Iran, Kanzler

Iran weist Äußerungen von Kanzler Merz zurĂŒck

Veröffentlicht am: 31.10.2026 um 10:48 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Irans Außenminister Abbas Araghtschi hat im Falle eines neuen Krieges mit massiven MilitĂ€rschlĂ€gen und SchĂ€den weit ĂŒber 100 Milliarden Dollar gedroht.

Araghtschi reagierte auf der Plattform X auf Äußerungen von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) wĂ€hrend seines SĂŒdkorea-Besuches.

Nach den Worten von Merz hat Deutschland ein starkes wirtschaftliches Interesse daran, dass der Iran-Konflikt so schnell wie möglich beendet werde. Die Verteuerung der Energiepreise habe alleine Europa ĂŒber 100 Milliarden Euro gekostet.

Araghtschi erklĂ€rte auf der Plattform X: "100 Milliarden Euro sind nichts im Vergleich zu dem vernichtenden Schlag, den die mĂ€chtigen StreitkrĂ€fte des Irans gegen diejenigen austeilen werden, die es wagen, unserem Volk Schaden zuzufĂŒgen." Rote Linien gehörten der Vergangenheit an.

Araghtschi greift "Drecksarbeit"-Äußerung von Merz auf

Der iranische Außenminister warf Merz zudem vor, dass er im vergangenen Jahr die Luftangriffe der USA und Israels auf den Iran mit der Bemerkung "Europas Drecksarbeit erledigen" begrĂŒĂŸt habe.

Merz hatte am 17. Juni 2025 in einem Interview mit dem ZDF wĂ€hrend des G7-Gipfels im kanadischen Kananaskis gesagt: "Das ist die Drecksarbeit, die Israel macht - fĂŒr uns alle. Wir sind von diesem Regime auch betroffen." Weiter sagte Merz: "Ich kann nur sagen: GrĂ¶ĂŸten Respekt davor, dass die israelische Armee den Mut dazu gehabt hat, die israelische StaatsfĂŒhrung den Mut dazu gehabt hat, das zu machen. Wir hĂ€tten sonst möglicherweise Monate und Jahre weiter diesen Terror dieses Regimes gesehen - und dann möglicherweise noch mit einer Atomwaffe."

Die "Drecksarbeit"-Äußerung von Merz stieß auf viel Kritik. Der Kanzler sagte spĂ€ter: "Ich habe das so bezeichnet, muss man nicht wiederholen. Das kann man so oder so zum Ausdruck bringen."

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