Aktien Frankfurt: Dax zieht vor US-Arbeitsmarktdaten mit US-Börsen an
Veröffentlicht am: 02.10.2026 um 12:14 Uhr | dpa, AD HOC NEWSIm Schlepptau der anziehenden US-Indikationen gelang dem Dax DE0008469008 eine schnelle RĂŒckkehr ĂŒber die Marke von 25.000 Punkten, die am Vortag erstmals seit Juli wieder unterschritten worden war. Der Leitindex stieg zuletzt um 0,9 Prozent auf 25.166 Punkte und reduzierte damit sein Wochenminus auf knapp ein Prozent. Der MDax DE0008467416 mit den mittelgroĂen deutschen Werten legte am Freitag um 0,8 Prozent auf 30.493 ZĂ€hler zu.
Die New Yorker AktienmĂ€rkte hatten sich am Vortag nach dem Xetra-Schluss schon etwas erholt und die US-Futures bestĂ€tigten nun diese Tendenz. Auch am Anleihemarkt hat sich die Lage etwas beruhigt nach dem jĂŒngsten Ausverkauf, den es vor allem bei französischen Staatsanleihen gegeben hatte. Förderlich waren nachgebende Ălpreise wegen Spekulationen, dass europĂ€ische LĂ€nder die Freigabe strategischer Reserven erörtern.
Aus der Eurozone wurde am Vormittag eine erwartungsgemÀà hohe Steigerung der Verbraucherpreise veröffentlicht. Anleger warten jetzt gespannt auf den US-Arbeitsmarktbericht, der am Nachmittag Impulse geben dĂŒrfte. Laut einem HĂ€ndler wĂŒrde ein konjunkturell gutes Signal "das Szenario lĂ€nger anhaltend hoher Zinsen untermauern" und den Druck auf Risikoanlagen weiter erhöhen. Die Helaba-Experten gehen wegen vorheriger Signale davon aus, dass "keine grundsĂ€tzlichen Zweifel an den eingepreisten Fed-Zinserhöhungen aufkommen sollten".
Eine StĂŒtze fĂŒr den Dax waren wieder einmal die Aktien mit KI-Fantasie, darunter die Index-Spitzenreiter Infineon DE0006231004, Siemens Energy DE000ENER6Y0 und Hochtief DE0006070006 mit Anstiegen zwischen 2,3 und 5,6 Prozent. Die relative StĂ€rke im Technologiesektor setzt sich fort, denn der europĂ€ische Branchenindex erreichte ein Hoch seit Juni. In den USA schnuppert der Nasdaq 100 US6311011026 an einem erneuten Rekord.
Nachrichtlich standen Sportartikelhersteller im Fokus, da der US-Konkurrent Nike US6541061031 seinen Kurs auĂerbörslich mit einem enttĂ€uschenden Ausblick mit mehr als zehn Prozent unter Druck brachte. Die Aktien von Adidas DE000A1EWWW0 und Puma DE0006969603 wurden davon nur anfangs belastet, schafften es aber dann beide ins Plus. Laut einem Börsianer sind die Probleme bei Nike weitgehend hausgemacht.
Im MDax sackte der Kurs von Auto1 DE000A2LQ884 nach einem Vorab-Briefing, das der GebrauchtwagenhĂ€ndler vor seinem nĂ€chsten Quartalsbericht unter Analysten abhielt, um acht Prozent ab. Marcus Diebel von JPMorgan schrieb, die Aussagen zögen sinkende GewinnschĂ€tzungen nach sich. Ansonsten gab der Kurs von Flatexdegiro DE000FTG1111 um 1,4 Prozent nach, nachdem der britische Broker IG mit schwachen Eckdaten fĂŒr Verwunderung sorgte.
Zwei Analystenkommentare bewegten: Hensoldt DE000HAG0005 wurde an der MDax-Spitze mit fĂŒnf Prozent ins Plus gehievt, wĂ€hrend die Aktien der Commerzbank DE000CBK1001 im Dax ihre Talfahrt mit einem Abschlag von 1,5 Prozent fortsetzten. Nach einer Abstufung durch die Deutsche Bank ist es nun die kanadische Bank RBC, die ihr positives Votum fĂŒr die Commerzbank aufgibt. Das RĂŒstungselektronik-Unternehmen Hensoldt dagegen wurde am Vortag von der Bank of America auf eine Liste der besten Anlageideen gesetzt, und nun sprach Kepler Cheuvreux eine Kaufempfehlung aus.
