NEAR Protocol, XCRYPTONEAR9

NEAR-Protocol-Kurs: Exploit aufgearbeitet, Emissionsvotum im Fokus

Veröffentlicht am: 02.11.2026 um 07:30 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Der NEAR-Protocol-Kurs steht nach der Aufarbeitung eines 3,8-Millionen-US-Dollar-Exploits bei NEAR Intents zwischen Sicherheitsprüfung und neuen Governance-Entscheidungen. Eine geplante Senkung der Token-Emission und das Upgrade nearcore 2.14.0 liefern zusätzliche Anhaltspunkte für Anleger.

NEAR zwischen Sicherheitsprüfung und Governance

  • Ein Exploit bei NEAR Intents verursachte im Oktober unbesicherte interne Guthaben von 3,8 Millionen US-Dollar; die Mittel wurden vollständig zurückgeführt.
  • Die geplante Emissionssenkung soll die maximale jährliche Ausgabe von NEAR über 24 Monate von 2,5 Prozent auf 1,6 Prozent reduzieren.
  • Die Version nearcore 2.14.0 bringt unter anderem native Prüfungen für ML-DSA-Signaturen; Abstimmungen über die Protokollversionen 87 und 88 sind für den 4. und 6. November vorgesehen.
NEAR Protocol, XCRYPTONEAR9, Illustration mit AI erstellt.

Der NEAR-Protocol-Kurs lag beim Abruf der deutschsprachigen Investing.com-Kursseite bei 4,6034 USD. Die Seite wies eine Marktkapitalisierung von 5,98 Milliarden USD, ein 24-Stunden-Volumen von 610,47 Millionen USD und Rang 16 aus. Der Stand ist als beim Abruf gelesener Kurs einzuordnen; eine passende UTC-Tagesschlussbasis für eine Tagesprozentzahl ist dort nicht ausgewiesen.

Sicherheitsvorfall aufgearbeitet

Im Mittelpunkt steht ein Exploit bei NEAR Intents, dem Cross-Chain-Dienst des Ökosystems. Laut DeFiPrime führten fehlgeschlagene Benachrichtigungen bei 23 Einzahlungen dazu, dass das interne Hauptbuch Guthaben auswies, obwohl die zugehörigen Token zurückerstattet worden waren. Dadurch entstanden unbesicherte interne Salden von etwa 3,8 Millionen USD, die über die Omni-Infrastruktur abgezogen wurden.

Das Team entdeckte die Abweichung am 1. Oktober, stoppte den betroffenen Vertrag und setzte am 2. Oktober einen Fix ein. Alle Mittel wurden innerhalb von 36 Stunden nach der Entdeckung zurückgeführt. Cointelegraph berichtet zudem, dass der Dienst zunächst pausiert und die Nutzer vollständige Entschädigung zugesagt bekamen. Die Deposit-Benachrichtigungsfunktion wurde anschließend entfernt; zusätzliche Kontrollen sollen bei einer Bilanzabweichung automatisch pausieren.

Emission und Protokoll-Upgrade

Parallel läuft im House of Stake die Diskussion über HSP-029. Der Vorschlag sieht vor, die maximale jährliche NEAR-Ausgabe über 24 Monate von 2,5 Prozent auf 1,6 Prozent zu senken. Die Aufteilung von 90 Prozent für Staker und 10 Prozent für die Treasury soll unverändert bleiben. Eine Annahme wäre jedoch nicht gleichbedeutend mit einer sofortigen Änderung: Für die Umsetzung ist zusätzlich ein Protokoll-Upgrade erforderlich.

Dieses Upgrade ist mit nearcore 2.14.0 vorbereitet. Die Release-Dokumentation nennt unter anderem die Entfernung der 30-prozentigen Gas-Rückvergütung an Contract-Konten, die native Prüfung von ML-DSA-65-Signaturen und strengere Speicherbeweis-Grenzen. Die Abstimmung über Protokollversion 87 soll am 4. November um 00:00 UTC beginnen, jene über Version 88 am 6. November.

Anlegerblick auf den NEAR-Protocol-Kurs

Für Anleger stehen damit zwei unterschiedliche Risikofelder nebeneinander: Der Exploit betraf die Anwendung NEAR Intents und nicht den zugrunde liegenden NEAR-Token, zeigt aber die Bedeutung belastbarer Bilanzkontrollen bei Cross-Chain-Diensten. Die Emissionsreform könnte die Verwässerung reduzieren, würde zugleich aber die neu ausgegebenen Staking-Erträge senken. Ob daraus ein positiver Effekt für den Token entsteht, hängt daher weiterhin von Nutzung, Nachfrage und der tatsächlichen Umsetzung ab.

Weitere Beiträge und die zeitliche Einordnung zum NEAR-Protocol-Kurs sind auf der Themenseite gebündelt.

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