NEAR-Protocol-Kurs: Exploit aufgearbeitet, Sicherheitsrisiken bleiben Thema
Veröffentlicht am: 01.11.2026 um 07:04 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael MĂŒller, Chefredakteur AD HOC NEWSNEAR Intents im Sicherheitscheck
- Ein Exploit bei NEAR Intents erzeugte laut einem Bericht von The Crypto Times ungedeckte interne Guthaben von rund 3,8 Millionen US-Dollar.
- Die Gelder wurden vollstĂ€ndig zurĂŒckgefĂŒhrt; NEAR Intents entfernte die betroffene Einzahlungsfunktion und ergĂ€nzte automatische BilanzprĂŒfungen.
- Investing.com zeigte NEAR mit 4,6034 US-Dollar, einer Marktkapitalisierung von 5,98 Milliarden US-Dollar und Rang 16.
Der NEAR-Protocol-Kurs bleibt nach einem Sicherheitsvorfall bei NEAR Intents ein Thema fĂŒr Anleger. Bei dem Cross-Chain-Dienst wurden Ende September und Anfang Oktober interne Guthaben von rund 3,8 Millionen US-Dollar erzeugt, die nicht durch entsprechende Token-BestĂ€nde gedeckt waren. Der Betrag wurde spĂ€ter vollstĂ€ndig zurĂŒckgefĂŒhrt. FĂŒr den NEAR-Token selbst ist zwischen dem Vorfall bei der Anwendung und der Funktionsweise der zugrunde liegenden Blockchain zu unterscheiden.
Exploit durch fehlerhafte Einzahlungen
Wie The Crypto Times berichtete, nutzte der Angreifer eine Schwachstelle bei Einzahlungsbenachrichtigungen. Bei 23 fehlgeschlagenen Transaktionen wurden die Einzahlungen im internen Buchhaltungssystem weitergefĂŒhrt, obwohl die Token durch den Token-Vertrag zurĂŒckerstattet worden waren. Dadurch entstanden sogenannte Ghost Funds. Der Angreifer konnte anschlieĂend reale Token gegen diese nicht gedeckten Guthaben abziehen und ĂŒber die Omni-Infrastruktur auf andere Netzwerke ĂŒbertragen.
Die Abhebungen liefen laut dem Bericht vom 29. September bis zum 1. Oktober. NEAR Intents pausierte den betroffenen Dienst am 1. Oktober und setzte am 2. Oktober einen Fix ein. Nach Angaben des Protokolls wurden alle Gelder innerhalb von 36 Stunden nach der Entdeckung zurĂŒckgeholt und die betroffenen Nutzer vollstĂ€ndig entschĂ€digt. Der Vorfall betraf damit eine Anwendung im NEAR-Ăkosystem, nicht automatisch den NEAR-Konsens oder den nativen Token.
Reaktion verbessert Kontrollen
Die Aufarbeitung hatte weitere Konsequenzen. NEAR Intents entfernte die betreffende Einzahlungsfunktion am 7. Oktober nach einem zusĂ€tzlichen kritischen Hinweis. AuĂerdem wurde eine Kontrolle ergĂ€nzt, die die von Nutzern verbuchten Guthaben mit den tatsĂ€chlich im Vertrag gehaltenen Token vergleicht. Bei einer Abweichung soll der Vertrag automatisch pausieren. Das reduziert das Risiko einer fortgesetzten Fehlbuchung, ist aber keine Garantie fĂŒr die Sicherheit komplexer Cross-Chain-Systeme.
Kurs und Marktkontext
Die deutschsprachige Kursseite von Investing.com zeigte NEAR mit 4,6034 US-Dollar. Ausgewiesen wurden zudem ein 24-Stunden-Volumen von 610,47 Millionen US-Dollar, eine Marktkapitalisierung von 5,98 Milliarden US-Dollar und Rang 16. Die 52-Wochen-Spanne lag auf der Seite bei 0,8482 bis 5,9725 US-Dollar. Diese Kennzahlen ordnen die GröĂe und VolatilitĂ€t des Marktes ein, belegen aber keine direkte Kursreaktion auf den Exploit.
FĂŒr Anleger sind nun vor allem die technische Umsetzung der neuen Bilanzkontrollen, die Wiederaufnahme aller betroffenen Routen und die Entwicklung des Nutzungsvolumens relevant. Der NEAR-Protocol-Kurs bleibt damit von der weiteren Akzeptanz der Anwendungen ebenso abhĂ€ngig wie von der FĂ€higkeit des Ăkosystems, SicherheitsvorfĂ€lle transparent zu begrenzen.
Weitere BeitrÀge zum Thema finden Sie auf der NEAR-Protocol-Themenseite.
