Deutsche Anleihen steigen deutlich - Ausverkauf bei Tech-Werten stĂŒtzt
Veröffentlicht am: 15.10.2026 um 10:55 Uhr | dpa, AD HOC NEWSStarke Kursverluste von Technologiewerten sorgten an den FinanzmĂ€rkten teils fĂŒr eine Flucht in sichere AnlagehĂ€fen, was die Nachfrage nach Bundesanleihen stĂŒtzte. Der richtungweisende Euro-Bund-Future DE0009652644 am Vormittag um 0,72 Prozent auf 121,83 Punkte zu. Die Rendite der zehnjĂ€hrigen Bundesanleihe fiel im Gegenzug auf 3,38 Prozent.
Auch in anderen Eurostaaten ging es mit den Renditen mehr oder weniger krÀftig nach unten. Darunter auch in Frankreich, wo die Rendite in der zehnjÀhrigen Laufzeit besonders deutlich um 0,12 Prozentpunkte auf 4,76 Prozent fiel. Zuvor hatte die Sorge um die französischen Staatsfinanzen die Rendite nach oben getrieben.
Am Morgen bestimmten Kursverluste bei Technologiewerten das Geschehen an den FinanzmĂ€rkten. Analysten der Dekabank sprachen von einem "Ausverkauf bei US-Technologiewerten" an den asiatischen AktienmĂ€rkten. Besonders betroffen ist der KI-Sektor, nachdem eine ĂŒberraschend hohe Inflation in den USA die Spekulation auf steigende Zinsen verstĂ€rkt hatte. Die Aussicht auf steigende Kreditkosten schĂŒrte bei Anlegern die Sorge ĂŒber die Zukunft von Unternehmen aus dem KI-Sektor, die wegen teurer Investitionen hoch verschuldet sind.
Nach EinschĂ€tzung von Anleiheexperten der Commerzbank wurden die Staatsanleihen durch den Ausverkauf bei den Tech-Werten in Asien gestĂŒtzt. Die Renditen der Bundesanleihen haben damit die Verluste nach den US-Inflationsdaten am Vortag mittlerweile mehr als wettgemacht.
Im weiteren Verlauf ist am Nachmittag mit Impulsen fĂŒr den Handel am deutschen Anleihemarkt zu rechnen. Dann stehen eine Reihe von Konjunkturdaten aus den USA auf dem Programm, unter anderem Umsatzzahlen aus dem Einzelhandel. Zudem könnten auch wöchentliche Daten vom amerikanischen Arbeitsmarkt und die Entwicklung der Erzeugerpreise fĂŒr Bewegung sorgen.
