New York: Weiter auf Talfahrt
Veröffentlicht am: 24.09.2026 um 17:01 Uhr | dpa, AD HOC NEWSDer Dow Jones Industrial US2605661048 sank um 0,5 Prozent auf 51.260 Punkte. Der marktbreite S&P 500 US78378X1072 büßte ebenfalls 0,3 Prozent auf 7.682 Zähler ein. Für den Nasdaq 100 US6311011026 ging es um 0,5 Prozent auf 30.305 Punkte abwärts, nachdem er am Dienstag noch ein Rekordhoch verbucht hatte.
Die Aktienkurse leiden unter einem erneuten Anstieg der Ölpreise, der eine weitere Verkaufswelle am Anleihemarkt auslöste. Die Renditen 30-jähriger Staatsanleihen wurden davon auf den höchsten Stand seit 2004 getrieben. Laut Simon Wiersma von der ING NL0011821202 Bank entwickelt sich dies jetzt wieder zu einem "spürbaren Gegenwind für Aktien".
Außerdem rückt die Sorge vor einer höheren Inflation wieder in den Mittelpunkt. Die Warnung eines iranischen Vertreters, dass die geopolitische Lage im Nahen Osten weiter eskalieren und auf noch mehr Regionen übergreifen könnte, hatte die Ölpreise zuletzt wieder in die Höhe getrieben. Zudem erwägt die US-Regierung einen Diesel-Exportstopp.
Die Aktien von Oracle US68389X1054 sackten um 5,1 Prozent ab. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Insider berichtet, unternimmt der Software- und Datenbankkonzern Schritte, um sich vor hohen Kosten für ein riesiges Rechenzentrum zu schützen, das derzeit in New Mexico errichtet wird. Das Projekt sei von baulichen Widerständen und behördlichen Rückschlägen geprägt. Oracle habe dem Projektentwickler eine Mitteilung unter Berufung auf "höhere Gewalt" zugestellt, um damit gegebenenfalls Zahlungen aufzuschieben, falls das Rechenzentrum nicht wie geplant im Jahr 2028 in Betrieb genommen werden könne.
Die Papiere von Dropbox US26210C1045 gehörten mit minus 3,5 Prozent ebenfalls zu den klaren Verlierern. Sie wurden von der Citigroup US1729674242 zum Verkauf empfohlen. Analyst Steven Enders glaubt, dass die Aktie zuviel vorweggenommen habe, mit Blick auf die Chancen in puncto KI-Strategie des Speicherplatzanbieters. Vor einigen Tagen hatte der Kurs das höchste Niveau seit der Frühphase des Börsengangs im Jahr 2018 erreicht.
Die Titel von MGM Resorts US5529531015 verbuchten einen Kursrückgang von 9,4 Prozent. Der bislang mit einem Minderheitsanteil beteiligte Medienkonzern People Inc hat seine Übernahmeofferte für die restlichen Anteile an der Hotel- und Casinokette zurückgezogen.
Für die Anteilsscheine von Everpure US74624M1027 ging es hingegen um fast 18 Prozent nach oben. Der Anbieter von Flash-Speichern und Datenmanagement-Lösungen überzeugte die Anleger mit seinem mittelfristigen Umsatzausblick.
