Ethereum-Kurs im Fokus: Glamsterdam-Test auf Hoodi verschoben
Veröffentlicht am: 08.11.2026 um 13:03 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWSUpgrade-Pause und ETF-Abflüsse
- Die Ethereum-Entwickler haben die Glamsterdam-Erprobung auf dem Hoodi-Testnetz wegen Risiken für Smart Contracts verschoben.
- US-Spot-ETFs auf Ether verzeichneten am 6. November 2026 Abflüsse von 93,19 Millionen US-Dollar.
- Der abgerufene ETH/USD-Stand bei Investing.com lag bei 2.231,00 US-Dollar, die Marktkapitalisierung bei 271,86 Milliarden US-Dollar.
Der Ethereum-Kurs steht am 8. November 2026 zwischen einer technischen Verzögerung und erneutem Verkaufsdruck über US-Spot-ETFs. Die Entwickler haben die geplante Glamsterdam-Erprobung auf dem Hoodi-Testnetz verschoben, während die Fonds am 6. November erneut Nettoabflüsse verbuchten. Der abgerufene Kursstand auf der Investing.com-Kursseite lag bei 2.231,00 US-Dollar je ETH. Die Seite wies den Wert als Echtzeitstand mit dem Zeitstempel 22:55:47 aus.
Glamsterdam bleibt auf Hoodi pausiert
Die Verschiebung betrifft zunächst das Hoodi-Testnetz und ist kein Vollzug eines Mainnet-Upgrades. Laut einem von LCX Crypto News wiedergegebenen Bericht der Ethereum Foundation untersuchen die Entwickler acht mögliche Risiken für Smart-Contract-Invarianten. Im Mittelpunkt stehen die Vorschläge EIP-8037 und EIP-8038, die die Gasberechnung für bestimmte Vorgänge und den Zugriff auf Blockchain-Zustände verändern.
Das Problem ist für Anleger vor allem deshalb relevant, weil bestehende Anwendungen auf festen Annahmen über den Gasverbrauch beruhen können. Der Hoodi-Fork soll erst fortgesetzt werden, wenn die Sicherheitsfragen geklärt sind. Die Erprobung auf dem Sepolia-Testnetz war laut dem Bericht bereits am 6. Oktober gestartet. Eine Verzögerung im Testnetz sagt daher noch keinen Termin für eine mögliche Mainnet-Aktivierung voraus.
ETF-Nachfrage bleibt unbeständig
Parallel dazu belasteten Mittelabflüsse die institutionelle Nachfrage. Nach Angaben von TokenPost zogen Anleger am 6. November netto 93,19 Millionen US-Dollar aus US-Spot-ETFs auf Ether ab. Es war der zweite Tag in Folge mit Abflüssen. BlackRocks ETHA verzeichnete Abgaben von 90,76 Millionen US-Dollar, während das ETHB-Produkt des Anbieters 1,15 Millionen US-Dollar Zuflüsse erhielt. Grayscales ETH verlor 1,91 Millionen US-Dollar, Fidelitys FETH 1,67 Millionen US-Dollar.
Die ETF-Produkte kamen damit auf ein Nettovermögen von 12,84 Milliarden US-Dollar, entsprechend 4,71 Prozent der Ethereum-Marktkapitalisierung. Der abgerufene Investing.com-Stand nannte zudem ein 24-Stunden-Volumen von 4,18 Milliarden US-Dollar und eine Umlaufmenge von 122,20 Millionen ETH. Diese Momentaufnahme ist nicht mit einem verifizierten UTC-Tagesschluss des Vortags gleichzusetzen; deshalb wird hier keine Tagesveränderung berechnet.
Was Anleger jetzt beobachten
Für den Ethereum-Kurs sind damit zwei unterschiedliche Signale entscheidend: Die Upgrade-Pause soll technische Risiken vor einer weiteren Testphase reduzieren, verschiebt aber zugleich einen möglichen Fortschritt der Roadmap. Die ETF-Abflüsse zeigen, dass die Nachfrage institutioneller Anleger kurzfristig umkämpft bleibt. Aus den verfügbaren Angaben lässt sich weder ein dauerhafter Trendwechsel bei den Kapitalflüssen noch eine unmittelbare Auswirkung der Testnetz-Verzögerung auf den Marktpreis ableiten.
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