NEAR Protocol, XCRYPTONEAR9

NEAR-Protocol-Kurs im Fokus: Emissionsvotum mit langen Vorläufen

Veröffentlicht am: 03.11.2026 um 18:32 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Der NEAR-Protocol-Kurs steht nach dem erfolgreichen HSP-029-Votum zwischen geplanter Emissionssenkung und ausstehender technischer Umsetzung. Für Anleger bleibt zudem die Aufarbeitung eines Sicherheitsvorfalls bei NEAR Intents relevant.

NEAR vor Governance und Sicherheitsprüfung

  • Das HSP-029-Votum senkt die geplante maximale jährliche NEAR-Ausgabe von 2,5 auf 1,6 Prozent über 24 Monate.
  • Die Abstimmung endete am 2. November mit rund 99,96 Prozent Zustimmung, verändert die Protokollregeln aber noch nicht unmittelbar.
  • Beim Abruf am 3. November lag der Kurs bei 4,6034 USD; zugleich bleibt der aufgearbeitete NEAR-Intents-Exploit ein relevantes Sicherheitsrisiko.
NEAR Protocol, XCRYPTONEAR9, Illustration mit AI erstellt.

Der NEAR-Protocol-Kurs steht nach einer wichtigen Governance-Entscheidung vor einer mehrstufigen Umsetzung. Beim Abruf der Investing.com-Kursseite am 3. November 2026 um 17:12:12 Berliner Zeit wurde NEAR mit 4,6034 USD angezeigt. Die Seite wies eine Marktkapitalisierung von 5,98 Milliarden USD, ein 24-Stunden-Volumen von 610,47 Millionen USD und Rang 16 aus.

Emissionssenkung beschlossen

Im Mittelpunkt steht das HSP-029-Votum der House of Stake. Laut Coinranking endete die Abstimmung am 2. November um 16:48 UTC mit rund 99,96 Prozent Zustimmung. Die Vorlage reduziert die maximale jährliche Token-Ausgabe von 2,5 auf 1,6 Prozent. Der Rückgang soll nicht in einem Schritt, sondern über 24 Monate und auf Ebene einzelner Epochen erfolgen.

Die Originalvorlage im NEAR Forum sieht vor, dass die bisherige Aufteilung der neu ausgegebenen Token unverändert bleibt: 90 Prozent entfallen auf Staking-Teilnehmer und 10 Prozent auf die Treasury. Nach den Modellrechnungen der Vorlage könnten dadurch über zwei Jahre 11,8 Millionen NEAR weniger ausgegeben werden.

Umsetzung dauert mehrere Schritte

Für Anleger wichtig: Das Votum allein verändert die Regeln noch nicht. Zunächst ist eine Prüfung beziehungsweise Ratifikation durch den Security Council erforderlich. Danach folgt eine 90-tägige Übergangsfrist, bevor Validatoren ein technisches Upgrade übernehmen müssen. Erst anschließend kann die schrittweise Absenkung beginnen. Der genaue Startzeitpunkt ist damit noch nicht durch das Abstimmungsergebnis festgelegt.

Sicherheitsrisiko bleibt im Blick

Zusätzlich zur Governance-Frage bleibt die Sicherheit des Ökosystems ein Beobachtungspunkt. Ein Bericht von ChainCatcher zum Postmortem von NEAR Intents beschreibt eine Schwachstelle in der Einzahlungsbenachrichtigung. Ein Angreifer habe vor der Abschaltung am 1. Oktober 3,8 Millionen USD abgezogen; laut dem Bericht wurden die Mittel innerhalb von 36 Stunden zurückgeführt und betroffene Nutzer vollständig entschädigt. Die betreffende Funktion wurde anschließend entfernt.

Damit verbindet der NEAR-Protocol-Kurs derzeit einen potenziell langfristig positiven Angebotseffekt mit offenen Umsetzungs- und Sicherheitsfragen. Die geplante Emissionssenkung kann die Verwässerung bremsen, senkt aber zugleich nominale Staking-Erträge. Eine unmittelbare Kurswirkung lässt sich aus dem Votum allein nicht ableiten.

Weitere Beiträge und Entwicklungen finden Anleger auf der deutschen Themenseite zu NEAR Protocol.

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