Aktien Wien Schluss: ATX verliert nach US-Inflationszahlen leicht
Veröffentlicht am: 14.10.2026 um 18:04 Uhr | dpa, AD HOC NEWSDer Leitindex ATX AT0000999982 schloss mit minus 0,13 Prozent bei 6.619,12 Punkten. Hohe Preise für Kraftstoff und Heizöl haben die Inflation in den USA im September überraschend stark angetrieben und belasteten damit zur Wochenmitte international etwas die Aktienkurse.
Die Verbraucherpreise legten im Jahresvergleich um 3,7 Prozent zu. Im August hatte die Inflationsrate bei 3,4 Prozent gelegen. Analysten hatten eine stärkere Teuerung erwartet, waren aber im Schnitt nur von einer Rate von 3,6 Prozent ausgegangen. Die Zinserhöhungserwartungen bezüglich der Fed werden somit wieder etwas angeheizt, hieß es von Analystenseite. Dies drückte vor allem die Aktienkurse an der Wall Street tiefer.
Am österreichischen Aktienmarkt gestaltete sich die Meldungslage sehr dünn. Keinen einheitlichen Trend wiesen die schwergewichteten Banken auf. Die Titel der Erste Group AT0000652011 legten 0,3 Prozent zu, Bawag AT0000BAWAG2 und Raiffeisen Bank International AT0000606306 fielen hingegen um 1,2 beziehungsweise 1,4 Prozent.
Unter den weiteren Schwergewichten gewannen Wienerberger AT0000831706 1,9 Prozent. Voestalpine AT0000937503 zogen um 0,6 Prozent an. OMV AT0000743059 stiegen um 0,9 Prozent.
Bei der volatilen Lenzing-Aktie AT0000644505 ging es merklich nach oben. Die Papiere des Faserherstellers gewannen 4,5 Prozent.
Ins Blickfeld rückte auch eine Konjunktureinschätzung. Österreichs Wirtschaft wächst in diesem Jahr trotz des erneuten Energiepreisschubs durch den Iran-Krieg spürbar und setzt die leichte Erholung fort. Die Industrie-Exporte stützen die Konjunktur, die Bauwirtschaft befindet sich weiterhin in der Krise.
Die Wirtschaftsforscher des Wifo und IHS bestätigten am Mittwoch ihre Prognosen von 0,9 beziehungsweise 0,8 Prozent BIP-Wachstum für 2026. Die hohe Inflation lässt aber die Realeinkommen der privaten Haushalte sinken. Die Inflationsrate soll laut Wifo und IHS dieses Jahr 3,3 beziehungsweise 3,1 Prozent betragen, 2027 dann 2,6 beziehungsweise 2,8 Prozent.
