Bundesregierung zu Trumps Diesel-Deal: Kein Ăl aus Russland
Veröffentlicht am: 11.10.2026 um 10:23 Uhr | dpa, AD HOC NEWS"Die Bundesregierung hĂ€lt an den SanktionsbeschlĂŒssen gegen Russland fest und arbeitet gemeinsam mit den europĂ€ischen Partnern an weiteren Sanktionen", betonte Regierungssprecher Stefan Kornelius in Berlin. "Die UnterstĂŒtzung der Ukraine in ihrem Abwehrkampf bleibt ungebrochen."
Eine Sprecherin von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) sagte in Berlin: "Deutschland steht uneingeschrĂ€nkt zu den Sanktionspaketen." Russisches Ăl und Rohölprodukte seien seit 2023 durch die EU sanktioniert. Deutschland beziehe seitdem kein Ăl oder Ăl-Produkte aus Russland. "Unsere Versorgung ist hier diversifiziert, wir sind unabhĂ€ngig von russischem Ăl", so die Sprecherin. Die Versorgungssicherheit sei seitdem gewĂ€hrleistet.
US-PrĂ€sident Donald Trump hatte nach einem GesprĂ€ch mit Kremlchef Wladimir Putin eine Vereinbarung zu Lieferungen von Hunderttausenden Tonnen an Diesel aus Russland verkĂŒndet. Die USA wollen dafĂŒr vorĂŒbergehend Sanktionen gegen russischen Diesel aufheben. Der Kreml bestĂ€tigte den Deal. Trump steht in den USA angesichts gestiegener Spritpreise vor den wichtigen Zwischenwahlen in weniger als einem Monat aktuell stark unter Druck.
Merz und Reiche nehmen Deal "zur Kenntnis"
Kornelius teilte mit: "Die Bundesregierung hat die Entscheidung der USA in Bezug auf russische Diesel-Lieferungen zur Kenntnis genommen." Entsprechend Ă€uĂerte sich Reiches Sprecherin. Ihre Haltung und die der europĂ€ischen Partner hinsichtlich der Sanktionen seien jedoch eindeutig. "Die diplomatische Arbeit an einer Friedenslösung wird fortgesetzt", so Kornelius weiter.
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Wirtschaftsministerin Reiche hatten erst Anfang Oktober in Begleitung von Unternehmern aus den Bereichen RĂŒstung und Energie die unentwegt von Russland angegriffene ukrainische Hauptstadt Kiew besucht.

