WDH: Industrie produziert weniger ZuckergetrÀnke
Veröffentlicht am: 03.11.2026 um 10:47 Uhr | dpa, AD HOC NEWS(Wiederholung: Erster Satz im letzten Absatz neu formuliert)
WIESBADEN (dpa-AFX) - Auch ohne Zuckersteuer ist die Produktion zuckerhaltiger GetrĂ€nke in Deutschland im vergangenen Jahr zurĂŒckgegangen. Es wurden 7,42 Milliarden Liter zuckerhaltige Cola, Limonaden und andere ErfrischungsgetrĂ€nke hergestellt, wie das Statistische Bundesamt berichtet. Das waren 4,1 Prozent weniger als 2024 und entsprach einem jĂ€hrlichen Pro-Kopf-Verbrauch von rund 89 Litern. Im Jahr zuvor waren es knapp vier Liter mehr gewesen.
Gleichzeitig stieg die Produktion sogenannter Light-ErfrischungsgetrĂ€nke. 2025 wurden 1,61 Milliarden Liter Cola und Limonaden mit SĂŒĂstoff hergestellt. Das waren 5,1 Prozent mehr als 2024 und eine rechnerische Pro-Kopf-Produktion von 19 Litern, rund ein Liter mehr als im Jahr zuvor.
Zuckersteuer in Deutschland fĂŒr 2027 geplant
Die Bundesregierung hat die EinfĂŒhrung einer Zuckersteuer im kommenden Jahr verabredet. Das entsprechende Gesetz ist aber noch nicht verabschiedet.
Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO wurde 2024 in 116 Staaten der Erde eine Steuer auf zuckerhaltige GetrĂ€nke erhoben. BefĂŒrworter erhoffen sich eine Reduzierung des Konsums mit positiven gesundheitlichen Folgen fĂŒr die Bevölkerung. Hoher Zuckerkonsum erhöht das Risiko fĂŒr Adipositas, Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Noch vor den zuckerhaltigen und Light-ErfrischungsgetrÀnken kommen laut destatis WassergetrÀnke: 13,07 Milliarden Liter Mineral-, Tafel- und Heilwasser bedeuteten 157 Liter Jahresproduktion pro Kopf und eine Zunahme um 2,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
