Westpac-Aktie: Jahresgewinn sinkt leicht, Dividende steigt
Veröffentlicht am: 02.11.2026 um 09:29 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWSWestpac meldet gemischtes Jahresergebnis
- Der gesetzliche Nettogewinn sank im Geschäftsjahr 2026 leicht, während der bereinigte Gewinn stabil blieb.
- Die Gesamtdividende steigt auf 154 australische Cent je Aktie, die Schlusszahlung beträgt 77 Cent.
- Westpac sieht sich mit höheren Kreditbelastungen und sinkenden Nettozinsmargen konfrontiert.
Westpac hat am Montag, 2. November 2026, die Jahreszahlen für das Geschäftsjahr bis zum 30. September vorgelegt. Nach Angaben des Unternehmens sank der den Eigentümern zurechenbare gesetzliche Nettogewinn um 1 Prozent auf 6,813 Milliarden australische Dollar. Bereinigt um sogenannte Notable Items blieb der Nettogewinn mit 6,992 Milliarden australischen Dollar nahezu stabil.
Die Zahlen zeigen ein uneinheitliches Bild. Das Betriebsergebnis stieg um 1 Prozent auf 22,602 Milliarden australische Dollar, während die Aufwendungen gesetzlich betrachtet nahezu unverändert blieben. Der Gewinn vor Kreditwertberichtigungen legte um 2 Prozent auf 10,673 Milliarden Dollar zu. Zugleich verdoppelten sich die Wertberichtigungen auf Kredite nahezu und erreichten 864 Millionen Dollar nach 424 Millionen Dollar im Vorjahr.
Margen sinken trotz Kreditwachstum
Westpac steigerte die Kredite im Jahresvergleich um 5 Prozent auf 901,253 Milliarden Dollar. Die Kundeneinlagen wuchsen um 6 Prozent auf 766,187 Milliarden Dollar. Besonders das Geschäftskreditvolumen entwickelte sich dynamisch. Die Bank verweist auf eine weiterhin solide Nachfrage von Unternehmen und institutionellen Kunden.
Dem Wachstum steht ein Druck auf die Ertragsmargen gegenüber. Die bereinigte Nettozinsmarge sank um 7 Basispunkte auf 1,87 Prozent, die Kernmarge um 5 Basispunkte auf 1,76 Prozent. Westpac führt die Entwicklung unter anderem auf den Wettbewerb im Kreditgeschäft, die Zusammensetzung der Einlagen und geringere Beiträge aus Treasury-Aktivitäten zurück.
Chief Executive Anthony Miller bezeichnete das Ergebnis in der Jahresmitteilung von Westpac als solide. Die Bank wolle zugleich in Technologie, Personal und die Vereinfachung ihrer Plattformen investieren. Die Investitionsausgaben stiegen im Geschäftsjahr um 11 Prozent auf 2,135 Milliarden Dollar.
Dividende steigt trotz Gewinnrückgang
Der Verwaltungsrat beschloss eine voll frankierte Schlussdividende von 77 australischen Cent je Aktie. Die Auszahlung soll am 21. Dezember 2026 an Aktionäre erfolgen, die am 6. November im Register stehen. Zusammen mit der Zwischendividende summiert sich die Jahresdividende auf 154 Cent nach 153 Cent im Vorjahr. Die Ausschüttungsquote liegt auf gesetzlicher Gewinnbasis bei 77 Prozent und bereinigt um Sondereffekte bei 75 Prozent.
Die Kapitalausstattung bleibt ein zentraler Puffer. Die harte Kernkapitalquote lag Ende September bei 12,46 Prozent und damit über dem Zielwert von 11,25 Prozent. Nach Zahlung der Schlussdividende verfügte Westpac laut eigener Darstellung über 2,9 Milliarden australische Dollar Kapital oberhalb dieses Zielwerts.
Der Realtime-Kurs der Westpac-Aktie lag am Montag, 2. November 2026, um 09:21 Uhr Berliner Zeit bei Lang & Schwarz bei 23,11 Euro.
Westpac Banking Corporation
- ISIN: AU000000WBC1
- Ticker: WBC.AX
- Geschäftsjahr: zwölf Monate bis 30. September 2026
- Lang-&-Schwarz-Kurs: 23,11 Euro am 2. November 2026 um 09:21 Uhr Berliner Zeit
- Gesetzlicher Nettogewinn: 6,813 Milliarden australische Dollar
- Bereinigter Nettogewinn: 6,992 Milliarden australische Dollar
- Jahresdividende: 154 australische Cent je Aktie
Das australische Marktumfeld lässt sich im Themenbereich des S&P/ASX 200 verfolgen.
