Aktien Europa Schluss: Techsektor und hohe Energiepreise ziehen die Kurse runter
Veröffentlicht am: 22.10.2026 um 18:15 Uhr | dpa, AD HOC NEWS"Es wird ungemĂŒtlich an der Börse", kommentierte Marktanalyst Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets die Lage. Der anhaltend hohe Inflationsdruck sei die zentrale Sorge.
Der EuroStoxx 50 EU0009658145 verlor zum Börsenschluss 1,94 Prozent auf 6.087,01 Punkte. Damit bleibt der seit Mitte August gĂŒltige AbwĂ€rtstrend intakt. Ăber die 21-Tage-Linie fĂŒr den kurzfristigen Trend kam der Leitindex der Eurozone am Donnerstag nicht hinaus. Zum Handelsschluss notierte er zudem knapp unter der noch stĂ€rker beachteten 200-Tage-Linie als Indikator fĂŒr den lĂ€ngerfristigen Verlauf.
"Die steigenden Energiepreise bringen sowohl die Verbraucher als auch die Notenbanken zunehmend in BedrĂ€ngnis", so Lipkow weiter. FĂŒr ihn ist daher die Entwicklung im Nahen Osten entscheidend. Ohne eine baldige Deeskalation und eine spĂŒrbare Entspannung bei den Ălpreisen nehme die Gefahr zu, dass Anleger ihre AktienbestĂ€nde auch unabhĂ€ngig von kurzfristigen Unternehmensergebnissen reduzierten, zumal immer mehr Konzerne bei ihren GeschĂ€ftsausblicken vorsichtiger wĂŒrden.
Etwas besser sah es am Donnerstag auĂerhalb der Euroregion aus: Der Schweizer Leitindex SMI CH0009980894 schloss mit minus 0,03 Prozent auf 14.547,97 ZĂ€hler. Kursgewinne der Schwergewichte Nestle CH0038863350 und Novartis CH0012005267 stĂŒtzten. Der britische FTSE 100 GB0001383545 gab um 0,26 Prozent auf 10.725,03 Punkte nach.
Technologiewerte in Europa konnten sich dem Verkaufsdruck an der Nasdaq-Börse in New York nicht entziehen. Chip- und KI-Werte lieĂen dort nach Quartalszahlen von Lam Research und Meta US30303M1027 deutlich Federn. Im EuroStoxx erwischte es die Papiere von Siemens Energy DE000ENER6Y0 besonders stark. Auch Schneider Electric FR0000121972, Infineon DE0006231004 und ASML NL0010273215 kamen unter die RĂ€der.
Gegen den schwachen Trend im Techsektor setze SAP DE0007164600 ein positives Ausrufezeichen nach Quartalszahlen. Die Papiere von Europas gröĂtem Softwarekonzern gewannen an der EuroStoxx-Spitze 3,2 Prozent und hielten damit auch gröĂere Verluste im Techsektor in Schach.
