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Aktien Frankfurt Ausblick: Talfahrt weltweiter Techwerte belastet Dax moderat

Veröffentlicht am: 15.10.2026 um 08:24 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Eine steile Talfahrt von Technologiewerten in den USA am Vorabend und an diesem Donnerstagmorgen in Asien dürfte den deutschen Aktienmarkt zum Börsenstart belasten.

Sorgen vor steigenden Zinsen nach dem im September überraschend starken Inflationsanstieg in den Vereinigten Staaten sind der Auslöser für die heftigen Verluste.

Rund eine Stunde vor dem Auftakt signalisiert der X-Dax DE000A0C4CA0 für den Dax DE0008469008 ein Minus von 0,2 Prozent auf 25.240 Zähler. Damit bleibt die gleitende 21-Tage-Linie für den kurzfristigen Trend, die bei rund 25.310 Punkten verläuft, im Blick.

Die Furcht vor Zinsanhebungen und entsprechend höherer Finanzierungslast, vor allem für Technologieunternehmen, nimmt zu. Am Vortag waren nach den Daten zur US-Teuerung die Gewinne im Dax bereits abgeschmolzen. In den USA geriet dann der Techsektor stark unter Druck und setzte sich in Asien besonders deutlich im koreanischen Kospi fort, aber auch im japanischen Nikkei und dem chinesischen CSI.

"Wir sehen am Aktienmarkt gerade die zweite Welle der KI-Sorgen", kommentierte Marktexperte Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Es seien keine klassischen Gewinnmitnahmen, sondern echte Sorgen vor einer massiven Korrektur. Im Dax allerdings, der nur mit einer geringen Anzahl an Techwerten bestückt ist, hinterließen derartige, aus KI-Sorgen heraus entstehende Verkaufswellen deutlich geringere Spuren.

Angesichts der Tech-Schwäche dürften die an diesem Tag anstehenden Geschäftszahlen des taiwanischen Chipriesen TSMC TW0002330008 besonders beachtet werden. Marktanalyst Maximilian Wienke vom Broker Etoro sieht - wie schon am Vortag im Quartalsbericht von ASML NL0010273215 - auch in den Ergebnissen von TSMC einen wichtigen Realitätscheck für den gesamten Sektor. Beide Unternehmen bildeten das Fundament der globalen Halbleiter-Lieferkette.

Die im Dax notierte InfineonDE0006231004-Aktie, die bereits am Vortag schwach geschlossen hatte, gab vorbörslich auf der Handelsplattform Tradegate mit minus 3,4 Prozent im Vergleich zum Xetra-Schluss weiter nach. Im MDax DE0008467416 zeigten sich Suss Microtec DE000A1K0235, Elmos DE0005677108 oder auch Aixtron DE000A0WMPJ6 sehr schwach. Für Siemens Energy DE000ENER6Y0, die in den vergangenen zwei Jahren stark vom KI-Boom profitiert hat, ging es nach einem Verlust von etwas mehr als fünf Prozent am Vortag außerdem vorbörslich um weitere 2,5 Prozent abwärts.

Der Anteilsschein des Finanzdienstleisters Hypoport DE0005493365 dürfte dagegen nach vorgelegten Transaktionsvolumen sein Vortagesplus von rund zwei Prozent ausbauen. Hypoport sprach von "einer soliden operativen Entwicklung in einem rückläufigen Gesamtmarkt", wobei das Volumen der privaten Immobilienfinanzierung bei Sparkassen und Genossenschaftsbanken trotz eines allgemeinen Marktrückgangs "deutlich gestiegen" sei.

Vorläufige Quartalszahlen von Drägerwerk DE0005550636 dürften dagegen trotz bestätigter Jahresziele die Aktie des Medizintechnikunternehmens schwer belasten. Auf Tradegate sackte sie um knapp 10 Prozent ab. Ein Händler verwies darauf, dass das bereinigte operative Quartalsergebnis einen positiven Einmaleffekt von mehr als 16 Millionen Euro durch die Rückerstattung von Zöllen enthalte. Werde dieser herausgerechnet, "liegt das bereinigte Ebit deutlich unter den Erwartungen".

Dass die Schweizer Online-Apotheke DocMorris CH0042615283 im dritten Quartal ihren Umsatz spürbar gesteigert und die Jahresziele angehoben hat, könnte auch dem Papier der im MDax zu findenden Konkurrentin Redcare Pharmacy NL0012044747 Auftrieb geben. Auf Tradegate ging es vorbörslich bereits nach oben.

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de | DE0008469008 | AKTIEN | boerse | 70326184 |