Europa Schluss: EuroStoxx gibt wieder nach - Züricher SMI legt zu
Veröffentlicht am: 13.10.2026 um 18:23 Uhr | dpa, AD HOC NEWSDer Eurozonen-Leitindex drehte am Dienstag nach einem positiven Handelsstart ins Minus und schloss 0,55 Prozent tiefer bei 6.167,01 Punkten. Als Belastung erwiesen sich leichte Kursverluste in New York und der weitere Anstieg des europäischen Gaspreises.
Außerhalb der Euroregion grenzte der SMI CH0009980894 anfängliche Gewinne deutlich ein und ging noch 0,36 Prozent höher bei 13.927,52 Punkten aus dem Handel. Der Schweizer Leitindex profitierte damit letztlich von den Zuwächsen defensiver Schwergewichte, nachdem er bereits zu Wochenbeginn zugelegt hatte. Der britische FTSE 100 GB0001383545 ("Footsie") gab am Dienstag geringfügig auf 10.650,33 Punkte nach.
Der Preis für europäisches Erdgas setzte den Höhenflug der vergangenen Handelstage fort und erreichte ein weiteres Mehrjahreshoch. Als Preistreiber gelten jüngste Angriffe auf Handelsschiffe in der Straße von Hormus und auch das verstärkte Auffüllen der Gasspeicher vor dem Winter.
Aus Branchensicht präsentierten sich am Dienstag Technologiewerte EU0009658921 am schwächsten. Insbesondere die Aktien von Unternehmen aus dem Halbleiterbereich litten unter schwachen Vorgaben aus den USA und Asien. Medienberichte hatten Sorgen vor verstärkter chinesischer Konkurrenz im Bereich der Künstlichen Intelligenz geschürt. Am EuroStoxx-Ende büßten die Anteilscheine von ASML NL0010273215 gut vier Prozent ein.
Stärkster Sektor waren die Chemiewerte EU0009658608. Aktien des Aromen- und Riechstoffherstellers Givaudan <CH0010645932 setzten an der SMI-Spitze mit einem Anstieg von gut neun Prozent Akzente. Der Wert profitierte damit von den jüngsten Quartalszahlen. Die Analysten der ZKB sprachen von einer "eindrücklichen Wachstumsbeschleunigung".
Zudem griffen die Anleger bei Medienwerten EU0009658640 zu. Hier sorgten die Geschäftszahlen des Werbe- und Kommunikationskonzerns Publicis FR0000130577 für gute Laune, die Anteilscheine stiegen in Paris um mehr als zwei Prozent. Analysten hoben das starke Wachstum trotz eines Rückgangs im Technologiesegment hervor, zudem bekräftigten die Franzosen ihre Prognose für das Umsatzwachstum aus eigener Kraft im Gesamtjahr. Im Kielwasser gewannen die Papiere des britischen Werbedienstleisters WPP JE00B8KF9B49 an der Spitze des "Footsie" gut vier Prozent.
