Aktien New York: Nasdaq mit Stabilisierungsversuch - Dow schwächer
Veröffentlicht am: 23.10.2026 um 20:15 Uhr | dpa, AD HOC NEWSEine wirkliche Erholung fand nicht statt. Die zuletzt besser gelaufenen Standardwerte gaben etwas stärker nach. Die weiter steigenden Ölpreise wegen der Krise im Nahen Osten mahnen Anleger zur Vorsicht und schüren wenige Tage vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank am kommenden Mittwoch Inflationsängste.
Der am Vortag um fast 3 Prozent auf den tiefsten Stand seit Mitte September gesunkene Tech-Auswahlindex Nasdaq 100 US6311011026 legte am Freitag zwei Stunden vor dem Börsenende um 0,19 Prozent auf 29.014 Punkte zu. Der Leitindex Dow Jones Industrial US2605661048 gab um 1,13 Prozent auf 52.269 Zähler nach. Für den marktbreiten S&P 500 US78378X1072 ging es um 0,40 Prozent auf 7.632 Punkte nach unten.
Der Dow hat sich im Oktober schon sichtbar von den zwei vorangegangenen, schwachen Monaten erholt. Dagegen ist der Nasdaq von seinem früh im Oktober erreichten Rekordhoch deutlich zurückgefallen. Im bisherigen Jahresverlauf liegt er aber immer noch vorn, auch wenn die im Tech-Sektor dominierende KI-Fantasie zuletzt einige Schrammen davongetragen hat. Die Debatte darüber, ob sich die immens hohen Investitionen in Künstliche Intelligenz am Ende auszahlen werden, bestimmt nach wie vor das Bild.
Diese Wachstumszweifel hatte zuletzt auch Meta US30303M1027 zu spüren bekommen. Die Anleger schickten dessen Aktien am Donnerstag auf Talfahrt, nachdem der Social-Media- und Technologieriese im Rahmen seiner Quartalszahlen die Investitionspläne für KI-Infrastruktur noch weiter nach oben geschraubt hatte. Vor dem Wochenende waren Meta-Aktien mit minus 0,4 Prozent weit von einer Erholung entfernt.
Bei American Express US0258161092 stand ein Kursrückgang von 3,6 Prozent zu Buche. Der Finanzkonzern hatte nach Quartalszahlen sein Gewinnziel für 2026 angehoben. Analysten hatten mit noch höheren Kreditkartenumsätzen der Kunden gerechnet. American Express streicht außerdem rund 3.500 Stellen und will auf diese Weise die steigenden Kosten in den Griff bekommen.
SpaceX US84615Q1031 verhandelt Kreisen zufolge mit zumindest einem großen Anbieter über den Kauf von mindestens 80.000 Mobilfunkmasten und würde damit in das herkömmliche Mobilfunkgeschäft einsteigen. Bislang verdient der Raumfahrt- und KI-Konzern von Elon Musk in diesem Bereich sein Geld mit dem satellitengestützten Internetdienst Starlink. Eines der Unternehmen, mit denen SpaceX derzeit Gespräche führt, ist Crown Castle US22822V1017, das zusammen mit American Tower US03027X1000 und der nicht börsennotierten Vertical Bridge zu den größten Eigentümern von Mobilfunkmasten zählt.
Während Crown Castle und American Tower von den Nachrichten mit plus 9,3 beziehungsweise plus 3,2 Prozent profitierten, wurden Aktien von Mobilfunkanbietern davon belastet. AT&T US00206R1023 und T-Mobile US US8725901040 verloren teils mehr als 6 Prozent aufgrund der Befürchtungen hinsichtlich der neuen Konkurrenz. SpaceX notierten mit plus 1,7 Prozent nach hohen Verlusten am Vortag.
Chevron US1667641005 gewannen 2,5 Prozent und führten den Dow damit an. Auch seit Jahresbeginn sind die Chevron-Papiere mit einem Plus von mehr als 52 Prozent der stärkste Wert im US-Leitindex. Der Energiekonzern profitiert vor allem von den steigenden Ölpreisen.
