NEAR-Protocol-Kurs: Governance stimmt für niedrigere Token-Emission
Veröffentlicht am: 06.11.2026 um 18:39 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWSNEAR vor möglicher Emissionssenkung
- Die House of Stake stimmte am 2. November 2026 für HSP-029.
- Die maximale jährliche Token-Emission soll über 24 Monate von 2,5 Prozent auf 1,6 Prozent sinken.
- Security-Council-Prüfung, eine 90-tägige Übergangsfrist und ein von Validatoren übernommenes Upgrade stehen noch aus.
- Die Kursseite von Investing.com zeigte beim Abruf 4,0210 US-Dollar und eine Marktkapitalisierung von 5,27 Milliarden US-Dollar.
Der NEAR-Protocol-Kurs steht nach der Zustimmung der House of Stake zu HSP-029 vor einer möglichen Änderung der Token-Ökonomie. Die maximale jährliche Emission soll von 2,5 Prozent auf einen Zielwert von 1,6 Prozent sinken. Das Votum ist jedoch noch keine sofortige Änderung des Protokolls.
Beim Abruf am 6. November 2026 zeigte die Kursseite von Investing.com 4,0210 US-Dollar je NEAR. Die dort ausgewiesene Marktkapitalisierung lag bei 5,27 Milliarden US-Dollar, der Rang bei 18 und die Umlaufmenge bei 1,31 Milliarden NEAR. Eine belastbare UTC-Tagesvergleichsbasis für den 5. November ist aus dieser Kursanzeige nicht ersichtlich; die ausgewiesene kurzfristige Veränderung wird daher nicht als Tagesschlussrendite eingeordnet.
Emission soll schrittweise sinken
HSP-029 wurde am 2. November von der House of Stake angenommen. Der Vorschlag sieht vor, die Obergrenze linear über 24 Monate und epochengenau zu reduzieren. Die bestehende Aufteilung neu ausgegebener Token bleibt dabei unverändert: 90 Prozent entfallen auf Staking-Teilnehmer, 10 Prozent auf die Treasury. Die offizielle HSP-029-Dokumentation beschreibt eine Absenkung um rund 3,75 Basispunkte pro Monat.
Nach der Modellrechnung im Vorschlag könnten dadurch in den ersten zwei Jahren 11,8 Millionen NEAR und über sechs Jahre 66,1 Millionen NEAR weniger ausgegeben werden als unter der bisherigen Obergrenze. Für Staker bedeutet die geringere Emission allerdings auch niedrigere Bruttoerträge. Bei unveränderter Staking-Beteiligung wird ein Rückgang von 5,268 Prozent auf 3,372 Prozent am Zielpunkt ausgewiesen.
Votum noch nicht bindend
Wie The Block berichtet, müssen zunächst der Security Council die Entscheidung prüfen und die Änderung ratifizieren. Danach ist eine 90-tägige Übergangsfrist vorgesehen. Verbindlich wird der niedrigere Emissionsdeckel erst, wenn Validatoren ein entsprechendes Protokoll-Upgrade übernehmen.
Für Anleger ist damit zwischen der Governance-Entscheidung und dem tatsächlichen Vollzug zu unterscheiden. Eine niedrigere Verwässerung könnte langfristig die Angebotsseite entlasten; gleichzeitig sinken die laufenden Staking-Erträge, und die Auswirkungen auf Validatoren sowie die Staking-Beteiligung bleiben offen. Der NEAR-Protocol-Kurs lässt sich aus dem Votum allein nicht kausal erklären.
Weitere Beiträge zum Thema finden Leser auf der NEAR-Protocol-Themenseite.
