Stabilisierung, Anstieg

Ölpreise kaum verändert - Stabilisierung nach jüngstem Anstieg

Veröffentlicht am: 14.10.2026 um 16:15 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Die Ölpreise haben sich am Mittwoch nur wenig bewegt und damit den jüngsten Preisanstieg vorerst nicht fortgesetzt.

Ein Barrel (159 Liter) der Referenzsorte Brent aus der Nordsee wurde bei 106 US-Dollar gehandelt und damit nahezu auf dem Niveau vom Vortag. In den vergangenen Handelstagen hatte eine neue Welle von Angriffen im Nahen Osten Zweifel an einer nachhaltigen Erholung der Energielieferungen aus dem Persischen Golf geschürt, was Rohöl der Sorte Brent seit Beginn des Monats um mehr als neun Prozent verteuert hat.

"Die Rohölexporte gehen weiter, aber die Unsicherheit bleibt hoch", kommentierten Analysten der US-Bank Morgan Stanley die aktuelle Lage auf dem Weltmarkt. Gleichzeitig hätten die Angriffe auf die Infrastruktur Saudi-Arabiens zugenommen. Die Bank hob ihre Preisprognose für die Sorte Brent für das laufende und das kommende Quartal um jeweils fünf US-Dollar je Barrel an.

Gebremst wurde die Ölpreise durch eine geringere Nachfragevorhersage der Internationalen Energieagentur (IEA). In ihrem aktuellen Monatsbericht erwarten die IEA-Experten für das kommende Jahr eine tägliche globale Nachfrage von 104,4 Millionen Barrel. Zuvor hatte sie noch eine Nachfrage von 105,0 Millionen Barrel pro Tag erwartet. Die Nachfrageprognose für das laufende Jahr blieb hingegen unverändert.

Allerdings warnte die IEA auch davor, dass Diesel und andere Kraftstoffe im kommenden Jahr - ungeachtet der gedämpften Prognosen für den Ölverbrauch - aufgrund der Konflikte unter Druck bleiben werden. Durch den Krieg zwischen Russland und der Ukraine würden Raffineriekapazitäten fehlen. Der Interessenverband von Industriestaaten forderte seine Mitgliedsstaaten nachdrücklich auf, Zusagen zur Freigabe von Notreserven zu erfüllen.

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