VerkehrsunfÀlle, MÀnner

VerkehrsunfĂ€lle: MĂ€nner verunglĂŒcken deutlich öfter tödlich

Veröffentlicht am: 02.11.2026 um 09:37 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Fast drei Viertel aller im Straßenverkehr getöteten Menschen sind MĂ€nner.

Im vergangenen Jahr waren 73,6 Prozent der Getöteten mÀnnlich, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden zum WeltmÀnnertag am Dienstag mitteilte. Unter den Schwerverletzten machten die MÀnner demnach 64 Prozent aus, bei den Leichtverletzten 57,1 Prozent.

"Das Risiko, zu verunglĂŒcken, ist fĂŒr MĂ€nner deutlich höher", erklĂ€rten die Expertinnen und Experten. Je 100.000 Einwohner verunglĂŒckten im vergangenen Jahr demnach 526 Jungen und MĂ€nner im Straßenverkehr, je 100.000 Einwohnerinnen waren es 369 MĂ€dchen und Frauen. Bei tödlich VerunglĂŒckten stieg die Zahl bei den MĂ€nnern auf 5 und bei den Frauen auf 2 von 100.000.

Warum verunfallen MÀnner öfter?

"Die GrĂŒnde dafĂŒr sind vielfĂ€ltig", hieß es vom Bundesamt. "So nehmen MĂ€nner insgesamt mehr am Straßenverkehr teil und nutzen hĂ€ufiger Verkehrsmittel mit schwerwiegenderen Unfallfolgen wie KraftrĂ€der." Ergebnisse zu Unfallursachen deuteten zudem auf ein vorsichtigeres Verhalten von Frauen im Straßenverkehr hin.

Am deutlichsten seien die Geschlechtsunterschiede bei jungen Menschen, hieß es. Etwa 28.600 MĂ€nner im Alter von 15 bis 20 Jahren verunglĂŒckten laut Statistikamt im Straßenverkehr. Das seien 70,5 Prozent mehr als bei Frauen im selben Alter. "161 junge MĂ€nner kamen bei VerkehrsunfĂ€llen ums Leben, fĂŒnf Mal so viele wie Frauen im Alter von 15 bis 20 Jahren (32)."

MÀnner hÀufiger schuld an UnfÀllen

Und MÀnner werden nicht nur hÀufiger verletzt oder getötet, sie sind auch hÀufiger die Hauptverursacher von UnfÀllen. Im vergangenen Jahr seien bei 56,1 Prozent der UnfÀlle mit verletzten Menschen MÀnner Hauptschuldige gewesen.

Dabei machen MĂ€nner und Frauen laut Statistik unterschiedliche Sachen im Verkehr falsch. Zwar passierten bei beiden Geschlechtern die meisten Fehler beim Abbiegen, Wenden, RĂŒckwĂ€rtsfahren und bei Ein- und Ausfahrten, hieß es. Bei MĂ€nnern folgt dann allerdings ein zu geringer Abstand zu einem anderen Fahrzeug und eine "nicht angepasste Geschwindigkeit". Bei Frauen stand auf Platz zwei das Missachten der Vorfahrt und erst auf Platz drei mangelnder Abstand.

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