Europa Schluss: Verluste - London leidet unter Rohstoffschwäche
Veröffentlicht am: 03.11.2026 um 18:34 Uhr | dpa, AD HOC NEWSAm Tag der Zwischenwahlen in den USA scheuten die Anleger das Risiko, wogegen in New York Kursgewinne überwogen.
Zum Handelsende notierte der EuroStoxx 50 EU0009658145 0,51 Prozent tiefer bei 6.144,56 Punkten. Der Züricher SMI CH0009980894 verabschiedete sich 0,40 Prozent im Minus mit 14.743,09 Zählern. Der FTSE 100 GB0001383545 verlor 1,14 Prozent auf 10.638,43 Punkten. Das Londoner Börsenbarometer hatte sich die vergangenen Tage vergleichsweise gut geschlagen und litt am Dienstag unter der Schwäche der schwer gewichteten Rohstofftitel.
Auch auf europäischer Ebene zählten die Papiere von Bergbau- und Rohstoffkonzernen EU0009658624 zu den größten Verlierern.
Bei Einzelwerten setzten einmal mehr Quartalszahlen Akzente. Die Aktien von Philips NL0000009538 legten nach der Veröffentlichung und einer grundlegenden Einigung mit dem US-Justizministerium in einem jahrelangen Rechtsstreit um weitere 4,8 Prozent zu. Sie erreichten damit den höchsten Stand seit März. Die Analysten der kanadischen Bank RBC lobten die Zahlen, die Experten von Jefferies sprachen von einem ansehnlichen Auftragseingang und bezeichneten die Margenentwicklung im dritten Quartal als überraschend stark.
Bei Ferrari NL0011585146 konnten sich die Anleger über einem Kursanstieg von 4,5 Prozent freuen. Damit führte der Luxussportwagenbauer die Gewinnerliste im EuroStoxx 50 an. Die Italiener hoben nach einem überraschend hohen operativen Quartalsgewinn (Ebitda) das Jahresziel für die Kennziffer erneut an - wenn auch nur moderat. Bei der Bank Intesa Sanpaolo IT0000072618 reichte es nach dem Zwischenbericht immerhin für ein Kursplus von 0,6 Prozent.
Dagegen büßten die Anteile von Geberit CH0030170408 in Zürich 2,2 Prozent ein. Mit den Zahlen zu den ersten neun Monaten 2026 erfüllte der Sanitärausstatter zwar die Erwartungen der Analysten und bestätigte zudem den Jahresausblick. Nachdem die Titel aber in den vergangenen drei Wochen schon sehr stark gelaufen seien, habe für weitere Gewinne eine positive Überraschung gefehlt, hieß es am Markt.
Ähnlich sah es beim britischen Mischkonzern AB Foods GB0006731235 aus, dessen Aktien nach Zahlen als Schlusslicht im "Footsie" 3,2 Prozent verloren. Das Unternehmen wird auch in den kommenden Monaten viel Gegenwind verspüren. Für sein Primark-Geschäft erwartet AB Foods im Geschäftsjahr 2026/27 eine bereinigte operative Gewinnmarge von etwa 10 Prozent und damit leicht unter dem Wert des am 12. September beendeten Geschäftsjahres.
