KOSPI schließt am 3. November 3,59 Prozent tiefer bei 5.648,79 Punkten
Veröffentlicht am: 03.11.2026 um 09:45 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWSTechnologie belastet den Leitindex
- Der KOSPI schloss am 3. November 2026 bei 5.648,79 Punkten und verlor 3,59 Prozent.
- Belastet wurde der Markt vor allem durch Verkäufe ausländischer und institutioneller Anleger sowie schwache Halbleiterwerte.
- Im Mittelpunkt standen Zweifel an der Finanzierung und der Profitabilität umfangreicher Investitionen in künstliche Intelligenz.
Der südkoreanische Leitindex KOSPI hat die Sitzung am Dienstag, 3. November 2026, deutlich schwächer beendet. Nach Angaben der Yonhap News Agency schloss der Index bei 5.648,79 Punkten. Das entsprach einem Minus von 210,29 Punkten oder 3,59 Prozent gegenüber dem vorherigen Handelsschluss.
Halbleiterwerte unter Verkaufsdruck
Der KOSPI eröffnete bereits 2,46 Prozent tiefer bei 5.715,19 Punkten. Im weiteren Handelsverlauf weitete sich der Rückgang zunächst aus. Laut MoneyToday fiel der Index zwischenzeitlich bis auf 5.615,80 Punkte, bevor er einen Teil der Verluste wieder aufholte.
Besonders stark standen die großen Halbleiterkonzerne unter Druck. Samsung Electronics verlor 4,15 Prozent auf 219.500 südkoreanische Won, SK hynix gab 5,03 Prozent auf 1,398 Millionen Won nach. Die Kursverluste der beiden Schwergewichte belasteten den kapitalgewichteten Gesamtmarkt überproportional.
KI-Finanzierung sorgt für Vorsicht
Auslöser der schwachen Stimmung waren vor allem neue Zweifel daran, ob die umfangreichen Investitionen großer US-Technologiekonzerne in künstliche Intelligenz ausreichend profitabel werden. Finanzierungspläne für den weiteren Ausbau der KI-Infrastruktur rückten dabei ebenso in den Fokus wie die hohe Kapitalintensität des Sektors. Schwache US-Technologiewerte vom Vorabend verstärkten den Druck auf die südkoreanischen Chipaktien.
Auch die Anlegerströme signalisierten eine defensive Haltung. Ausländische Investoren verkauften laut Yonhap netto Aktien im Wert von rund 1,5 Billionen Won, institutionelle Anleger veräußerten netto 511,7 Milliarden Won. Privatanleger kauften netto rund 1,7 Billionen Won, konnten den Rückgang des Index jedoch nicht verhindern. Vor dem Hintergrund der anstehenden US-Zwischenwahlen blieb die Bereitschaft zu risikoreicheren Anlagen zusätzlich begrenzt.
Damit gab der KOSPI den kräftigen Anstieg der vorherigen Sitzung wieder ab. Für Anleger bleibt entscheidend, ob sich die Zweifel an der Finanzierung und den Erträgen der KI-Investitionen auf die Nachfrage nach Speicherchips übertragen oder die weiterhin hohen Branchenerwartungen stabil bleiben. Weitere Berichte zum Index finden Sie auf der KOSPI-Themenseite.
