Deutsche Anleihen legen zu - Fallende Ölpreise dämpfen Inflationssorgen
Veröffentlicht am: 13.10.2026 um 10:26 Uhr | dpa, AD HOC NEWSDer richtungweisende Euro-Bund-Future DE0009652644 legte im frühen Handel um 23 Prozent auf 121,31 Punkte zu. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe fiel im Gegenzug auf 3,44 Prozent.
Ein Rückgang der Ölpreise dämpfte am Morgen die Inflationssorgen und damit die Spekulation auf weiter steigende Zinsen, was die Renditen von Bundesanleihen nach unten drückte. Am Ölmarkt zeigte sich nach den Preisanstiegen in den vergangenen Handelstagen eine Gegenbewegung.
Zudem wurde auf die Ankündigung des US-Präsidenten Donald Trump verwiesen, dass in den kommenden Monaten mehr Diesel-Kraftstoff aus Russland auf den Weltmarkt kommen soll. Experten gehen aber übereinstimmend davon aus, dass die zugesagten russischen Diesellieferungen als zu gering gelten, um den Dieselpreis nachhaltig zu senken.
Auch mit den Renditen für französischen Staatsanleihen ging es am Morgen nach unten. In der zehnjährigen Laufzeit lag sie zuletzt bei 4,84 Prozent. In den vergangenen Handelstagen war die französische Rendite deutlich gestiegen und die Differenz (Spread) zu den deutschen Renditen in der zehnjährigen Laufzeit lag zuletzt bei 140 Basispunkten, weil sich zunehmend Sorgen über die Staatsfinanzen Frankreichs breit gemacht hatten. In Paris beginnt am heutigen Dienstag die Nationalversammlung mit der Plenardebatte über den Haushalt 2027.
