getreide stieg der Umsatz leicht um 0,2 % auf 263,9 (263,3) Mio. € an. Der Umsatzanstieg auf vergleichbarer Basis1 betrug 0,6 %. Die Erlöse mit Rapssaatgut stiegen deutlich, während der Umsatz mit Roggen-, Weizen- und Gerstensaatgut zurĂĽckging. Die weiteren Aktivitäten im Segment verzeichneten geringe Erlöse. Das EBITDA lag mit 34,6 (42,9) Mio. € unter dem Niveau des Vorjahres. Dies ist im Wesentlichen auf eine RĂĽckstellung fĂĽr ein Rechtsrisiko im mittleren einstelligen Millionen-Euro-Bereich sowie erhöhte Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen zurĂĽckzufĂĽhren. Der Umsatz des Segments GemĂĽse ging im Berichtsjahr um 6,4 % auf 67,5 (72,1) Mio. € zurĂĽck. Auf vergleichbarer Basis1 belief sich der UmsatzrĂĽckgang auf 6,8 %. Der RĂĽckgang ist auf mehrere Einzeleffekte zurĂĽckzufĂĽhren, u. a. eine hohe Vergleichsbasis im Asiengeschäft, das im Vorjahr von SondereinflĂĽssen profitierte. KWS behauptete seine starke Marktstellung und bleibt MarktfĂĽhrer fĂĽr Spinatsaatgut. Das EBITDA des Segments reduzierte sich aufgrund planmäßig steigender Aufwendungen fĂĽr den Aufbau der GemĂĽsezĂĽchtung sowie der Vertriebsorganisation auf –25,8 (–22,0) Mio. €. Die Umsatzerlöse im Segment Corporate gingen im Berichtszeitraum auf 7,5 (11,3) Mio. € zurĂĽck. Diese werden im Wesentlichen durch die landwirtschaftlichen Betriebe von KWS in Deutschland, Frankreich und Polen generiert. Da im Segment Corporate ĂĽbergreifende, nicht auf die Segmente verrechenbare Kosten fĂĽr die zentralen Funktionen der KWS Gruppe sowie zentrale Forschungsaufwendungen abgebildet werden, fällt das Segmentergebnis regelmäßig negativ aus. Das Segmentergebnis (EBITDA) verbesserte sich gegenĂĽber dem Vorjahr auf –116,0 (–120,1) Mio. €. Geplante Gewinnverwendung: Erhöhung der Dividende auf 1,30 (1,25) € je Aktie Im Einklang mit der Dividendenpolitik von KWS werden Vorstand und Aufsichtsrat der ordentlichen Hauptversammlung am 1. Dezember 2026 fĂĽr das Geschäftsjahr 2025/2026 die AusschĂĽttung einer Dividende in Höhe von 1,30 (1,25) € je Aktie vorschlagen. Damit wĂĽrden 42,9 (41,3) Mio. € an die Aktionärinnen und Aktionäre der KWS SAAT SE & Co. KGaA ausgeschĂĽttet werden. Dies entspricht einer AusschĂĽttungsquote von 28,9 % des bereinigten Ergebnisses nach Steuern. Prognosen fĂĽr das Geschäftsjahr 2026/2027 Unter der Voraussetzung eines sich erholenden Agrarumfelds geht KWS fĂĽr das Geschäftsjahr 2026/2027 von einem Umsatzwachstum auf vergleichbarer Basis1 von 3 % im Vergleich zum Vorjahr aus. Die EBITDA-Marge wird in Ăśbereinstimmung mit den Mittelfristzielen in einer Bandbreite von 19 bis 20 % erwartet. 1 ohne Währungs- und Portfolioeffekte Telefonkonferenz zum Jahresabschluss Anlässlich der Veröffentlichung des Jahresabschlusses 2025/2026 findet heute um 9:00 Uhr eine Telefonkonferenz mit Dr. Jörn Andreas (CFO) fĂĽr Analystinnen und Analysten sowie Investorinnen und Investoren statt. Weitere Details finden Sie hier. Der Geschäftsbericht 2025/2026 steht unter www.kws.de/ir zum Download zur VerfĂĽgung. Ăśber KWS KWS ist eines der fĂĽhrenden PflanzenzĂĽchtungsunternehmen weltweit. Etwa 5.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter* in mehr als 70 Ländern erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2025/2026 einen Umsatz von rund 1,63 Mrd. Euro. Seit 170 Jahren wird KWS als Familienunternehmen eigenständig und unabhängig gefĂĽhrt. Schwerpunkte sind die PflanzenzĂĽchtung und die Produktion sowie der Verkauf von ZuckerrĂĽben-, Mais-, Getreide-, GemĂĽse-, Raps- und Sonnenblumensaatgut. KWS setzt modernste Methoden der PflanzenzĂĽchtung ein, um die Erträge der Landwirtinnen und Landwirte zu steigern sowie die Widerstandskraft von Pflanzen gegen Krankheiten, Schädlinge und abiotischen Stress weiter zu verbessern. Um dieses Ziel zu realisieren, investierte das Unternehmen im Geschäftsjahr 2025/2026 ca. 340 Mio. Euro in Forschung und Entwicklung. *ohne Saisonarbeitskräfte  Weitere Informationen: www.kws.de. Folgen Sie uns auf LinkedIn und Bluesky. Kontakt Peter Vogt  Head of Investor Relations Tel: +49-30 816914-490 peter.vogt@kws.com  Gina Wied Head of Corporate Communications Tel: +49 5561 311-1427 gina.wied@kws.com Â
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