Umsatzplus bei Bio-Lebensmitteln auch im Sommer
Veröffentlicht am: 01.11.2026 um 10:58 Uhr | dpa, AD HOC NEWSVon Juli bis Ende September stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,8 Prozent auf 4,42 Milliarden Euro, wie der Bund Ăkologische Lebensmittelwirtschaft (BĂLW) ermittelte. Der Bio-Anteil am gesamten deutschen Lebensmittelmarkt sei damit im dritten Quartal erstmals auf eine Höchstmarke von 8,1 Prozent geklettert.
Nach den ersten neun Monaten des Jahres stand demnach ein Umsatzplus von 4,3 Prozent auf 14,08 Milliarden Euro. Verbandschefin Tina Andres sagte: "Der wachsende Biomarkt ist ein Weckruf." Viele erwarteten zu Recht, dass gerade die Biobranche Lebensmittel regional erzeuge und Wasser, Insekten und Vögel schĂŒtze. Die Bundesregierung mĂŒsse daher fĂŒr gute Rahmenbedingungen fĂŒr "heimisches Bio" sorgen und Betriebe zur Umstellung auf Ăko ermutigen.
EinbuĂen beim Fachhandel
Die gröĂten Marktanteile bei Lebensmitteln und GetrĂ€nken aus Bio-Produktion haben weiterhin SupermĂ€rkte mit 31,3 Prozent und Discounter mit 27,8 Prozent im dritten Quartal. Ein krĂ€ftigeres Umsatzplus verbuchten DrogeriemĂ€rkte, die nun auf 12,7 Prozent Marktanteil kommen. UmsatzeinbuĂen von 2,0 Prozent hatte dagegen der Naturkostfachhandel (Marktanteil 17,3 Prozent). Ein Grund könnten neben allgemeiner KaufzurĂŒckhaltung hĂ€ufige Hitzetage im Sommer gewesen sein, hieĂ es. Denn Wege zu BiolĂ€den seien fĂŒr viele weiter.
Der Bio-Spitzenverband BĂLW veröffentlicht in diesem Jahr in Zusammenarbeit mit der Agrarmarkt-Informations-Gesellschaft erstmals aktuelle Quartalszahlen, die auf Daten von vier Marktforschungsinstituten basieren. Grundlage fĂŒr den Vergleich zu 2025 sind demnach damalige Marktdaten der Institute.
Nachfrage wÀchst stÀrker als heimischer Anbau
Die Nachfrage nach Bio-Produkten, die meist etwas mehr kosten, wĂ€chst bis auf einen DĂ€mpfer 2022 wegen der damals sehr hohen Inflation kontinuierlich. Im vergangenen Jahr war der Umsatz um 6,7 Prozent auf das Rekordniveau von 18,23 Milliarden Euro gestiegen. Die heimische Ăko-Produktion auf den Feldern und in den StĂ€llen bleibt aber hinter den Wachstumszahlen zurĂŒck.
