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Europa Schluss: Gewinne - Sinkende Ölpreise und Frankreich-Rating

Veröffentlicht am: 26.10.2026 um 18:26 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Europas wichtigste Aktienmärkte haben sich zum Wochenstart von ihren Verlusten vom Freitag erholt.

Als Stütze galt, dass die weiterhin sehr hohen Ölpreise etwas zurückgekommen waren. Zudem entspannte sich die Lage am französischen Anleihemarkt, nachdem die Ratingagentur Moody's die Kreditwürdigkeit Frankreichs unerwartet bestätigt hatte. Außerdem nährte der deutsche Ifo-Index Konjunkturhoffnung.

Der EuroStoxx 50 EU0009658145 erholte sich mit einem Anstieg um 0,79 Prozent auf 6.116,23 Punkte von seinem niedrigsten Stand seit Juni. Der Leitindex der Eurozone konnte seine Gewinne im Tagesverlauf auch mit den freundlichen US-Börsen ausbauen. Außerhalb des Euroraums stieg der Schweizer Leitindex SMI CH0009980894 um 0,53 Prozent auf 14.538,95 Zähler, während der britische FTSE 100 GB0001383545 0,72 Prozent auf 10.767,33 Punkte gewann.

Die Anleger gingen mutig in eine wichtige Handelswoche, die geprägt ist von den geldpolitischen Entscheidungen der Notenbanken in Europa und den USA sowie erwarteten Quartalszahlen einiger wichtiger US-Technologiekonzerne. Am Mittwoch und Donnerstag dürften Microsoft US5949181045, Alphabet US02079K3059 und Amazon US0231351067, den KI-Megatrend einmal mehr auf den Prüfstand stellen.

Der stärkste Sektor waren die Reisewerte CH0019112744, unter denen vor allem Fluggesellschaften von der Ölpreis-Entwicklung profitierten. Aber auch Aktien aus dem Automobilsektor EU0009658681 versuchten, nach ihrer Schwäche vom Freitag eine Erholungsbewegung einzuleiten. Am unteren Ende des Branchentableaus rangierte dagegen der Teilindex der Medienwerte EU0009658640.

Banken EU0009658806 gehörten zu den gefragten Sektoren nach der Nachricht, dass Frankreichs Rating von Moody's unverändert bleibt. Am Markt war wegen der angespannten französischen Haushaltslage und der jüngsten Proteste damit gerechnet worden, dass Moody's den beiden anderen wichtigen Ratingagenturen S&P und Fitch folgt und die Bewertung ebenfalls senkt.

Im Telekom-Sektor war das Bild durchwachsen, die Titel von Telefonica ES0178430E18 waren dort mit einem Kursrutsch um fast sieben Prozent der größte negative Ausreißer. Die US-Bank JPMorgan hatte die Aktien des spanischen Telekom-Riesen unter Verweis auf Kreditrisiken auf "Underweight" abgestuft. Als Belastung hinzu kam, dass Telefonica in Brasilien aktiv ist. Dort sorgte der überraschende Sieg des Linkspolitikers Lula in einer Stichwahl für Börsen-Turbulenzen.

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