Huthi, Verteidigungsministerium

Huthi: Haben Verteidigungsministerium in Riad angegriffen

Veröffentlicht am: 22.10.2026 um 15:55 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Die vom Iran unterstĂŒtzte Huthi-Miliz hat nach eigenen Angaben das saudische Verteidigungsministerium in Riad angegriffen.

Das Ministerium sei direkt getroffen worden, teilte Huthi-MilitĂ€rsprecher Jahja Sari mit. Die Rebellen hĂ€tten mit Raketen und Drohnen auch die FlughĂ€fen im östlichen Dammam sowie in Abha im SĂŒden angegriffen und Einrichtungen des Ölkonzerns Saudi Aramco in der Hafenstadt Janbu am Roten Meer.

Eine BestĂ€tigung von saudischer Seite fĂŒr den Angriff auf das Verteidigungsministerium gab es zunĂ€chst nicht. Es liegt im Zentrum von Riad und wird von Verteidigungsminister Chalid bin Salman gefĂŒhrt, dem Bruder des Kronprinzen und faktischen Herrschers Mohammed bin Salman. Ein Angriff dort wĂ€re ein weiterer, auch symbolischer Erfolg fĂŒr die Miliz.

Das saudische MilitĂ€rbĂŒndnis im Jemen erklĂ€rte, erneut seien Drohnen unter anderem ĂŒber Riad abgefangen worden. Bei dem Angriff in Dammam wurden nach saudischen Angaben zwei Menschen getötet und acht weitere verletzt.

Saudische Raketenabwehr fÀngt nicht alle Angriffe ab

Die Huthi im Jemen setzen das benachbarte Saudi-Arabien seit Wochen unter Druck mit nahezu tĂ€glichem Beschuss von FlughĂ€fen, Öl-Einrichtungen und anderen Zielen. Trotz des modernen Raketenabwehrsystems, in das Riad Milliarden investierte, treffen die Huthi solch sensible Ziele teils auch tief im Landesinneren. Der Flugverkehr ist massiv beeintrĂ€chtigt, mehrere große Veranstaltungen wurden abgesagt oder verschoben und Mitarbeiter etwa des staatlichen Ölkonzerns bis auf weiteres ins Homeoffice geschickt.

Auch im Jemen gehen die Gefechte weiter. Die international anerkannte Regierung warnte dort, dass ihre Truppen kĂŒnftig auch AufmĂ€rsche der Huthi-Rebellen angreifen könnten. Diese seien "legitime MilitĂ€rziele" und BĂŒrger seien aufgerufen, sich von solchen AufmĂ€rschen und Kundgebungen fernzuhalten. Die Miliz drohte ihrerseits mit schweren Folgen, wenn Saudi-Arabien jemenitische StĂ€mme angreifen sollte, die die Huthi unterstĂŒtzen.

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