Aktien New York Ausblick: Gebeutelter Nasdaq 100 steuert auf Stabilisierung zu
Veröffentlicht am: 19.10.2026 um 14:34 Uhr | dpa, AD HOC NEWSGut eine Stunde vor Handelsbeginn taxierte der Broker IG den Nasdaq 100 US6311011026 1,3 Prozent höher auf 29.564 Punkte. Er war am Freitag auf sein Niveau von Mitte September zurückgefallen, nachdem er vor knapp zwei Wochen mit 31.361 Punkten noch eine Rekordmarke aufgestellt hatte. Den Leitindex Dow Jones Industrial US2605661048 erwartet IG hingegen 0,2 Prozent tiefer auf 51.883 Punkte.
"Anleger greifen nach dem Ausverkauf wieder zu", kommentierte Marktanalyst Maximilian Wienke vom Broker Etoro die Nasdaq-Taxe. "Die Erholung bleibt jedoch anfällig", warnte er. "Anleger hinterfragen, ob die hohen Investitionen in KI-Infrastruktur ausreichend Rendite bringen." Diese Zweifel hatten den Nasdaq 100 vergangene Woche um insgesamt 5,5 Prozent absacken lassen.
Im weiteren Wochenverlauf veröffentlichten aus der Tech-Branche der Weltraum- und KI-Konzern SpaceX US84615Q1031, der Elektroautobauer Tesla US88160R1014 sowie der Social-Media-Riese Meta US30303M1027 Geschäftszahlen, betonte der Experte. "Überzeugen die Unternehmen mit starken Margen und Ausblicken, könnten die Zweifel an der Rentabilität der KI-Investitionen abnehmen. Enttäuschungen könnten dagegen die Sorgen über die Finanzierung der KI-Infrastruktur verstärken und den Druck auf den gesamten Technologiesektor erhöhen."
Für die zuletzt von Gewinnmitnahmen besonders gebeutelten Halbleiteraktien ist am Montag Besserung in Sicht. Vorbörslich erholten sich Intel US4581401001, AMD US0079031078 und Micron US5951121038 um bis zu 4,2 Prozent. Bei CoreWeave US21873S1087 US21873S1087 zeichnet sich ein Kursplus von 7,5 Prozent ab. Die Titel des Anbieters von KI-Cloud-Computing-Diensten waren zuletzt wegen Sorgen über einem möglichen Finanzbedarf unter die Räder geraten. Die US-Investmentbank Goldman Sachs stufte die Titel mit Verweis auf die Kursverluste seit August hoch und rät nun zum Kauf.
Beim Stahlkonzern Cleveland-Cliffs US1858991011 sorgte ein überraschend gutes bereinigtes operatives Quartalsergebnis (Ebitda) für einen vorbörslichen Kurssprung von 11 Prozent.
