NEAR Protocol, XCRYPTONEAR9

NEAR-Protocol-Kurs zwischen Exploit-Aufarbeitung und Emissionsvotum

Veröffentlicht am: 02.11.2026 um 18:55 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Der NEAR-Protocol-Kurs steht zwischen einer aufgearbeiteten Sicherheitslücke bei NEAR Intents und einer geplanten Senkung der Token-Emission. Zugleich verzeichnete das Netzwerk im dritten Quartal hohe Cross-Chain-Aktivität.

Emission, Sicherheit und Netzwerknutzung

  • Die Governance-Vorlage HSP-029 soll die maximale jährliche NEAR-Ausgabe über 24 Monate von 2,5 auf 1,6 Prozent senken.
  • Das NEAR-Forum führt HSP-029 als erfolgreich, die Umsetzung benötigt jedoch zusätzlich ein von Validatoren angenommenes Protokoll-Upgrade.
  • Ein Exploit bei NEAR Intents verursachte laut Postmortem Abflüsse von 3,8 Millionen US-Dollar; die Mittel wurden nach Angaben des Projekts vollständig zurückgeführt.
  • Im dritten Quartal 2026 verarbeitete NEAR Intents laut Cryptonomist rund 10,4 Milliarden US-Dollar an Cross-Chain-Volumen.
NEAR Protocol, XCRYPTONEAR9, Illustration mit AI erstellt.

Der NEAR-Protocol-Kurs steht am 2. November 2026 im Spannungsfeld zwischen einem Sicherheitsvorfall bei NEAR Intents und einer möglichen Veränderung der Tokenomics. Die Kursseite von Investing.com zeigte beim Abruf 4,6034 USD um 17:12:12 Berliner Zeit. Die Seite wies zudem eine Marktkapitalisierung von 5,98 Milliarden USD, ein 24-Stunden-Volumen von 610,47 Millionen USD und eine Umlaufmenge von 1,31 Milliarden NEAR aus. Eine verifizierte UTC-Tagesvergleichsbasis des Vortags lag im geprüften Kursausschnitt nicht vor; deshalb wird daraus keine Tagesveränderung abgeleitet.

Emissionsvotum bleibt Umsetzungsthema

Im offiziellen NEAR Forum wird HSP-029 als erfolgreich geführt. Die Vorlage sieht vor, die maximale jährliche Ausgabe von 2,5 auf 1,6 Prozent über 24 Monate abzusenken. Die gemessene Aufteilung von 90 Prozent für Staking-Teilnehmer und 10 Prozent für die Treasury soll unverändert bleiben.

Für Anleger ist entscheidend, dass ein Governance-Erfolg nicht automatisch eine sofortige Änderung des Angebots bewirkt. Laut der Vorlage muss die Anpassung zusätzlich über den regulären Upgrade-Prozess von den Validatoren übernommen werden. Die vorgeschlagene Senkung würde daher zunächst eine geringere künftige Verwässerung in Aussicht stellen, zugleich aber die Brutto-Staking-Rendite reduzieren. Die im Vorschlag genannten Modellwerte sind Projektionen und keine bereits eingetretene Angebotsverknappung.

Sicherheitsrisiko wurde aufgearbeitet

NEAR Intents war zuvor von einem Fehler in der Einzahlungsbenachrichtigung betroffen. Ein Bericht von ChainCatcher fasst das am 16. Oktober veröffentlichte Postmortem zusammen: Über 23 fehlgeschlagene Einzahlungen entstanden nicht gedeckte interne Guthaben von rund 3,8 Millionen USD. Die Abhebungen erfolgten zwischen dem 29. September und 1. Oktober. Nach Angaben des Projekts wurden die Mittel innerhalb von 36 Stunden nach der Entdeckung zurückgeführt und betroffene Nutzer vollständig entschädigt. Die Überwachung wurde erweitert, eine automatische Pausierung bei Bilanzabweichungen ergänzt und die anfällige Funktion anschließend entfernt.

Hohe Aktivität, aber kein Selbstläufer

Parallel verweist Cryptonomist für das dritte Quartal auf rund 10,4 Milliarden USD Volumen über NEAR Intents und etwa 68 Millionen Netzwerktransaktionen. Diese Werte beschreiben die Nutzung des Netzwerks, nicht automatisch eine gleich hohe Nachfrage nach dem Token. Für den NEAR-Protocol-Kurs bleiben daher die tatsächliche Umsetzung der Emissionsreform, die Sicherheitskontrollen und die Fähigkeit des Ökosystems entscheidend, Aktivität in nachhaltige Token-Nachfrage zu übersetzen.

Weitere Einordnung bietet die NEAR-Protocol-Themenseite.

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