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Europa Schluss: Verluste - Steigende Ölpreise und Anleiherenditen

Veröffentlicht am: 24.09.2026 um 18:39 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

An den wichtigsten europÀischen AktienmÀrkten ist es am Donnerstag weiter nach unten gegangen.

Belastungsfaktoren waren steigende Renditen an den internationalen AnleihemĂ€rkten, weiter anziehende Ölpreise aufgrund der angespannten Lage in Nahost sowie zunehmende ZinsĂ€ngste. Ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent zur Lieferung im November wurde zwischenzeitlich ĂŒber vier Prozent höher als am Mittwoch gehandelt.

Der EuroStoxx 50 EU0009658145 schloss 0,43 Prozent tiefer bei 6.272,50 Punkten. Außerhalb der Eurozone verlor der britische FTSE 100 GB0001383545 0,24 Prozent auf 10.679,99 ZĂ€hler. Der Schweizer Leitindex SMI CH0009980894 sank um 0,11 Prozent auf 13.905,82 Punkte. Die Schweizer Notenbank hatte ihren Leitzins wie erwartet bei null Prozent belassen. Gleichzeitig erhöhte sie ihre Inflationsprognose nur leicht.

"Neue Drohungen aus dem Iran verstĂ€rken die Sorgen vor einer weiteren Eskalation des Krieges im Nahen Osten. Den Konflikt bei erneuten Angriffen der USA oder Israels ĂŒber das Rote Meer hinaus bis in den Indischen Ozean ausweiten zu wollen, lassen die Ölpreise wieder steigen", bemerkte Analyst Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets. Damit hĂ€tten Anlegerhoffnungen auf eine schnelle diplomatische Lösung einen weiteren DĂ€mpfer erhalten. "Gleichzeitig sorgen die zuletzt robusten US-Konjunkturdaten fĂŒr zusĂ€tzlichen Druck am Anleihemarkt, weil sie Spekulationen auf weitere Zinserhöhungen der US-Notenbank am Leben halten", so Lipkow.

SchwĂ€chster Sektor waren die Autowerte, die sich damit wieder dem bisherigen Jahrestief vom Juli nĂ€herten. Überdurchschnittliche Verluste verzeichneten auch Technologie- und Rohstoffaktien.

Unter den Einzelwerten gehörten die Papiere von H&M SE0000106270 zu den Verlierern. Analysten der RBC interpretierten den Bericht des BekleidungshĂ€ndlers zum dritten Quartal als durchwachsen. Bereinigt habe das Zahlenwerk die SchĂ€tzungen zwar leicht ĂŒbertroffen. Die LagerbestĂ€nde seien aber hoch und der Ausblick fĂŒr die Margenentwicklung vorsichtig. Die Experten der Deutschen Bank bemĂ€ngelten, dass sich eine klare Verbesserung der Umsatzentwicklung trotz der BemĂŒhungen des Managements noch nicht abzeichne.

Dagegen ging es fĂŒr die Anteilsscheine der britischen Modekette Asos GB0030927254 um knapp 14 Prozent nach oben auf das höchste Niveau seit fast dreieinhalb Jahren. Das Unternehmen hatte die Ergebnisprognose nach oben angepasst. Analysten erhöhten daraufhin ihre SchĂ€tzungen und Kursziele.

Die Aktien von Schneider Electric FR0000121972 bĂŒĂŸten 1,2 Prozent ein. Der Technologiekonzern will die bulgarische Shelly Group BG1100003166 fĂŒr rund 1,2 Milliarden Euro ĂŒbernehmen. Die Franzosen wollen fĂŒr den Hersteller von intelligenten Elektro-GerĂ€ten (smart devices) aus dem SDax DE0009653386 ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot unterbreiten. Beide Unternehmen unterzeichneten dazu eine entsprechende Vereinbarung.

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