IEA warnt vor anhaltender Diesel-Knappheit
Veröffentlicht am: 14.10.2026 um 12:43 Uhr | dpa, AD HOC NEWSDie kriegsbedingten LieferausfĂ€lle im Nahen Osten und rĂŒcklĂ€ufige Exporte aus Russland und Teilen Asiens hĂ€tten durch höhere Ausfuhren aus den USA und China zuletzt nicht ausgeglichen werden können, teilte die IEA in Paris in ihrem Ălmarktbericht mit.
Die angespannte Versorgung treffe auf sinkende LagerbestĂ€nde und eine durch Preisanstiege kaum beeintrĂ€chtigte Dieselnachfrage, wĂ€hrend hohe Kraftstoffkosten zugleich die Transport- und Warenpreise, die Kaufkraft und die wirtschaftliche AktivitĂ€t belasteten. Da sich die Spannungen auf dem Rohöl-Frachtmarkt ausgeweitet hĂ€tten, könnten die Preise fĂŒr gelieferten Diesel in den wichtigsten ImportmĂ€rkten - Europa, Afrika und Lateinamerika - in den kommenden Wochen erneut steigen, erklĂ€rte die IEA.
Lockerung von russischen ExportbeschrÀnkungen hilft kaum
Die kĂŒrzlich von US-PrĂ€sident Donald Trump angekĂŒndigte Lockerung der russischen ExportbeschrĂ€nkungen fĂŒr Diesel dĂŒrfte das Gleichgewicht auf dem globalen Ălmarkt kaum wesentlich verĂ€ndern, meinte die Energieagentur. Die derzeitigen russischen ExporteinschrĂ€nkungen seien nĂ€mlich auf einen Mangel an betriebsbereiten Raffinerie-KapazitĂ€ten in Folge von Drohnen-Angriffen aus der Ukraine zurĂŒckzufĂŒhren.
Mit Blick auf die hohen Kraftstoffpreise will die IEA unterdessen die von den G7-Staaten geforderte beschleunigte Freigabe von Ălnotreserven umsetzen. Angesichts der angespannten Lage auf den DieselmĂ€rkten solle der Freigabe von DieselvorrĂ€ten so weit wie möglich Vorrang eingerĂ€umt werden. Ăber diese Schritte will der IEA-Verwaltungsrat bei einem Treffen an diesem Donnerstag konkret beraten.
